02/07/2026
wieder ein kleines privates Projekt abgeschlossen!😊
Unsere Fachwerkschwelle musste nach einen Wasserschaden getauscht werden. Die Wand war die Original Außenwand von 1770.
Ruck Zuck waren die Ausfachungen draußen. Sockelfundament gemauert, neue Schwelle reingesetzt und verdollt (aufgrund der Einbausituation war kein Platz für einen Zapfen) , und die Ausfachungen wieder zugemauert.
👇Folgenden Dinge sind Wichtig beim Schwellenwechsel:
1. Ständer und Schwelle NICHT mit Nägeln, Schrauben oder Winkel befestigen! Bei späteren Sanierungen sind Trennschnitte durch die Fuge kaum noch Möglich, durch Stumpfe Fugen (ohne Zapfen) dringt Luft und Feuchtigkeit ungehindert in die Dämmebene, die Gerbsäure dazu greift Metalle an und zersetzt sie auf Lange Sicht mit deutlichen Verfärbungen. Ein Albtraum für Zukünftige Sanierer! Nicht jede Schraube wird sich in 100 Jahren noch erreichen lassen!
2. Kein Kammergetrocknetes Holz für die Schwelle verwenden! Abgelagert ist perfekt, im Zweifelfall sagt das Holz ab (Verkleinert sich). Zu trockenes Holz besitzt mehr Oberflächige Risse in denen Feuchtigkeit eindringen kann. Wenn das Schwellenholz langsam aufquillt weil es zu trocken verbaut wurde kann die Schwelle enorme Druckkräfte aufbauen die deutliche Schäden verursachen kann.
3 Kein hoher Zementanteil im Mörtel! Am Besten Kalkmörtel. Es gibt viele Gründe dafür und alle sind Wahr ;) Speziell die Fuge zwischen Ausfachung und Ständer wird bei harten Zementmörtel von Holzzerstörenden Pilzen befallen. Kalk verringert sowohl die Fugenbildung, ist diffusionsoffen und ist Antiseptisch gegen Pilze.
4 Trennfolien gehören NIE ans Holz oder unter die Schwelle sonst entsteht schlimmstenfalls eine Situation wie bei Punkt 3) Die Trennschicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit haben wir auf unser Pyramidenfundament gelegt, darauf folgt ein 24er Läuferverband zur Stabilisierung gefolgt von einer Rollschicht aus Formsteinen.
Die Fotos sind Momentaufnahmen und viele Details haben wir nicht fotografiert.