29/10/2026
𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽𝗮𝘀 𝗙𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗶𝘁 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘁 𝗠𝗲𝘁𝗮𝗹𝗹𝗲.
Panzer, die die ukrainische Freiheit verteidigen, brauchen ein aktuelles Lagebild. Auch Satellitenverbindungen helfen, Informationen an die Front zu bringen. Doch stellt euch vor: Plötzlich bleiben die Drohnenbilder aus. Die Verbindung zur Führung bricht ab. Wenn kein Ersatz greift, können lebenswichtige Warnungen zu spät kommen.
Die Ukraine will deshalb unabhängiger von Starlink werden. Eine geplante Technologiepartnerschaft mit den finnischen Unternehmen ICEYE und Nokia soll dazu beitragen. Noch ist das kein fertiger Ersatz. Aber die Richtung stimmt: eigene Alternativen aufbauen, statt dauerhaft auf fremde Infrastruktur angewiesen zu sein.
Und wie unabhängig ist Europa? Eine neue Studie des Vodafone Instituts und der Universität Bonn zeigt: Zwischen 2010 und 2023 wuchs Europas digitale Abhängigkeit, während China und die USA unabhängiger wurden. Das Problem reicht weit über Satellitenkommunikation hinaus.
Nicht nur bei Verteidigungstechnik, sondern auch bei Halbleitern und der Energieversorgung braucht Europa eigene Fähigkeiten. Dafür reichen Software, Ingenieure und Fabriken nicht. Es braucht Rohstoffe: Neodymoxid für Magnetwerkstoffe, Gallium für Verbindungshalbleiter und Germanium für Infrarotoptik.
Der Weg führt über verlässliche Partner, mehrere Bezugsquellen und Verarbeitungskapazitäten. Australien, Kanada und Brasilien kommen dafür infrage. Entscheidend sind berechenbare Rahmenbedingungen und belastbare Lieferbeziehungen. Unabhängigkeit bedeutet nicht, alles allein zu machen. Sie bedeutet, wählen zu können.
Ein konkreter Schritt ist die am 28. Oktober vereinbarte deutsch-japanische Rohstoffpartnerschaft. Gemeinsame Abnahmevereinbarungen und Ko-Finanzierungen sollen neue Rohstoffprojekte ermöglichen, auch in Drittstaaten.
Europas Freiheit entscheidet sich auch an Rohstoffen. Die Metalle, die Europa für seine Verteidigung, Kommunikation und Energieversorgung braucht, sind Freiheitsmetalle. Ohne sie bleibt technologische Souveränität ein politisches Versprechen.