30/09/2022
der Personalisierten Medizin: Diagnosestellung, Therapiewahl, Monitoring & Risikoanalyse
✓ Diagnosestellung
Eine Voraussetzung für die richtige Behandlung ist die Identifikation der Krankheits- ursache. Da die klinischen Symptome in einigen Fällen keine genaue Aussage zu einem bekannten Krankheitsbild erlauben, unterstützt der Einsatz von Biomarkern Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose vieler Erkrankungen.
✓ Wahl der geeigneten Therapie durch prädiktive Marker
Moderne Krebstherapien werden heute unter Verwendung von prädiktiven Diagnostika entwickelt, die die krebsauslösende Mutation genau ermitteln und den gezielten Einsatz der dazu passenden Therapie gestatten.
✓ Monitoring unter Therapie
Vor allem Therapien, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, können ihre Wirkung einbüßen oder verlieren. Auch hier entfaltet personalisierte Diagnostik einen Nutzen für die Patienten. So hilft die Untersuchung von Anti-Drug-Antikörpern beim Einsatz von Biologika bei Rheumaerkrankten dabei, den Wirkverlust teurer Therapien zu erkennen und rechtzeitig auf ein wirksames Medikament umzustellen bzw. die Dosierung anzupassen. Ein Therapiemonitoring mittels Biomarkern gibt den Patientinnen und Patienten die Sicherheit, dass die Therapie wirkt und verbessert damit die Therapietreue. Rückfälle und ein weiteres irreversibles Fortschreiten der Erkrankung können so verhindert werden.
✓ Prognostische Marker
Mit prognostischen Markern können Informationen über den Krankheitsverlauf, z. B. die Rückfallwahrscheinlichkeit bei Krebserkrankungen, gewonnen werden. Werden nach der kurativen Behandlung minimale Mengen an verbleibendem Tumormaterial im Blut nachgewiesen, steigt die Gefahr eines Tumorrückfalls. Ein bildgebender Nachweis kann in diesem frühen Stadium nach einer Operation häufig keine validen Ergebnisse liefern.
✓ Risikoanalyse bei genetischer Vorbelastung
Krebserkrankungen treten in erster Linie im höheren Alter auf. Nur bei wenigen Patientinnen und Patienten steckt tatsächlich eine angeborene Veranlagung dahinter. Hereditäre, also erblich bedingte Tumorsyndrome treten meist in jeder Familiengene- ration auf und die Erkrankung bricht bereits in jungen Jahren aus. Dabei liegt in der Regel eine Genmutation vor. Bekannte Hochrisikogene sind z. B. BRCA1 und BRCA2. Patientinnen und Patienten mit einer Mutation in einem der beiden Gene haben gegenüber der Allgemeinbevölkerung ein erhöhtes Risiko für Tumorerkrankungen. So kann ein familiäres Risiko durch erbliche Vorbelastung bestimmt werden und ein engmaschigeres Monitoring erfolgen.
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