03/06/2026
Geothermie funktioniert nicht ohne den richtigen Brunnen. Das fängt mit der Aufschlussbohrung an.
Auf dem Wiley-Gelände in Neu-Ulm entsteht das neue Lessing-Gymnasium in nachhaltiger Holzbauweise für bis zu 1.100 Schülerinnen und Schüler. Die Energie zum Heizen und Kühlen soll aus dem Grundwasser kommen — 2 Entnahme- und 2 Schluckbrunnen im quartären Aquifer machen das möglich.
🔍 Aber bevor der erste Brunnen gebohrt wird: die Aufschlussbohrung.
Bohrkerne aus dem Rammkernbohrverfahren wurden tiefengerecht in Kernkisten ausgelegt und vom Hydrogeologen ausgewertet. Erst auf Basis dieses Bodenprofils wurden Filterart, Tiefenbereich der Filter- und Vollrohre, Schlitzweite und Ringraumschüttung festgelegt.
Für die Ausführung kam das Raupenbohrgerät HD180 zum Einsatz, mit einem freien Bohrdurchmesser bis 521 mm ideal für Brunnenbohrungen dieser Dimension.
▪ 4 Brunnen à 12 m Tiefe, Bohrdurchmesser 508 mm
▪ Ausbau PVC DN 250 mm mit Wickeldrahtfilter
▪ Ringraumschüttung: Filterkies, Sandgegenfilter und Quellton
▪ Pumpversuch: bis 14 l/s Ergiebigkeit bestätigt
Die Brunnen stehen. Das Gymnasium kann kommen.