02/09/2025
⏪ Baustellenrückblick ⏪
Wir wurden beauftragt den Fundamentbereich einer Kirche aus dem Jahre 1861 zu sanieren. Keine leichte Aufgabe, aber wir meisterten die Herausforderung der traditionellen Sanierung mittels "Lehmschlag".
Vor der eigentlichen Abdichtung mussten einige vorbereitende Arbeiten am Fundament ausgeführt werden.
Die historischen Fundamente, aus Ziegelsteinen gemauert, wurden durch uns umlaufend und abschnittsweise freigelegt, gereinigt und teilweise mit neuen Ziegelsteinen aufgefüllt. Anschließend haben wir einen speziellen Kalk-Trass-Putz vollflächig am Fundament aufgetragen. Dieser Putz lässt vorhandene Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk entweichen und verhindert Staunässe an der Gründung. Somit perfekt für historische Gebäude.
Danach konnte mit dem Einbau des "Lehmschlag" begonnen werden. Das lehmhaltige Erdmaterial wird vor dem Einbau leicht angefeuchtet, um eine optimale Verdichtung zu ermöglichen. Der Lehm wird dann in einzelnen Schichten bis zur gewünschten Höhe am Fundament entlang eingebracht und vorsichtig verdichtet. Die oberste Lage wird fein geglättet, um eine geschlossene Oberfläche zu erhalten.
Lehm ist "hygroskopisch", das heißt, er nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie auch wieder ab. Das schützt die Fundamente vor Staunässe. Außerdem lässt Lehmschlag das Mauerwerk "atmen", die Feuchtigkeit kann also nach außen hin entweichen.
Mit dieser Technik konnte das Fundament substanzschonend, ökologisch und denkmalgerecht instandgesetzt werden, ganz im Sinne traditioneller Bauweisen. Für uns ein interessantes Projekt.
#2025