Oliver Brunn Mittelstandsberatung

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INSIDE BRANCHEN | Was kostet ein Mitarbeiter wirklich?Personalkosten gelten im deutschen Mittelstand häufig als einer de...
30/08/2026

INSIDE BRANCHEN | Was kostet ein Mitarbeiter wirklich?

Personalkosten gelten im deutschen Mittelstand häufig als einer der größten Kostenblöcke.

Ein Blick auf einige der weltweit erfolgreichsten Unternehmen zeigt allerdings eine andere Dimension von Produktivität.

2025 erwirtschaftete beispielsweise:

NVIDIA rund 3,6 Mio. US-Dollar Umsatz je Mitarbeiter.

Netflix rund 2,8 Mio. US-Dollar.

Meta rund 2,5 Mio. US-Dollar.

Alphabet rund 2,1 Mio. US-Dollar.

Booking Holdings rund 1,1 Mio. US-Dollar.

Mastercard rund 0,8 Mio. US-Dollar.

Adobe rund 0,8 Mio. US-Dollar.

Die Größenordnungen sind bemerkenswert.

Aber Vorsicht: Umsatz je Mitarbeiter ist nicht dasselbe wie Personalkostenquote.

Gerade bei Technologieunternehmen werden Personalkosten auf unterschiedliche Funktionsbereiche verteilt. Zusätzlich spielen Aktienvergütungen eine erhebliche Rolle.

Alphabet verbuchte 2025 beispielsweise rund 27 Mrd. US-Dollar aktienbasierte Vergütung, Meta mehr als 20 Mrd. US-Dollar und Adobe knapp 2 Mrd. US-Dollar. (SEC)

Die eigentliche unternehmerische Frage lautet deshalb nicht:

„Wie niedrig sind meine Personalkosten?“

Sondern:

„Wie viel Umsatz und Wertschöpfung erzeugt jeder eingesetzte Mitarbeiter?“

Genau hier verändert KI gerade die Spielregeln.

Wenn ein Unternehmen durch Digitalisierung und KI seinen Umsatz steigern kann, ohne die Mitarbeiterzahl proportional zu erhöhen, sinkt die Personalintensität des Geschäftsmodells.

Das ist für den Mittelstand möglicherweise eine der interessantesten wirtschaftlichen Kennzahlen der kommenden Jahre.

Nicht weniger Mitarbeiter sind das Ziel.

Mehr Wertschöpfung pro Mitarbeiter ist das Ziel.

INSIDE BRANCHEN | Schönheit als resilienter WachstumsmarktWer glaubt, Beauty sei vor allem ein Geschäft mit Cremes und L...
29/08/2026

INSIDE BRANCHEN | Schönheit als resilienter Wachstumsmarkt

Wer glaubt, Beauty sei vor allem ein Geschäft mit Cremes und Lippenstiften, unterschätzt einen der interessantesten Konsummärkte der kommenden Jahre.

Der globale Beauty-Markt soll laut aktueller McKinsey-Prognose bis 2030 mit rund 5 % jährlich auf etwa 590 Mrd. US-Dollar wachsen. Hautpflege bleibt das größte Segment, während Düfte inzwischen Make-up als drittgrößte Kategorie überholen. (McKinsey & Company⁠)

Noch spannender ist jedoch die Veränderung des Geschäftsmodells:

Vom Produkt zum Erlebnis.
Vom Laden zum Algorithmus.
Von Schönheit zu Gesundheit und Wellness.

E-Commerce erreicht bereits rund 28 % Anteil am weltweiten Beauty-Umsatz und wird voraussichtlich den größten Teil des künftigen Wachstums liefern. Gleichzeitig verändern TikTok, Creator und Social Commerce die Art, wie Produkte entdeckt und gekauft werden. Die Beauty-Umsätze auf TikTok sind seit 2023 laut McKinsey jährlich um rund 260 % gestiegen. (McKinsey & Company⁠)

Auch der Gesundheitstrend wirkt unmittelbar in die Branche hinein. GLP-1-Therapien verändern nicht nur den Gewichtsmarkt, sondern erzeugen zusätzliche Nachfrage nach ästhetischen Behandlungen und Produkten. (McKinsey & Company⁠)

Meine Sicht als deutscher Mittelständler:
Die eigentliche Wachstumsstory liegt nicht darin, immer teurere Produkte zu verkaufen. Sie liegt darin, relevante Bedürfnisse besser zu verstehen und digital dort präsent zu sein, wo die Kaufentscheidung entsteht.

Für Unternehmen bedeutet das: Marke, Produktqualität, Daten, Social Media und Kundenerlebnis müssen zunehmend zusammen gedacht werden.

Beauty zeigt damit exemplarisch, was in vielen Branchen passiert:

Der Wettbewerb findet nicht mehr nur um das beste Produkt statt – sondern um die Aufmerksamkeit und das Vertrauen des Kunden.

Inside Märkte: KI wird billiger – und damit gefährlicherDer nächste KI-Schock kommt aus China.Mit Modellen wie Kimi K3, ...
22/08/2026

Inside Märkte: KI wird billiger – und damit gefährlicher

Der nächste KI-Schock kommt aus China.

Mit Modellen wie Kimi K3, DeepSeek und GLM zeigt China, dass hohe KI-Leistung nicht zwingend gigantische Investitionen in Rechenzentren und Chips voraussetzt. Open-Weight-Modelle und deutlich niedrigere Kosten erhöhen zusätzlich den Wettbewerbsdruck.

Für die großen US-Tech-Konzerne ist das ein Problem: Milliardeninvestitionen müssen sich rechnen, während KI-Leistung gleichzeitig zur Commodity werden könnte.

Für den deutschen Mittelstand sehe ich darin allerdings vor allem eine Chance.

Denn wenn KI günstiger wird, wird sie nicht weniger genutzt – sondern wahrscheinlich wesentlich häufiger.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr:

„Welches KI-Modell ist das beste?“

Sondern:

„Wo können wir mit KI unsere Wertschöpfung schneller, günstiger und besser organisieren?“

Vertrieb, Kundenservice, Marketing, Dokumentation, Wissensmanagement oder interne Prozesse – gerade hier kann KI zum Produktivitätshebel werden.

Mein Fazit:

Der Gewinner des KI-Wettlaufs muss nicht derjenige mit dem größten Rechenzentrum sein. Es könnte derjenige sein, der KI am konsequentesten in sein Geschäftsmodell integriert.

Kernfusion: Wenn aus Science-Fiction ein Geschäftsmodell wirdInside | Ein Blick auf eine Technologie, die gerade vom For...
15/08/2026

Kernfusion: Wenn aus Science-Fiction ein Geschäftsmodell wird

Inside | Ein Blick auf eine Technologie, die gerade vom Forschungsprojekt zum industriellen Zukunftsmarkt wird.

Kernfusion galt jahrzehntelang als Versprechen für „in 30 Jahren“. Jetzt scheint sich diese Fusionskonstante tatsächlich zu verkürzen.

Das private Investitionsvolumen in Fusionsunternehmen hat sich innerhalb von nur sechs Jahren mehr als versiebenfacht und inzwischen 14,2 Mrd. US-Dollar erreicht. Allein im vergangenen Jahr flossen rund 4,5 Mrd. US-Dollar privates Kapital in die Branche.

Bemerkenswert ist dabei nicht nur die Summe, sondern wer investiert: Google, RWE, Bill Gates, George Soros, Eni und Equinor gehören zu den strategischen bzw. institutionellen Kapitalgebern.

Und Deutschland spielt dabei eine durchaus relevante Rolle.

Proxima Fusion aus München hat gerade 411 Mio. Euro in einer Finanzierungsrunde eingesammelt und wird mit rund 2,4 Mrd. Euro bewertet. RWE und Google sind als strategische Investoren beteiligt.

Focused Energy konnte zuvor 240 Mio. US-Dollar einwerben. Auch hier ist RWE beteiligt.

Dazu kommen mit Marvel Fusion und Gauss Fusion weitere deutsche Unternehmen, die unterschiedliche technologische Ansätze verfolgen.

Was mich daran besonders interessiert, ist weniger die physikalische Faszination als die wirtschaftliche Entwicklung dahinter:

Hier entsteht gerade ein Markt, in dem wissenschaftliche Exzellenz, privates Kapital, industrielle Fertigung und strategische Energiepolitik zusammenkommen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr nur:

„Kann Kernfusion funktionieren?“

Sondern zunehmend:

„Wer schafft es, Kernfusion wirtschaftlich skalierbar zu machen?“

Commonwealth Fusion Systems will bereits in den frühen 2030er-Jahren ein Fusionskraftwerk mit rund 400 MW elektrischer Leistung betreiben. Google hat dafür bereits einen Stromabnahmevertrag über die Hälfte der geplanten Produktion abgeschlossen.

Das zeigt: Investoren finanzieren hier nicht mehr ausschließlich Forschung. Sie finanzieren zunehmend zukünftige industrielle Wertschöpfungsketten.

Für den deutschen Mittelstand ist genau dieser Punkt interessant.

Denn wenn Kernfusion tatsächlich den Sprung zur kommerziellen Energieerzeugung schafft, entstehen nicht nur neue Kraftwerke. Es entstehen Nachfrage und Märkte für Spezialmaschinenbau, Werkstoffe, Supraleiter, Präzisionstechnik, Kryotechnik, Elektronik, Automatisierung, Software und industrielle Dienstleistungen.

Die eigentliche Chance liegt damit möglicherweise nicht nur bei den Fusionsunternehmen selbst, sondern bei den zahlreichen Zulieferern und Technologiepartnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Mein Inside-Fazit:
Die Kernfusion ist noch lange kein fertiges Geschäftsmodell. Aber das Kapital beginnt, sie wie eines zu behandeln.

Und genau an diesem Punkt sollte der Mittelstand hinschauen: Nicht erst dann, wenn ein Zukunftsmarkt etabliert ist, sondern wenn die industrielle Wertschöpfungskette gerade entsteht.

Inside Mittelstand | Warum Rabatte dreifach kostenViele mittelständische Unternehmen stehen derzeit vor derselben Frage:...
30/07/2026

Inside Mittelstand | Warum Rabatte dreifach kosten

Viele mittelständische Unternehmen stehen derzeit vor derselben Frage: Wie gewinnen wir mehr Aufträge? Die erste Antwort lautet oft: Rabatte.

Doch genau hier beginnt häufig ein schleichendes Problem.

Aktuelle Entwicklungen bei internationalen Marken wie Nestlé, Lindt oder der Swatch Group zeigen ein interessantes Muster: Statt dauerhaft über den Preis zu verkaufen, investieren sie wieder gezielt in Markenstärke, Sichtbarkeit und Kundenbindung. Der Grund ist nachvollziehbar – Rabatte lösen selten das eigentliche Problem.

Marketingexperten sprechen sogar von den dreifachen Kosten eines Rabatts:

• Die Marge sinkt.
• Die Wertigkeit des Angebots leidet.
• Kunden gewöhnen sich daran, auf die nächste Preisaktion zu warten.

Diese Erkenntnis lässt sich unmittelbar auf den deutschen Mittelstand übertragen.

Gerade inhabergeführte Unternehmen verfügen oft über hervorragende Produkte, langjährige Erfahrung und hohe Qualität. Trotzdem wird viel zu wenig in die eigene Wahrnehmung investiert. Die Folge: Der Preis wird zum wichtigsten Entscheidungskriterium – obwohl eigentlich Kompetenz, Verlässlichkeit und Service den Unterschied ausmachen.

Erfolgreiche Mittelständler investieren deshalb kontinuierlich in ihre Marke: in authentische Kommunikation, persönliche Netzwerke, Referenzen, Fachwissen, Mitarbeitende als Markenbotschafter und eine konsequente Präsenz auf digitalen Kanälen. Moderne KI-gestützte Marketinginstrumente ermöglichen heute zudem eine deutlich präzisere Ansprache potenzieller Kunden als noch vor wenigen Jahren.

Eine bekannte Empfehlung der Marketingforscher Les Binet und Peter Field lautet, rund 60 % des Marketingbudgets in den langfristigen Markenaufbau und 40 % in kurzfristige Vertriebsmaßnahmen zu investieren. Wer ausschließlich auf kurzfristige Verkaufsaktionen setzt, erzielt oft schnelle Effekte – baut aber selten nachhaltiges Wachstum auf.

Mein Fazit:

Der günstigste Anbieter gewinnt nicht dauerhaft den Markt. Langfristig setzen sich Unternehmen durch, die Vertrauen schaffen, Kompetenz sichtbar machen und einen klaren Mehrwert vermitteln.

Marke schlägt Rabatt – nicht morgen, sondern über Jahre hinweg.

INSIDE REISEBRANCHEWarum Reisen zunehmend das neue Luxusprodukt wird – und was der deutsche Mittelstand daraus lernen ka...
12/07/2026

INSIDE REISEBRANCHE

Warum Reisen zunehmend das neue Luxusprodukt wird – und was der deutsche Mittelstand daraus lernen kann.

Lange galt im Premiumsegment: Wer Erfolg zeigen wollte, kaufte eine Uhr, eine Handtasche oder ein exklusives Auto. Heute verschieben sich die Prioritäten. Immer mehr Menschen investieren bewusst in Erinnerungen statt in Besitz.

Internationale Studien zeigen, dass insbesondere jüngere Zielgruppen außergewöhnliche Erlebnisse höher bewerten als klassische Statussymbole. Reisen, besondere Hotels, individuelle Begegnungen und persönliche Geschichten schaffen eine emotionale Bindung, die viele Produkte allein nicht mehr erreichen.

Für den deutschen Mittelstand steckt darin eine wichtige Erkenntnis.

Der Wettbewerb findet längst nicht mehr ausschließlich über Preis, Qualität oder Produktmerkmale statt. Entscheidend wird die Frage: Welches Erlebnis verbinden Kunden mit Ihrem Unternehmen?

Das betrifft nahezu jede Branche:

• Ein Hotel verkauft keine Übernachtung, sondern Erinnerungen.
• Ein Restaurant verkauft keine Speisen, sondern gemeinsame Momente.
• Ein Maschinenbauer verkauft nicht nur Technik, sondern Sicherheit, Partnerschaft und Vertrauen.
• Ein Immobilienmakler verkauft nicht nur Quadratmeter, sondern Zukunft.
• Eine Unternehmensberatung verkauft nicht nur Wissen, sondern Orientierung und unternehmerische Entwicklung.

Internationale Luxusmarken investieren deshalb massiv in Erlebniswelten, exklusive Veranstaltungen, persönliche Betreuung und emotionale Kundenreisen. Sie wissen: Menschen erinnern sich selten an Produktdetails – aber sehr lange daran, wie sie sich gefühlt haben.

Gerade mittelständische Unternehmen besitzen hier einen oft unterschätzten Wettbewerbsvorteil. Persönliche Nähe, Inhaberführung, regionale Verwurzelung und echte Beziehungen lassen sich nicht kopieren.

Wer diese Stärken bewusst inszeniert, schafft Differenzierung – unabhängig von Unternehmensgröße oder Marketingbudget.

Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr:
Was verkaufen wir?

Sondern:
Welche Geschichte, welches Gefühl und welches Erlebnis nehmen unsere Kunden mit nach Hause?

Denn genau dort entsteht heute Markenbindung.

INSIDE | Vom Börsenhype zur echten WertschöpfungVor rund 15 Jahren galt der 3D-Druck als die nächste industrielle Revolu...
26/06/2026

INSIDE | Vom Börsenhype zur echten Wertschöpfung

Vor rund 15 Jahren galt der 3D-Druck als die nächste industrielle Revolution. Die Börsen überschlugen sich, Bewertungen explodierten – und viele Erwartungen platzten ebenso schnell wieder.

Heute spricht kaum noch jemand über den Hype. Dafür nutzen erfolgreiche Unternehmen die Technologie ganz selbstverständlich dort, wo sie echten Mehrwert schafft.

Das ist eine wichtige Erkenntnis – gerade für den deutschen Mittelstand.

Innovation entsteht selten durch den lautesten Trend. Sie entsteht, wenn Unternehmen Technologien gezielt einsetzen, um konkrete Probleme zu lösen.

Der 3D-Druck zeigt genau das:
• Ersatzteile können kurzfristig gefertigt werden, statt wochenlang auf Lieferungen zu warten.
• Komplexe Bauteile entstehen in einem Stück statt aus zahlreichen Einzelkomponenten.
• Materialverbrauch, Montageaufwand und Entwicklungszeiten sinken erheblich.
• Prototypen gelangen deutlich schneller in die Praxis.

Die eigentliche Lehre lautet deshalb nicht: “Jedes Unternehmen braucht einen 3D-Drucker.”

Sondern:

Wer technologische Entwicklungen erst dann ernst nimmt, wenn sie Mainstream sind, verliert oft wertvolle Zeit. Wer jeden Hype mitmacht, verliert häufig Geld. Erfolgreiche Unternehmer unterscheiden zwischen Trend und nachhaltigem Wettbewerbsvorteil.

Innovation ist kein Selbstzweck. Sie muss sich in Produktivität, Qualität oder Geschwindigkeit auszahlen.

Das ist der Unterschied zwischen einer spannenden Technologie und einer besseren Unternehmensstrategie.

🚀 Die nächste KI-Revolution kommt nicht nur von Nvidia.Während die Öffentlichkeit auf immer leistungsfähigere KI-Modelle...
21/06/2026

🚀 Die nächste KI-Revolution kommt nicht nur von Nvidia.

Während die Öffentlichkeit auf immer leistungsfähigere KI-Modelle blickt, findet im Hintergrund ein Wettlauf statt, der für die Zukunft der Industrie mindestens genauso wichtig ist: Amazon, Google, Microsoft und Meta entwickeln zunehmend eigene KI-Chips, um sich von Nvidia unabhängiger zu machen.

Amazon setzt dabei auf seine Trainium-Chips, Google auf die TPU-Architektur. Diese sogenannten ASICs (Application Specific Integrated Circuits) sind speziell für bestimmte KI-Aufgaben entwickelt und bieten teilweise deutliche Kosten- und Effizienzvorteile gegenüber universellen KI-Beschleunigern.

Die Entwicklung erinnert an einen bekannten Strategiewechsel von Apple: Wer die Schlüsseltechnologie selbst kontrolliert, gewinnt langfristig Margen, Geschwindigkeit und Unabhängigkeit.

📍 Besonders bemerkenswert: Das neue Zentrum dieser Entwicklung liegt nicht im Silicon Valley, sondern in Austin, Texas. Die Region “Silicon Hills” entwickelt sich zu einem der wichtigsten Halbleiterstandorte der USA. Hier arbeiten Amazon, AMD, NXP, Samsung, Tesla und zahlreiche Zulieferer an der nächsten Generation von KI-Infrastruktur.

Was bedeutet das für den deutschen Mittelstand?

Viele deutsche Unternehmen betrachten KI noch immer primär als Software-Thema. Tatsächlich entsteht der eigentliche Wettbewerbsvorteil jedoch zunehmend in der Hardware und Infrastruktur.

Deutschland verfügt mit Unternehmen wie Infineon, Bosch, Carl Zeiss SMT, Trumpf, Süss MicroTec, PVA TePla oder Aixtron über weltweit führende Kompetenzen entlang der Halbleiter-Wertschöpfungskette. Gerade diese oft weniger beachteten Mittelständler liefern die Technologien, ohne die moderne Chipfertigung gar nicht möglich wäre.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur:

➡️ Wer entwickelt die beste KI?

Sondern auch:

➡️ Wer liefert die Chips, Maschinen, Materialien und Fertigungstechnologien, auf denen diese KI überhaupt laufen kann?

Während die Hyperscaler um die Vorherrschaft bei KI-Modellen kämpfen, entsteht im Hintergrund ein zweites Wettrennen um Rechenleistung, Energieeffizienz und Chipproduktion.

Für Investoren und Unternehmer lohnt sich der Blick auf beide Ebenen.

 Das Zementwerk der Zukunft steht nicht vor einem Technologieproblem – sondern vor einem Umsetzungsproblem.Das Vorzeigep...
13/06/2026



Das Zementwerk der Zukunft steht nicht vor einem Technologieproblem – sondern vor einem Umsetzungsproblem.

Das Vorzeigeprojekt von Heidelberg Materials in Norwegen zeigt, wie schwierig es ist, Innovationen aus dem Labor in den industriellen Dauerbetrieb zu überführen. Die Technologie zur CO₂-Abscheidung funktioniert grundsätzlich. Die eigentliche Herausforderung liegt in Skalierung, Verfügbarkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Für Führungskräfte steckt darin eine wichtige Erkenntnis:

Strategien scheitern selten an PowerPoint-Folien. Sie scheitern an der operativen Umsetzung.

Gerade bei Transformationsprojekten werden Ziele häufig schneller kommuniziert als Prozesse stabilisiert. Der Kapitalmarkt honoriert jedoch nicht die Ankündigung, sondern das Ergebnis.

Brevik erinnert daran, dass nachhaltige Wettbewerbsvorteile dort entstehen, wo Innovation und operative Exzellenz zusammenkommen.

Die Dekarbonisierung der Industrie bleibt alternativlos. Aber zwischen Vision und Wertschöpfung liegt die oft unterschätzte Disziplin der Umsetzung.

𝗜𝗡𝗦𝗜𝗗𝗘: 𝗗𝗶𝗲 𝗮𝗻𝗯𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗥𝗼𝗯𝗼𝘁𝗲𝗿𝗿𝗲𝘃𝗼𝗹𝘂𝘁𝗶𝗼𝗻Während viele Unternehmen noch über KI im Büro diskutieren, beginnt bereits die...
04/06/2026

𝗜𝗡𝗦𝗜𝗗𝗘: 𝗗𝗶𝗲 𝗮𝗻𝗯𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗥𝗼𝗯𝗼𝘁𝗲𝗿𝗿𝗲𝘃𝗼𝗹𝘂𝘁𝗶𝗼𝗻

Während viele Unternehmen noch über KI im Büro diskutieren, beginnt bereits die nächste Entwicklungsstufe: KI bekommt einen Körper.

Auf dem Robotics Summit in Boston wurde deutlich, wie schnell die Entwicklung voranschreitet. Humanoide Roboter von Unternehmen wie Tesla, Boston Dynamics, Figure AI oder Agility Robotics verlassen zunehmend die Testlabore und werden in Fabriken, Logistikzentren und Produktionsbetrieben eingesetzt.

Besonders bemerkenswert: Die eigentliche Innovation liegt nicht mehr allein in der Mechanik, sondern in der Verbindung von Robotik und Künstlicher Intelligenz.

Moderne KI-Modelle ermöglichen Robotern, ihre Umgebung zu verstehen, Anweisungen in natürlicher Sprache zu verarbeiten und eigenständig auf neue Situationen zu reagieren. Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction klang, wird Schritt für Schritt wirtschaftliche Realität.

Dennoch lohnt ein nüchterner Blick:

🔹 Die meisten Roboter beherrschen heute nur klar definierte Aufgaben.
🔹 Die Interaktion mit Menschen bleibt eine große technische Herausforderung.
🔹 Für den breiten Einsatz im Alltag fehlen noch Zuverlässigkeit und Praxiserfahrung.

Trotzdem sollten Unternehmer die Entwicklung aufmerksam verfolgen.

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Roboter künftig Arbeitsplätze verändern werden.

Die entscheidende Frage lautet, welche Unternehmen frühzeitig lernen, diese Technologie produktiv einzusetzen.

Meine Beobachtung:

Wer die KI-Revolution für einen kurzfristigen Hype hält, unterschätzt möglicherweise die Geschwindigkeit technologischer Veränderungen. Die Kombination aus KI, Robotik und sinkenden Hardwarekosten könnte in den kommenden Jahren ähnliche Auswirkungen haben wie das Internet oder das Smartphone.

Daten waren das neue Öl.

Künftig könnten Daten und physische Automatisierung die neue industrielle Infrastruktur werden.

Adresse

Neue Strasse 6
Aschersleben
06449

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