11/03/2026
🔄 Noch nie war die Resonanz auf den Berliner Nachfolgetag so groß: Über 550 Anmeldungen sind ein klares Signal, welchen Stellenwert das Thema Unternehmensnachfolge für den Wirtschaftsstandort Berlin hat.
🤝 Der Nachfolgetag Berlin 2026 brachte Unternehmerinnen und Unternehmer, die eine Nachfolge suchen, mit Menschen zusammen, die ein bestehendes Unternehmen weiterführen und weiterentwickeln wollen – offen, gezielt und auf Augenhöhe.
Der Bedarf ist groß: Rund 30 Prozent der Berliner Unternehmensinhaber sind über 55 Jahre, und in fast jedem vierten Unternehmen steht in den kommenden fünf Jahren eine Nachfolge an. Gleichzeitig scheitern viele Übergaben daran, dass Betriebe und passende Nachfolgerinnen und Nachfolger nicht zusammenfinden.
💬 Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin:
„Früher oder später betrifft das Thema Nachfolge jede erfolgreiche Unternehmerin und jeden erfolgreichen Unternehmer – unabhängig von Branche, Alter, Größe oder Standort des Unternehmens. Es geht um den Erhalt von Wertschöpfung, um Arbeitsplätze und oft auch um die Fortsetzung eines Lebenswerks.“
Michael Biel, Staatssekretär für Wirtschaft, betonte, dass Unternehmensnachfolge ein anspruchsvoller und sensibler Prozess ist. Gute Beratung und Begleitung seien entscheidend, damit Betriebe erhalten bleiben und Arbeitsplätze gesichert werden. Damit solche Strukturen dauerhaft wirken können, brauche es verlässliche politische Unterstützung, deshalb wurde die Förderung auf 1 Million Euro im Jahr 2026 erhöht. Die Nachfolgezentrale Berlin müsse langfristig abgesichert werden – im kommenden Doppelhaushalt und im nächsten Koalitionsvertrag.
Berlin muss sich mit seiner Nachfolgezentrale nicht verstecken: Derzeit sind über 400 übergabewillige Unternehmen registriert sowie mehr als 1.400 potenzielle Übernehmerinnen und Übernehmer. Rund 150 Nachfolgeprozesse befinden sich aktuell im aktiven Matching.
Fotos: Konstantin Gastmann