20/07/2022
Zwei Reserveräume für Extremhochwasser am Rhein 🌊
Die in Planung befindlichen Reserveräume bieten jeweils ca. 30 Mio. m3 Rückstauvolumen, die erst bei Überschreiten eines 200-jährlichen Rheinhochwassers (BHW200) aktiviert werden sollen. Die Reserveräume sind damit ein wichtiger Bestandteil der Klimafolgenanpassungsstrategie am Rhein und sollen die möglichen Schäden bei Extremhochwässern bei den Rheinanliegern deutlich reduzieren.
Eine besondere Herausforderung bei der Planung ist, dass die Reserveräume nur extrem selten geflutet werden sollen, dann aber unbedingt alles reibungslos funktionieren muss. Für den Fall der Inbetriebnahme, die statistisch nur alle 200 Jahre erfolgt, ist aufgrund des dann vorherrschenden Extremhochwassers entlang des gesamten Rheins von einem Katastrophenszenario auszugehen. Die möglichst sichere und einfache Inbetriebnahme der Reserveräume hat deshalb höchste Priorität. Dies betrifft sowohl die erforderlichen Schöpfwerke für die sog. Binnenentwässerung des Hinterlandes als auch die Einlaufgestaltung vom Rhein in die Reserveräume. Sinnvoll sind Lösungen, die auch regelmäßig getestet werden können, so dass man nicht die Hoffnung auf eine reibungslose Funktion im Worst Case setzen muss.