26/03/2026
Ein saniertes Bauernhaus. Ausreichend Fläche. Und eine Quelle, die nicht am Limit läuft.
Letzte Woche durfte ich die Verlegung eines RingGrabenKollektors als Trainer begleiten. Diesmal führte mich die Reise nach Oberbayern.
Dort steht ein altes, aber thermisch gut saniertes Bauernhaus, das künftig mit Erdwärme beheizt wird.
Geplant habe ich die Anlage individuell auf das Grundstück abgestimmt und zugleich für die Baggerarbeiten optimiert. Aufgrund der Leistungsklasse der Wärmepumpe und des Druckverlustes mussten hier drei Solekreise umgesetzt werden.
Besonders spannend:
Der Kollektor wurde in einem durchdachten 2+1-Konzept geplant und verlegt. Für dieses Layout habe ich mich bewusst entschieden, da es die Verlegung deutlich vereinfacht, die Verlegedauer reduziert und gleichzeitig für eine klare Struktur im Graben sorgt.
So bleibt alles übersichtlich – kein Schleifenchaos, wie es bei klassischen Dreikreiskollektoren schnell entstehen kann.
Ein paar Fakten zum Projekt:
👉 Speziallayout: 2+1 Solekreise a 300m da40
- Äußerer Graben: zwei Kreise in einem Graben
- Innerer Graben: ein separater Kreis
👉 Leistung & System
- Kollektorleistung: ca. 22 kW
- Wärmepumpe: 6–17 kW
- Perfekt für die Sanierung eines Bauernhauses.
👉 Abmessungen
- Kollektorfeldgröße: 48x16m
- Baggerfläche: ca. 320m² (Grabenfläche)
👉 Ausführung
- Verlegung: ca. 3 Stunden zu dritt
- plus rund 1 Stunde Einschulung / Theorie
Warum dieses Design so spannend ist:
💡 Bei großen Grundstücken kann man die Quelle nicht nur irgendwie unterbringen – man kann sie gezielt optimieren.
- maximale Entzugsleistung bei gleichzeitig sehr niedriger spezifischer Belastung
- hydraulisch sauber aufgeteilt für stabile Soletemperaturen
- zukunftssicher auch bei steigenden Anforderungen
👉 Das Ergebnis: Ein System, das nicht am Limit läuft, sondern dauerhaft effizient, stabil und entspannt arbeitet.
Genau so sollte Erdwärme im Idealfall aussehen.
Und ja, gleich vorweg 😉 Nicht jeder hat so viel Platz. Dieses Projekt zeigt sehr schön, was möglich ist, wenn Fläche vorhanden ist und die Planung auf Effizienz, Verlegbarkeit und Betriebssicherheit ausgelegt wird.