08/07/2024
❗️Neues Bauvorhaben Bonn Castell Römerstr91❗️
Castell · Der Bonner Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen stimmt für Abriss und Neubau eines Wohnkomplexes in Bonn-Castell: 50 Wohnungen, weniger Parkplätze, mehr Carsharing und E-Mobilität sowie geförderter Wohnraum sind geplant.
Schon vor einem Jahr hieß es, dass der Wohnkomplex in Castell an der Ecke 42-44/ 91 abgerissen und neu gebaut werden soll, um so statt 35 50 Wohnungen zu schaffen. Nun hat der Bonner Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen dem Vorhaben der Deutschen Wohnungsgesellschaft ( ) zugestimmt. Aber nicht alle Pläne sind gleichgeblieben.
Damals hieß es, es werde keine öffentlich geförderten geben. Jetzt werde dies aber geprüft: „Ob unter den aktuellen Förderbedingungen ein Anteil öffentlich geförderter Wohnungen möglich ist, prüfen wir derzeit noch“, sagt Kira Limbrock von der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft, zu der die Dewog gehört. Bert Justus Moll ist planungspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion in und verweist bei der Frage auf das Bonner und wird in seiner Antwort gegenüber dem GA deutlicher. „Wegen der Anzahl der beabsichtigten Wohnungen wird nach dem Bonner Baulandmodell auch ein Teil der Wohnungen förderfähig und damit für Mieter mit Wohnberechtigungsschein teilweise zur Verfügung stehen“, so Moll. Einzelheiten müssten allerdings noch geklärt werden.
Das Baulandmodell sieht vor, dass in Bonn bei neuen Bauprojekten mit mehr als 24 Wohnungen oder einer Wohnfläche von mehr als 2.200 Quadratmetern 40 Prozent der Wohnungen zu öffentlich geförderten Preisen gebaut werden müssen. Die Wohnfläche des Wohnkomplexes soll von 1700 auf 3500 Quadratmeter erhöht werden. Alois Saß von der SPD sieht ein Problem bei dem Vorhaben. Das Land müsste dafür neue Fördermittel bereitstellen, da die aktuellen überzeichnet seien. „Wenn dort schnell geförderter Wohnraum entstehen soll, muss die Landesregierung mit der schwarz-grünen Koalition im Landtag handeln“, sagt Saß. Für die übrigen frei finanzierten Wohnungen wird es eine deutliche Steigerung des Quadratmeterpreises geben. Dieser lag 2023 bei 6,30 bis 8,50 Euro und sollte damals auf bis zu 13 Euro steigen. Heute könne Dewog keine genauen Angaben zum späteren Quadratmeterpreis machen, sagt Limbrock. „Baupreise sind zurzeit sehr volatil, weshalb wir uns mit Preisprognosen zurückhalten.“
Laut Beschlussvorlage soll ein Mobilitätskonzept entwickelt werden, dass aus 28 Stellplätzen für Autos 20 macht. Eine Tiefgarage könne aufgrund der archäologischen Gegebenheiten nicht errichtet werden, wie der planungspolitische Sprecher der Grünen, Paul Brückner, mitteilt. „Durch den Wegfall von acht Parkplätzen wird entsprechend weniger Fläche für Stellplätze versiegelt und es entsteht mehr Platz für Wohnen“, sagt Brückner. Limbrock erklärt, dass die Stellplätze durch Carsharing und E-Mobilität ergänzt werden sollen. Dazu kommen 100 Stellplätze für Fahrräder sowie große Lastenräder. Außerdem sollen Läden, Handwerksbetriebe und kleine Gastwirtschaften im Erdgeschoss den Ort zu einem Wohngebiet machen. Wann der Baustart ist, kann Dewog noch nicht mitteilen. „Der Bauantrag wurde von uns eingereicht und liegt derzeit noch beim Bauaufsichtsamt zur Prüfung vor“, so Limbrock.