05/12/2025
Kälteschutzmatten, oft auch als
Thermomatten bezeichnet, sind ein wesentlicher Bestandteil beim Betonieren unter kalten Bedingungen, insbesondere bei Lufttemperaturen unter +5 °C. Ihre Hauptfunktion ist es, den jungen Beton vor Frostschäden zu schützen und eine ordnungsgemäße Hydratation (Erhärtung) zu gewährleisten.
Zweck und Funktion
Der Hauptzweck von Kälteschutzmatten ist die Isolierung des frischen Betons:
Wärmespeicherung: Während des Aushärtungsprozesses (Hydratation) entwickelt der Beton Wärme. Die Matten helfen, diese Wärme im Bauteil zu halten, sodass der Erhärtungsprozess nicht zum Erliegen kommt.
Frostschutz: Gefriert das im jungen Beton enthaltene Wasser, bevor dieser eine ausreichende Festigkeit (mindestens 5 N/mm²) erreicht hat, wird das Gefüge des Betons irreparabel geschädigt, was zu Rissbildung und geringerer Endfestigkeit führt.
Feuchtigkeitskonservierung: Die Matten, oft in Verbindung mit einer dampfdichten Folie, verhindern eine zu schnelle Verdunstung des Wassers aus der Betonoberfläche. Dies ist besonders bei kalter, trockener Luft wichtig, um Risse durch Austrocknung zu vermeiden.
Anwendung beim Verlegen
Beim Betonieren im Winter oder bei kühler Witterung sind folgende Maßnahmen im Zusammenhang mit Kälteschutzmatten zu beachten:
Vorbereitung: Die Schalung und Bewehrung müssen vor dem Einbau frei von Eis und Schnee sein. Es darf nicht auf gefrorenen Baugrund betoniert werden.
Zügiger Einbau: Der Beton muss schnell eingebracht und verdichtet werden, um ein Auskühlen zu minimieren.
Unverzügliches Abdecken: Unmittelbar nach dem Einbringen und Glätten muss der Beton mit den Kälteschutz- oder Thermomatten abgedeckt werden, um den Wärmeentzug zu verhindern.
Kombination mit Folie: Um Feuchtigkeitsverlust zu vermeiden, kann zusätzlich eine Kunststofffolie (mindestens 0,2 mm Stärke) unter oder über der Thermomatte verwendet werden, um Zugluft zwischen Betonoberfläche und Abdeckung zu verhindern.
Temperaturüberwachung: Die Frischbetontemperatur sollte idealerweise mindestens +5 °C betragen. Bei dauerhaft tiefen Außentemperaturen (unter -3 °C) muss die Temperatur des Betons für mindestens drei Tage auf über +10 °C gehalten werden, eventuell durch beheizte Matten oder Einhausungen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Kälteschutzmatten eine wirksame Methode sind, um die Qualität und Langlebigkeit von Betonbauteilen zu sichern, wenn die Witterungsbedingungen eine Herausforderung darstellen. Die genauen Anforderungen richten sich nach den geltenden Normen und Merkblättern, wie dem DBV-Merkblatt „Betonieren im Winter“