20/02/2026
Leben an der Donau…
Teil 5 beschäftigt sich mit einer Fundkategorie, die vor allem aus der späten Bronzezeit und während der Eisenzeit signifikant gehäuft auftritt: den Keramikrasseln. Aus unserer Grabung in Theiß-Gedersdorf stammt ein Exemplar, das nicht nur aufgrund seines vollständigen Erhaltungszustandes und seiner radialen, dunklen Bemalung etwas Besonderes ist, sondern auch wegen seiner Auffindungssituation. Zumeist stammen die in Form und Gestalt sehr vielfältigen und mit Steinchen oder Tonkugeln gefüllten Rasseln aus Frauen- oder Kindergräbern. Dadurch wird ihnen eine symbolische Bedeutung zugeschrieben. Die Rassel aus Theiß wurde in einer Siedlungsgrube gefunden. Aus Österreich sind 27 Rasseln aus Spätbronzezeit und früher Eisenzeit bekannt, davon stammen nur 5 aus Gruben, beispielsweise aus Stillfried an der March und Auhof bei Perg.
Unser Fund aus Theiß wurde zur weiteren Erforschung und musikalischen Verwendung von Daniel Garulli - Mastro liutaio rekonstruiert. Wer gerne mehr über die mögliche Bedeutung von Keramikrasseln erfahren möchte, sei herzlich zu einem Vortrag von Maria Hackl (ASINOE GmbH) eingeladen:
Identitätsmarker oder magisches Objekt? Überlegungen zu einer früheisenzeitlichen Keramikrassel aus Theiß-Gedersdorf (NÖ)
morgen, im Rahmen der Tagung “Leben und Sterben im 1. Jahrtausend v. Chr. im pannonischen Raum”
21.02.2026, 09:00-17:00 Uhr, Cafè Dorfleben
Baumgartnerstraße 10, 7021 Drassburg
Um Anmeldung unter [email protected] wird gebeten.
Fotos: (c) ASINOE GmbH., Maria Hackl