Bioökonomie.de

Bioökonomie.de Netiquette

Wir freuen uns auf einen konstruktiven Austausch! Hierfür bitten wir aber darum, allgemeine Umgangsformen zu wahren. Vielen Dank!

bioökonomie.de ist die Informationsplattform zur Bioökonomie in Deutschland – eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) Kommentare oder Posts, deren Inhalt rechtswidrig, pornografisch, extremistisch, rassistisch, beleidigend, ruf- oder geschäftsschädigend ist oder zu einer Straftat auffordert, werden ohne Begründung gelöscht. Auch kommerzielle Inhalte wie Werbung werden entfernt. Das Moderationsteam von bioökonomie.de

Warum die „Spaßverderber“ am Ende den Unterschied machen! 🧪 🦠Wenn Bakterien interessante Stoffe herstellen, liegen sie l...
04/06/2026

Warum die „Spaßverderber“ am Ende den Unterschied machen! 🧪

🦠Wenn Bakterien interessante Stoffe herstellen, liegen sie leider nicht rein vor, sondern in komplexen Flüssigkeitsgemischen. Und irgendwie muss das Produkt da raus. Genau daran arbeitet Janik Hense an der RWTH Aachen.

⚗️Seine Arbeit nennt er mit einem Augenzwinkern die „Spaßverderber-Disziplin“. Weil sie oft entscheidet, ob ein Prozess am Ende wirklich funktioniert und man einen aufgereinigten und damit nutzbaren Wertstoff in der Hand hält.

💡Im Projekt GasValor arbeitet er in einem interdisziplinären Team daran, die biologische Umwandlung von Kohlenstoff-Gasen durch Mikroorganismen und die anschließende Aufarbeitung der Produkte von Anfang an zusammen zu denken. Dazu nutzt er unter anderem an der entwickelte elektrochemische Verfahren, die den pH-Wert auf clevere Art und Weise steuern und Salzabfälle vermeiden helfen.

👉 Wie das geht, erklärt Janik Hense im Interview auf bioökonomie.de: https://www.biooekonomie.de/akteure/interviews/unsere-aufarbeitung-bringt-mikrobielle-produkte-aus-co2-die-industrielle

🌱 Biomasse kann viel leisten: Sie kann fossile Rohstoffe ersetzen, Energie liefern, Chemieprozesse klimafreundlicher mac...
03/06/2026

🌱 Biomasse kann viel leisten: Sie kann fossile Rohstoffe ersetzen, Energie liefern, Chemieprozesse klimafreundlicher machen oder im Holzbau Kohlenstoff speichern. Doch sie ist keine unbegrenzt verfügbare Ressource.

Eine neue Modellstudie des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) zeigt, wo Biomasse bis 2050 besonders sinnvoll eingesetzt werden kann. Im Projekt SoBio2 haben Forschende untersucht, wie begrenzte Biomasse in Deutschland möglichst kosteneffizient zum Klimaschutz beitragen kann.

✈️🚢🏭 Das Ergebnis: Biomasse sollte vor allem dort genutzt werden, wo klimafreundliche Alternativen schwer verfügbar oder besonders teuer sind. Dazu zählen etwa der Flug- und Schiffsverkehr, Hochtemperaturprozesse in der Industrie, flexible Stromerzeugung mit Biogas sowie Teile der chemischen Industrie.

Auch für die Chemie kann Biomasse wichtig werden. Aus Holz, Stroh oder anderen pflanzlichen Reststoffen lassen sich beispielsweise Methanol oder Ethanol herstellen. Diese Zwischenprodukte können zu wichtigen Grundchemikalien für Kunststoffe, Fasern, Beschichtungen oder Lösungsmittel weiterverarbeitet werden.

Beim Holzbau zeigt die Studie ein differenziertes Bild. Holz kann zwar langfristig Kohlenstoff speichern. Größere Mengen würden im Modell aber nur dann in den Holzbau fließen, wenn zusätzliche Holzpotenziale erschlossen, mehr Holz importiert oder verbindliche Holzbauquoten eingeführt werden.

🌍 Die Studie verdeutlicht: Für eine klimaneutrale Bioökonomie reicht es nicht, Biomasse einfach möglichst breit einzusetzen. Entscheidend ist, sie gezielt dort zu nutzen, wo sie den größten Beitrag leisten kann. Gleichzeitig müssen Nachhaltigkeit, Flächennutzung, Biodiversität und Nutzungskonkurrenzen mitgedacht werden.



Link News Bioökonomie.de: https://biooekonomie.de/nachrichten/neues-aus-der-biooekonomie/projekt-sobio2-zeigt-prioritaeten-fuer-knappe-biomasse

03/06/2026

🪙 Gold aus Dreck machen...?

❌Die Challenge: Erkläre deine Forschung auf 3 Niveaus – erst einem Kind, dann einem erwachsenen Laien und zuletzt einem Profi. Aber das alles in insgesamt maximal 90 Sekunden…

🤩Ehsan Salehabadi, im Lindlich Lab an der Charité, hat die Herausforderung gemeistert - Glückwunsch! .s94

🥼Mehr vom Lindlich Lab, Klimarettern und weitere Herausforderern dieser Challenge liefen bereits in den letzten Wochen und folgen auch noch in den nächsten Wochen hier auf diesem Kanal. Also dranbleiben!

❌Das ist übrigens eine der .

02/06/2026

🌍🛟 Sie denken den Stoffwechsel neu: An der Charité Berlin ändert das LindlichLab den Stoffwechsel von Mikroorganismen gezielt. Denn sie wollen zur Weltrettung beitragen!

🧫Die Forschenden bringen E. coli - Bakterien bei, aus Abfallstoffen höherwertige Chemie-Grundbausteine zu produzieren, damit nicht immerzu Erdöl als Grundstoff dafür herhalten muss.

🗑️Vielen ist nämlich gar nicht bewusst, wie viele Verpackungen, Kunststoffe, Fasern, Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Baustoffe oder Alltagsgegenstände usw. alle auf Erdöl basieren. Sogar in Matratzen, Zahnbürsten und Bekleidungen stecken Derivate der fossilen Energieträger. Und landen solche Produkte auf dem Müll, werden sie meist verbrannt, was noch mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre pustet...

🧑‍🔬Die Forschenden im Lindlich Lab sind , denn sie denken den von Mikroorganismen neu im Auftrag der Bioökonomie:
Sie "zwingen" die E.coli-Bakterien mit der sogenannten wachstumsgekoppelten Bioproduktion (Growth-coupled Bioproduction) dazu, nur genau dann wachsen zu können, wenn sie auch gewünschte Chemiebausteine herstellen. So wollen sie neue Stoffströme für eine Kreislaufwirtschaft etablieren, um schließlich auch wirklich vom Erdöl wegkommen zu können.

👉Mehr Hintergrundwissen zum Metabolic Engineering und der Funktionsweise gibt's in den nächsten Tagen und Wochen auch in den aktuellen Beiträgen auf der Webseite von Bioökonomie.de sowie auf diesem Kanal.
Dies ist nur der Teaser. Link zum ganzen Film auf Youtube: https://f.mtr.cool/htgmcdsbxc



.s94 .cox.f

Aus Gülle, Gärresten und Abwasser können wertvolle Pflanzennährstoffe zurückgewonnen werden. ♻️ Fraunhofer IGB hat Verfa...
01/06/2026

Aus Gülle, Gärresten und Abwasser können wertvolle Pflanzennährstoffe zurückgewonnen werden. ♻️

Fraunhofer IGB hat Verfahren vorgestellt, mit denen Stickstoff und Phosphor aus regional verfügbaren Reststoffströmen zu direkt einsetzbaren Düngemitteln werden. Beim BioEcoSIM-Verfahren entstehen unter anderem Phosphatsalze und Ammoniumsulfat; die feste Fraktion kann zu Produkten weiterverarbeitet werden, die den Humusaufbau im Boden unterstützen. 🌱

Auch für Kläranlagen gibt es Ansätze: Die ePhos-Pilotanlage gewinnt Phosphor und Stickstoff als Struvit zurück. Eine Machbarkeitsstudie prüfte zudem, wie sich die Gülleaufarbeitung mit einer vorgeschalteten Biogasanlage in ein größeres Anlagenkonzept übertragen lässt.



Die Hintergründe gibt es auf Bioökonomie.de.

Link News Bioökonomie.de: https://biooekonomie.de/nachrichten/neues-aus-der-biooekonomie/naehrstoffe-aus-reststoffen-werden-zu-duenger
Link Quelle: https://www.igb.fraunhofer.de/de/presse-medien/presseinformationen/2026/duenger-aus-heimischen-ressourcen-anstatt-fossiler-energie.html

Das Glossarwort zum Sonntag:  Osmolarität bezeichnet die Konzentration osmotisch aktiver Teilchen in einer Lösung. Diese...
31/05/2026

Das Glossarwort zum Sonntag:

Osmolarität bezeichnet die Konzentration osmotisch aktiver Teilchen in einer Lösung. Diese Teilchen, etwa Ionen oder kleine Moleküle, erzeugen osmotischen Druck und beeinflussen dadurch die Bewegung von Wasser durch semipermeable Membranen. In biologischen Systemen ist die Osmolarität entscheidend für den Wasserhaushalt der Zellen, da sie beeinflusst, ob Wasser in die Zelle ein- oder aus ihr austritt. Eine stark veränderte Osmolarität kann Zellen belasten oder ihre Funktion einschränken.

Jeden Sonntag gibt es ein neues . Noch mehr Glossarwörter gibt es auf Bioökonomie.de

🧪 Die unsichtbare Herausforderung der Bioökonomie: Nicht allein die Herstellung entscheidet oft über den Erfolg eines Bi...
30/05/2026

🧪 Die unsichtbare Herausforderung der Bioökonomie: Nicht allein die Herstellung entscheidet oft über den Erfolg eines Bioprozesses, sondern die Frage, wie sich Produkte effizient wieder aus dem Gemisch herausholen lassen.

🦠Mikroorganismen können heute schon CO2 in chemische Grundstoffe umwandeln. Doch der schwierigste Schritt kommt oft erst danach. Denn viele biotechnologisch erzeugte Produkte liegen stark verdünnt in komplexen Flüssigkeitsgemischen vor. Genau ihre Aufarbeitung entscheidet darüber, ob ein Verfahren später wirtschaftlich und industriell nutzbar wird.

⚗️Im Projekt GasValor arbeiten Forschende der im deshalb nicht nur an der Gasfermentation von CO2 und anderen kohlenstoffhaltigen Gasen, sondern entwickeln gleichzeitig neue Verfahren zur effizienten Produkttrennung. Dazu gehört auch eine elektrochemische Technik, die den pH-Wert gezielt steuert und Salzabfälle reduziert.

🔬 Das Ziel ist eine neue Wertschöpfung aus Emissionen und ein Prozess, der Biologie und Verfahrenstechnik intelligent kombiniert.

👉 Jetzt mehr zum Projekt auf bioökonomie.de https://www.biooekonomie.de/foerderung/foerderbeispiele/neue-wertschoepfung-aus-abgasen-mit-bakterien-und-cleverer-aufarbeitung

29/05/2026

🌍🛟 An der Charité Berlin will ein dynamisches Forschungsteam die Welt retten, in dem es den Stoffwechsel von Mikroorganismen gezielt ändert. Das Lindlich Lab unter Dr. Steffen Lindner will (im übertragenen Sinn) Gold aus Dreck machen.

🧫Die Forschenden bringen Mikroorganismus bei, aus Abfallstoffen höherwertige Chemie-Grundbausteine zu produzieren, damit nicht immerzu Erdöl als Grundstoff dafür herhalten muss.

🗑️Vielen ist nämlich gar nicht bewusst, wie viele Verpackungen, Kunststoffe, Fasern, Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel, Baustoffe oder Alltagsgegenstände usw. alle auf Erdöl basieren. Sogar in Matratzen, Zahnbürsten und Bekleidungen stecken Derivate der fossilen Energieträger. Und landen solche Produkte auf dem Müll, werden sie meist verbrannt, was noch mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre pustet...

🧑‍🔬Die Forschenden im Lindlich Lab sind , denn sie denken den von Mikroorganismen neu im Auftrag der Bioökonomie:
Sie "zwingen" die E.coli-Bakterien mit der sogenannten wachstumsgekoppelten Bioproduktion (Growth-coupled Bioproduction) dazu, nur genau dann wachsen zu können, wenn sie auch gewünschte Chemiebausteine herstellen. So wollen sie neue Stoffströme für eine Kreislaufwirtschaft etablieren, um schließlich auch wirklich vom Erdöl wegkommen zu können.

👉Mehr Hintergrundwissen zum Metabolic Engineering und der Funktionsweise gibt's in den nächsten Tagen und Wochen auch in den aktuellen Beiträgen auf der Webseite von Bioökonomie.de sowie auf diesem Kanal.



Link zum Film: https://f.mtr.cool/jcdshzvryk

.s94 .cox.f

Bioabbaubare Samenhüllen für bessere Keimung? 🌱💧  Im Projekt SeedPlus haben Fraunhofer IMM, ICT und IME eine Saatgutbesc...
29/05/2026

Bioabbaubare Samenhüllen für bessere Keimung? 🌱💧

Im Projekt SeedPlus haben Fraunhofer IMM, ICT und IME eine Saatgutbeschichtung entwickelt, die Samen in der Keimphase mit Feuchtigkeit versorgt und Keimlinge vor Herbiziden schützen soll.

Die mehrschichtige Hülle besteht aus biobasierten Polymeren und porösen Materialien. Eine Schicht speichert Wasser und gibt es gezielt und gleichmäßig an den Keimling ab. Eine selektive Membran mit Adsorbern wie Aktivkohle bildet zugleich eine Barriere gegen schädliche Herbizide. 🧪

Tests im Gewächshaus und im Freiland mit Russischem Löwenzahn und Zuckerrübe zeigten höhere Keimungsraten; gegenüber unbehandeltem Saatgut stiegen sie um bis zu 58 Prozent. Außerdem prüften die Forschenden Lagerfähigkeit, Aussaattechnik, Abbaubarkeit und mögliche Umweltwirkungen.

Noch geht es um eine Technologie aus dem Forschungsprojekt. Bestätigt sich der Ansatz in weiteren Anwendungen, könnte er die Saatgutbehandlung ressourcenschonender machen und Pflanzen in trockenen Phasen besser unterstützen.

.imm .ime

Link News Bioökonomie.de: https://biooekonomie.de/nachrichten/neues-aus-der-biooekonomie/innovative-samenhuelle-kombiniert-wasserspeicher-und

Winzige Enzyme können heute direkt mit Elektrizität angetrieben werden. 😮Was früher nach Science-Fiction klang, wird jet...
28/05/2026

Winzige Enzyme können heute direkt mit Elektrizität angetrieben werden. 😮

Was früher nach Science-Fiction klang, wird jetzt Realität: Forschende können Enzyme – die winzigen „Maschinen“ der Natur – direkt mit Strom antreiben. ⚡🔬

Normalerweise arbeiten Enzyme in lebenden Zellen. Dort übernehmen sie hochpräzise chemische Reaktionen und beziehen ihre Energie aus speziellen Substanzen. Im Projekt eCO₂DIS bekommen sie ihre Energie jedoch direkt aus Strom! 🔌

So werden Enzyme zu elektrisch betriebenen Bausteinen einer neuen biotechnologischen, programmierbaren Plattform. Damit lässt sich CO₂ Schritt für Schritt in wertvolle Stoffe umwandeln – etwa für Medikamente, Kosmetik oder nachhaltige Materialien. 🌍

Möglich wird das, weil zwei Forschungswelten zusammenwachsen, die lange getrennt waren: Elektrochemie und Biokatalyse. Spezielle Materialien übertragen elektrische Energie direkt auf die Enzyme und sorgen gleichzeitig dafür, dass sie stabil und aktiv bleiben. 💡

👉 Mehr zum Trick und zum Projekt eCO₂DIS auf bioökonomie.de https://biooekonomie.de/foerderung/foerderbeispiele/mit-strom-und-design-enzymen-zu-hochwertigen-produkten-aus-co2

Adresse

Berlin

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Bioökonomie.de erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Bioökonomie.de senden:

Teilen