03/06/2026
Gestern wurde in Wetzikon eine Brücke betoniert – und zwar nicht mit irgendeinem 08/15-Beton, sondern mit einem echten Kraftpaket. Der Spezialbeton der Firma bringt eine ultrahohe Druckfestigkeit mit und sorgt so für einen schlanken, eleganten Baukörper – quasi die Fitnessstudio-Version unter den Betonsorten.
Auch beim Einbau lief nichts nach Schema F: Statt klassisch mit dem Fahrmischer anzurücken, kam eine speziell ausgerüstete LKW-Mischanlage der Firma zum Einsatz. Der Beton wurde BigBag-weise eingefüllt und pro Charge satte 15 Minuten durchgerührt. Wer hier auf die übliche Stundenleistung eines C300 schielt, merkt schnell: Das ist eher Slow Cooking als Fast Food.
Die Verarbeitung? Sagen wir mal… anspruchsvoll. Durch den hohen Zementgehalt und durch die Stahlfaserarmierung hat der Beton eine Konsistenz zwischen Kaugummi und Gel. Verdichten? Braucht er nicht – er macht das ganz entspannt selbst. Dafür ist er alles andere als schaufelfreundlich und klebt lieber zusammen, als sich auf die Schaufel zu fügen. Ohne kleine Tricks – und ein bisschen „Zaubermittel“ zum Glätten – läuft hier gar nichts.
Für die Qualitätssicherung schaute auch die vorbei und nahm den Beton genau unter die Lupe. Schliesslich soll nicht nur spektakulär gebaut, sondern auch sauber nachgewiesen werden.
Und jetzt kommt das eigentliche Highlight: Die Brücke wird nicht dort gebaut, wo sie am Ende stehen soll. Sie entsteht quasi „auf dem Kopf“ an einem anderen Ort. Sobald alles ausgehärtet ist, rücken zwei Pneukrane an, drehen das gute Stück in der Luft und setzen es an seinen endgültigen Platz. Ein bisschen wie Tetris – nur in XXL und deutlich schwerer.