10/07/2026
🚧 eines Einfamilienhauses mit ERKA Pfahl
Bei der Haussenkung in hat ERKA Pfahl ein zu hoch geratenes innerhalb von drei Tagen kontrolliert um rund 87,5 cm abgesenkt – ohne Abriss, ohne Neubau, aber mit einer Menge Spezialtiefbau-Know-how.
👉 https://www.erkapfahl.de/absenkung-eines-einfamilienhauses-mit-erka-pfahl/
▶️ Spezieller Einzelfall: wenn der Keller „zu hoch“ ist
Der Keller des Einfamilienhauses war baurechtlich schlicht zu hoch errichtet worden, sodass Abriss und Neubau ernsthaft im Raum standen. Stattdessen suchte der Bauherr nach einer Lösung, das bestehende Gebäude im Bestand zu halten – inklusive aller statischen und rechtlichen Anforderungen. Die Frage an ERKA Pfahl lautete daher sinngemäß: „Können Sie auch ganze Häuser absenken?“
Im Spezialtiefbau ist eine geplante Haussenkung ein Einzelfall, der weit über klassische Nachgründungen hinausgeht und eine individuelle ingenieurtechnische Lösung erfordert.
▶️ Ingenieurkonzept: Absenken über 31 hydraulische Stützpunkte
Die Ingenieure entwickelten ein Konzept, bei dem die Kellerdecke über 31 definierte Punkte hydraulisch abgestützt und kontrolliert abgesenkt wird. Unter dem Gebäude wurden dazu 90 cm hohe Stapel aus insgesamt etwa 2.500 druckfesten Kunststoff-Distanzplatten angeordnet, auf denen das Haus zunächst im Ursprungszustand „aufgelagert“ wurde. Diese Distanzplatten fungierten als passive Sicherheit: Im worst case hätte sich das Gebäude nur um etwa 1 cm auf die Platten absenken können, falls ein technisches Versagen aufgetreten wäre.
Die eigentliche Absenkung erfolgt über eine computergesteuerte Hydraulikanlage mit 31 Hydraulikzylindern, die über drei Verteilerblöcke präzise angesteuert werden. Dabei wurden rund 12,5 t Material bewegt, etwa 1.000 m Hydraulikschlauch und 400 m Kabel verlegt, um die Last von rund 310 t sicher aufzunehmen und gleichmäßig zu verteilen.
▶️ Bauablauf: entkernen, trennen, senken
Vor Beginn der eigentlichen Haussenkung musste das Gebäude weitgehend entkernt werden: Fußbodenaufbau, abgehängte Decken, Installationen, Leitungen sowie die Treppe wurden zurückgebaut. Anschließend wurden im Oktober 2023 horizontale Trennschnitte in sämtliche Wände eingebracht, um einen geschlossenen Schneidspalt zwischen Keller und aufgehenden Wänden herzustellen. In diesen Spalt wurden die Distanzplatten eingebaut und verkeilt – quasi als temporäre, kontrollierte „Notauflager“.
Nach dem Aufbau und der Inbetriebnahme der Hydraulikanlage konnte die Absenkung starten: Über drei Tage wurde das Einfamilienhaus etappenweise um insgesamt 87,5 cm abgesenkt. Die letzten Zentimeter erfolgten unter engmaschiger Kontrolle – der finale Zentimeter wurde im Zeitraffer-Video sogar in Echtzeit gezeigt, inklusive der sichtbaren Erleichterung der Bauherrschaft.
▶️ Abschluss und Verantwortungsteilung
Nach Abschluss der Haussenkung lag das Gebäude auf dem geplanten Niveau, sodass die rechtlichen Vorgaben nun eingehalten werden konnten. Nun übernimmt wieder der Bauherr bzw. sein Ausbau-Team: Der Schneidspalt wird vermörtelt, verputzt und der Innenausbau (Fußböden, Decken, Installationen, Treppen) schrittweise erneuert. ERKA Pfahl übergibt ein geometrisch korrekt abgesenktes Bauwerk, der Bauherr sorgt für die optische und funktionale Wiederherstellung.
Für ERKA Pfahl ist diese Haussenkung ein Referenzprojekt, das zeigt, wie sich baurechtliche Probleme, Planungsfehler oder Nutzungsänderungen mit spezialtiefbaulichen Mitteln lösen lassen – ohne das Gebäude zu verlieren.
▶️ Welche Erfahrungen haben Sie in Ihren Projekten mit „unkonventionellen“ Spezialtiefbau-Lösungen gemacht, wenn klassische Standarddetails nicht mehr ausreichen?
Der Keller eines Einfamilienhaus in Berlin war zu hoch errichtet worden und es drohten baurechtliche Konsequenzen. Abriss und Neubau standen im Raum.