31/03/2026
Der Winter 2025/26 war lange Zeit von einem ungünstigen Schneedeckenaufbau geprägt. Nach einem frühen Winterstart Ende November und Anfang Dezember dominierte anschliessend bis in den Januar hinein trockenes und sonniges Wetter. Es gab kaum Niederschlag und zum Jahreswechsel lag verbreitet sehr wenig Schnee. In dieser Zeit wurde die Schneedecke stark aufbauend umgewandelt und dadurch sehr schwach. Ab der zweiten Januarwoche bis Mitte Februar gab es einige, meist kleinere Schneefälle, die diese schwache Basis der Schneedecke überdeckten. Damit war das Lawinenproblem «Altschnee» im Januar und Februar sehr ausgeprägt, und zwar im ganzen Alpenraum.
Am stärksten betroffen waren die Regionen südlich einer Linie Rhone-Rhein, also vor allem das Wallis, das Tessin und Graubünden. In Graubünden und im Engadin wurde von Januar bis März gebietsweise sechs Wochen lang vor erheblicher Lawinengefahr (Stufe 3) gewarnt.
Der ungünstige Schneedeckenaufbau führte zu überdurchschnittlich vielen Lawinen mit erfassten Personen. Trotzdem lag die Anzahl der Todesopfer per Ende März mit 15 Personen im Durchschnitt.
Alle Details dazu gibt’s im Winterrückblick auf der SLF-Website: https://www.slf.ch/de/lawinenbulletin-und-schneesituation/winterberichte/winterrueckblick-202526/
📷 M. Senn (1) / B. Richter (2) / SLF (3; Verlauf der täglichen relativen Schneehöhen vom 1. Dezember 2025 bis 30. März 2026, jeweils im Vergleich zum langjährigen Mittel)