25/02/2026
Das neue Eckpunktepapier zum Gebäudemodernisierungsgesetz ist aktuell Top-Thema.
Wir sind zunächst einmal vorsichtig, was aus diesem Papier es tatsächlich in welcher Form in das irgendwann, vielleicht beschlossene Gesetz schafft – so lange halten wir die Füße still.
Klar ist: Ab 2045 dürfen Heizungen in Deutschland nicht mehr mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Das Land Baden-Württemberg will bereits ab 2040 klimaneutral sein, dann wollen die Netzbetreiber auch die Gasversorgung stoppen. Gas- und Ölheizungen sind keine zukunftsweisenden Technologien.
Unter anderem durch die CO2-Bepreisung werden fossile Energieträger stetig teurer. Durch die für BW bereits geltende "Biotreppe" zur Nutzung steigender Anteile erneuerbarer Energien, z.B. in Form von Biogas oder Bioöl, wird das Heizen mit Gas und Öl nochmals teurer – zumal nicht garantiert ist, dass Biobrennstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen werden.
„Weder Biomethan noch Wasserstoff werden in den nächsten Jahren in der Menge zur Verfügung stehen, die für den Gebäudesektor nötig wäre. Wer darauf setzt, wird nach heutiger Schätzung am Ende deutlich mehr für seine Wärme bezahlen als mit einer zukunftsfähigen Heizung.“
"Allen, die in Baden-Württemberg ein Haus besitzen, rät Becker, nicht das Gesetz zum Maßstab ihrer Entscheidung zu machen, sondern den eigenen Geldbeutel. Denn schon heute sind Wärmepumpe und Pelletheizung langfristig die günstigsten Heizungsarten, auch wenn die Anfangsinvestition höher ausfällt."
Und das sehen wir genauso, weshalb wir unseren Kunden weiterhin aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen und zu guter Letzt auch im Hinblick auf den Klimaschutz in aller Regel zu Wärmepumpen und Pelletheizungen mit Ergänzung durch Solarthermie raten werden.
"Wer eine alte Heizung modernisieren möchte, sollte die Auswahl des Geräts nicht von tagesaktuellen Entscheidungen der Politik abhängig machen."
Der übergreifende politische Wille und Rahmen ist klar: Klimaneutralität bis 2040 (BW), 2045 (D), 2050 (EU).
Um das zu schaffen, wird auch im Gebäudesektor ein Wandel notwendig werden – auch wenn die aktuelle Regierung den Eindruck erwecken will, dass die Verbraucher keine Einschränkungen erwarten werden.
Niemand weiß jetzt schon, wie das beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz wirklich aussehen wird und was künftige Regierungen tun werden (müssen), um dadurch ggf. entstandene Abweichungen von den Klimaschutzzielen wieder einzufangen.
Wir beraten also weiterhin – im gesetzlichen Rahmen – im Sinne unserer Kundinnen und Kunden.
𝗦𝗛𝗞-𝗛𝗮𝗻𝗱𝘄𝗲𝗿𝗸: 𝗕𝗲𝗶 𝗛𝗲𝗶𝘇𝘂𝗻𝗴𝘀𝘄𝗮𝗵𝗹 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗮𝘂𝗳 𝗣𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝗸 𝗵ö𝗿𝗲𝗻
🔥 Wer eine alte Heizung modernisieren möchte, sollte die Auswahl des Geräts nicht von tagesaktuellen Entscheidungen der Politik abhängig machen – auch nicht von der nun angestoßenen Reform.
„Wenn die Politik weiterhin alle zwei Jahre die Regeln ändert, sind ihre Vorgaben kein verlässlicher Rahmen für eine solch weitreichende Entscheidung“, so Wolfgang Becker vor dem Hintergrund der nun bekannt gewordenen Eckpunkte zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG).
🔄 „Der technologieoffene Ansatz ist grundsätzlich zu begrüßen, darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die große Linie bleibt. Der Gebäudesektor soll und muss CO2-neutral werden, das betont die schwarz-rote Koalition selbst.“ Ob die Vorgabe nun laute „65 Prozent erneuerbare Energien“ oder „X Prozent Biomethan“: „Die entscheidenden Fragen beim Einbau einer Heizung für die nächsten 20 Jahre sind andere. Denn längst ist klar, welches die Heizsysteme der Zukunft sind – und vor allem auch langfristig die günstigsten. Daran ändert eine erneute Reform des GEG nichts, im Gegenteil: Ob früher oder später, der CO2-Preis wird fossile Heizsysteme massiv verteuern – zu denen bis jetzt übrigens zu überwiegenden Teilen auch die Fernwärme gehört“, betont unser Hauptgeschäftsführer. „Auch wenn das Heizungsgesetz tot ist, die Wärmepumpe lebt. Ihr gehört die Zukunft.“
Unser komplettes Statement finden Sie auf unserer Website www.shk-bw.de