14/04/2026
Zwischen Repressalien, Handwerks-Familienbetrieb und Wende-Veränderungen
Welche Entscheidungen prägen ein Leben, und was bleibt davon bis heute? Im FUNKE-Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ spricht ZDH-Präsident Jörg Dittrich mit Julia Emmrich und Jochen Gaugele über seine Jugend in der DDR, über die Erfahrungen im DDR-Wirtschaftssystem und die Schwierigkeiten eines familieneigenen Handwerksbetriebes, über all die Veränderungen, die die Wendezeit mit sich brachte, und darüber, wie diese Zeit seine Haltung zu Freiheit, Demokratie, Wandel und Veränderungsmut bis heute prägt.
Ein Moment aus dem Gespräch führt besonders nah an die damalige Lebensrealität heran, wenn Jörg Dittrich seinen damaligen Gemütszustand beschreibt: „Die Angst war so tief, dass ich meine Eltern damit nicht belasten wollte“, dass er sich mit dem Gedanken trug, die DDR und damit auch den seit 1905 bestehenden Familienbetrieb zu verlassen.
Als Sohn eines selbstständigen Handwerksmeisters wächst er in einem System auf, das Unternehmertum mit Argwohn begegnet. Repressalien gegen seine Familie und den Betrieb gehören ebenso zu seinen Erfahrungen wie die frühe Verantwortung, weitreichende Entscheidungen treffen zu müssen. Auch der Gedanke, in den Westen zu gehen, steht im Raum. Dittrich bleibt. Er erlebt den Mauerfall im Kreis seiner Familie und beschreibt die Nachwendezeit heute als einen der glücklichsten Abschnitte seines Lebens.
Im Gespräch wird sichtbar, wie eng persönliche Lebenswege und gesellschaftliche Umbrüche miteinander verwoben sind, und wie stark diese Erfahrungen bis heute Dittrichs Blick auf das Handwerk, die soziale Marktwirtschaft, auf Demokratie und Freiheit, Eigenverantwortung und Führung prägen.
Hier geht es zur aktuellen Folge des FUNKE-Podcasts „Meine schwerste Entscheidung“ mit Handwerkspräsident Jörg Dittrich: https://www.zdh.de/presse/veroeffentlichungen/interviews-und-statements/dittrich-zu-ddr-wirtschaftssystem-wende-seinem-weg-im-handwerk/