22/07/2026
Behind the Tracks: Wie die Bahn ihre Oberleitungsanlagen baut ⚡
Bevor die ersten Züge über die Neubaustrecken rollen können, entsteht über den Gleisen ihre künftige Energieversorgung: die Oberleitungsanlage. Dafür werden Masten, Ausleger, Tragseil, Fahrdraht und Kettenwerkshänger montiert und präzise an der Gleislage ausgerichtet.
Doch wie kommt der Strom eigentlich zum Zug? Beim Fahren drückt der Stromabnehmer auf dem Dach des Zuges gegen den Fahrdraht. Damit das auch langfristig zuverlässig funktioniert, wird der Fahrdraht im „ZickZack“ über dem Gleis geführt. Dies sorgt dafür, dass der Fahrdraht zwischen zwei Oberleitungsmasten von der einen zur anderen Seite des Stromabnehmers wandert. So wird sichergestellt, dass der Stromabnehmer gleichmäßig abgenutzt wird. Besonders gut beobachten lässt sich dieses Phänomen von Brücken.
⚠️ Sicherheit geht dabei immer vor: Oberleitungen stehen dauerhaft unter Hochspannung mit 15.000 Volt. Deshalb gilt an Bahnanlagen stets Abstand halten und niemals unbefugt betreten. Schon ein Abstand von weniger als 1,5 Metern kann lebensgefährlich sein.
Fotos: DB AG