03/09/2026
Auf dem Bild seht ihr eine runde FR90-Brandschutzklappe der Baureihe FR92 in der Nennweite DN 125 vom Hersteller Wildeboer.
Doch was macht eine Brandschutzklappe eigentlich?
Stellt sie euch wie eine Sicherheitstür im Lüftungskanal vor: Im normalen Betrieb kann die Luft hindurchströmen. Im Brandfall schließt das Klappenblatt den Lüftungsweg. So hilft die Brandschutzklappe dabei, die Ausbreitung von Feuer und Rauch über die Lüftungsleitungen in andere Gebäudebereiche zu begrenzen.
Brandschutzklappe ist jedoch nicht gleich Brandschutzklappe:
Je nach Form und Größe der Lüftungsleitung gibt es runde und eckige Ausführungen. Auch der Einsatzbereich spielt eine wichtige Rolle – dieselbe Brandschutzklappe kann nicht einfach überall eingebaut werden.
Ein Beispiel sind gewerbliche Küchen: Durch fetthaltige Abluft und die erhöhte Brandgefahr gelten dort besondere Anforderungen. Deshalb kommen speziell für Küchenabluft geeignete und geprüfte Brandschutzklappen zum Einsatz.
Auch die Auslösung kann unterschiedlich erfolgen:
Thermisch-mechanisch: Wird eine festgelegte Temperatur erreicht, reagiert die Auslöseeinrichtung und die Klappe schließt.
Elektrisch beziehungsweise motorisch: Ein Federrücklaufmotor schließt die Klappe. Dieser kann beispielsweise über einen Rauchmelder, eine Brandmeldeanlage oder eine Brandschutzsteuerung angesteuert werden.
Welche Brandschutzklappe eingesetzt wird, hängt somit unter anderem vom Einsatzbereich, der Einbausituation, der Lüftungsleitung und den jeweiligen Brandschutzanforderungen ab.
Nach der Montage ist sie meistens kaum noch sichtbar – im Ernstfall übernimmt sie jedoch eine entscheidende Aufgabe.
Kleines Bauteil, große Wirkung.
Wer von euch hat die Brandschutzklappe erkannt?