FEhS - Institut für Baustoff-Forschung

FEhS - Institut für Baustoff-Forschung Das FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e. V. in Duisburg-Rheinhausen forscht, prüft und berät.

Ehre, wem Ehre gebührt am 3. September, dem Tag des Wolkenkratzers: der höchste von allen ist der Burj Khalifa in Dubai....
03/09/2026

Ehre, wem Ehre gebührt am 3. September, dem Tag des Wolkenkratzers: der höchste von allen ist der Burj Khalifa in Dubai. 829,8 Meter hoch und mit hüttensandhaltigem Hochleistungsbeton gebaut. Und das nicht zufällig: Die Verwendung von Hochofenzement (CEM III) mit einem hohem Hüttensandanteil oder von gemahlenem Hüttensand als Betonzusatzstoff ist gängige Praxis bei Bauwerken mit höchsten Anforderungen.

Die Grund: geringere Hydratationswärme und große Dauerhaftigkeit!
Bei den riesigen Betonmengen eines Skyscrapers reduziert Hüttensand das Risiko deutlich, dass Risse durch Wärmespannungen entstehen. Zudem ist ein Fundament aus hüttensandhaltigem Beton widerstandsfähig gegen Chlorid- und Sulfatangriffe.

Weitere Beispiele für Wolkenkratzer mit hüttensandhaltigem Beton sind das One World Trade Center in New York und der Taipei 101 und Tung Tai (T&C) Tower in Taiwan.

13/08/2026

Manche mögen's heiß … wie unsere Tammann-Öfen II und III.

Und was die können, können nur wenige andere Öfen: Bei Temperaturen bis 2.000°C untersuchen wir flüssige Schlacken unter inerten, also neutralen Bedingungen (Ofen II bis 400 g Schmelzmasse, Ofen III bis 2.000 g).

Was machen wir genau? Wir schmelzen Schlackeproben um, erzeugen synthetische Schlacken nach Kundenwunsch und konditionieren Schlacken. Wir untersuchen die Variationen der Abkühlungsgeschwindigkeiten (von (un)geregelter Ofenabkühlung über Abkühlung an Luft bis hin zum Abguss in kalte Formen) sowie die Wassergranulation zur Erzeugung latent hydraulischer Materialien und führen Reduktionsversuche mit Kohlenstoff, Wasserstoff oder metallischen Reduktionsmitteln durch.

Anwendungen, die nicht zuletzt für die Erforschung der neuen Schlacken aus der dekarbonisierten Stahlherstellung extrem wichtig sind!💡

Dabei ist das FEhS-Institut eins der wenigen Institute in Europa, das gleich zwei betriebsbereite Tammann-Öfen besitzt!

Tammann-Öfen sind übrigens nach ihrem Erfinder benannt, dem Chemiker Gustav Tammann (1861-1938), und wurden insbesondere für das Wiederaufschmelzen von Schlacken entwickelt, was mit anderen Ofentypen (z.B. Induktionsöfen) kaum möglich ist.

10/08/2026

🤔 Nein, Eisenhüttenschlacke ist kein giftiger Rückstand. Nein, kein Abfall. Und nein, auch keine Asche. „Schlacke“ ist ein uralter metallurgischer Begriff. Durch das sogenannte „Schlagen“ trennte man früher die nichtmetallischen Bestandteile vom Metall.

👍 Schlacke (Eisenhüttenschlacke) ist ein metallurgisches Werkzeug, das für die Erzeugung von Roheisen und Stahl zwingend notwendig ist. Ohne Schlacken kein Stahl!

👍Schlacke ist ein wertvolles Nebenprodukt, das seit Jahrzehnten in Baustoffen und Düngemitteln begehrt ist.

👍Schlacke ersetzt als Hüttensand und Gesteinskörnung seit über 70 Jahren so viel Naturgestein, dass man damit einen Haufen so groß wie die Zugspitze formen könnte.

👍Schlacke ersetzt als Zementbestandteil Portlandzementklinker - und reduziert damit den CO2-Fußabdruck erheblich: Von 1949 bis heute konnte so die Emission von über 200 Mio. t des Klimakillers vermieden werden.

👍Kreislaufwirtschaft at its best: Schlacke wird fast vollständig verarbeitet, 94% der in Deutschland hergestellten Eisenhüttenschlacken kommen in Produkten oder anlagenintern zum Einsatz.

😉 Schlacke ist cool. Auch wenn Sie 1.500 Grad heiß wird.

The new Euroslag-Website http://euroslag.com  is online!Clear, concise, and modern: Our redesigned website provides info...
03/08/2026

The new Euroslag-Website http://euroslag.com is online!

Clear, concise, and modern: Our redesigned website provides information about ferrous slag, the European regulatory framework, and the association!

Why not check it out? We look forward to your feedback!

http://www.euroslag.com

10/07/2026

Klimaschutz beim Bauen: Eisenhüttenschlacken schonen nicht nur natürliche Ressourcen, sie vermeiden auch die Emission von CO2 - durch die Verwendung von Hüttensand im Zement anstelle von Portlandzementklinker.

Von 1949 bis heute sind das mehr als 201 Mio. t ! Allein 2025 waren es 4 Mio. t!

Mehr Infos unter www.fehs.de!

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Neue Untersuchungen, neue Geräte, neue Informationen: Wir haben unsere Laborbroschüre aktualisiert. Alles Wissenswerte a...
02/07/2026

Neue Untersuchungen, neue Geräte, neue Informationen: Wir haben unsere Laborbroschüre aktualisiert. Alles Wissenswerte aus Physiklabor, Zementlabor, Verkehrsbaulabor, Chemielabor, Betonlabor, Schmelzlabor und Düngemittellabor finden Sie hier: https://lnkd.in/ezs_PTmC
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New tests, new equipment, new information: We have updated our laboratory brochure. You can find everything you need to know about our physics laboratory, cement laboratory, transportation construction laboratory, chemistry laboratory, concrete laboratory, melting laboratory, and fertilizer laboratory here:
https://lnkd.in/eBq-B5MH

Best-Practice für nachaltiges Wirtschaften mit Sekundärrohstoffen: Die Nebenprodukte der Stahlherstellung haben 2025 wie...
30/06/2026

Best-Practice für nachaltiges Wirtschaften mit Sekundärrohstoffen:

Die Nebenprodukte der Stahlherstellung haben 2025 wieder einen großen Beitrag zu Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und Klimaschutz geleistet:

👉Von den 10,9 Mio. t produzierten Eisenhüttenschlacken konnten 10,2 Mio t verwendet werden, das sind 94 %

👉Der Einsatz im Verkehrswegebau, bei der Zementherstellung und für Düngemittel hat die Verwendung von 11 Mio. t Naturgestein vermieden - im Zeitraum von 1949 bis 2025 macht das insgesamt 1,15 Mrd. t

👉Der Einsatz von Hüttensand anstelle von Portlandzementklinker im Zement hat die Emission von 4 Mio. t CO2 eingespart -
im Zeitraum von 1949 bis 2025 sind das insgesamt 201 Mio. t

Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS–Instituts: „Die Bilanz für die Erzeugung und Verwendung von Eisenhüttenschlacken für das Jahr 2025 zeigt erneut: Industrielle Nebenprodukte sind ein wichtiger Bestandteil zirkulären Wirtschaftens. Sie reduzieren die notwendige Nutzung von natürlichen Rohstoffen und schonen das Klima. Um diesen Beitrag auch in Zukunft leisten und steigern zu können, brauchen wir in Deutschland und Europa zügig verlässliche, praxisorientierte Anpassungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen.”

Siliziumreiche, regional verfügbare Pflanzen, deren Aschen sich als Ersatz für Reisspelzenaschen als Abdeckmassen auf St...
21/05/2026

Siliziumreiche, regional verfügbare Pflanzen, deren Aschen sich als Ersatz für Reisspelzenaschen als Abdeckmassen auf Stahlschmelzen eignen – das ist das Ziel des neuen Forschungsprojekts „Siliziplants“. Unser Partner ist das Duisburger Unternehmen Minreco. Gefördert wird es durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

Zurzeit untersuchen wir Boden- und Wasserproben, die wir – Sebastian Olenik und Thomas Schubert von Minreco sowie Dr. Lars Gronen und Dr. Hans-Peter König vom FEhS-Institut – im April in einer Reisanbauregion im italienischen Piemonte entnommen haben. Darüber hinaus wurde in Versuchsgefäßen Rohrschwingel ausgesät, um zielgerichtet und mit Konverterkalk gedüngte Biomasse für Schmelzversuche anzuziehen. Als weitere Schritte sind Versuche mit Schachtelhalm, Miscanthus und Dinkelspelzen vorgesehen.

Es bleibt dabei: Wir verbrauchen in Deutschland nach wie vor zu viele natürliche Ressourcen! Daran erinnert uns der Germ...
10/05/2026

Es bleibt dabei: Wir verbrauchen in Deutschland nach wie vor zu viele natürliche Ressourcen! Daran erinnert uns der German Overshoot Day, der in diesem Jahr auf den 10. Mai fällt - und damit nur eine sehr geringe Verbesserung zu den Vorjahren ist. D.h.: Würden die Menschen weltweit so leben wie wir in Deutschland, wären die Ressourcen, die die Erde nachhaltig zur Verfügung stellen kann, schon am 10. Mai aufgebraucht.

Wir müssen also weiter unsere Anstrengungen intensivieren, um Ressourcen zu schonen bzw. effizienter zu nutzen sowie die Kreislaufwirtschaft voranzubringen.

Zum Beispiel durch den verstärkten Einsatz von Sekundärrohstoffen und durch verbesserte Rahmenbedingungen. Wir vom FEhS-Institut setzen alles daran, dass Eisenhüttenschlacken als Nebenprodukt der Stahlherstellung in Zement und Beton, im Verkehrsbau, in Düngemitteln sowie in neuen Anwendungen auch in Zukunft zum Einsatz kommen kann.

Die Daten zum @‌Country Overshoot Day beziehen sich auf die National Footprint and Biocapacity Accounts des @‌Global Footprint Network.

https://overshoot.footprintnetwork.org/newsroom/country-overshoot-days/

Vom 4.-6- Mai 2026 fanden im FEhS-Institut unsere Arbeitskreissitzungen „SEKROHMET“ (David Algermissen), „Düngemittel“ (...
07/05/2026

Vom 4.-6- Mai 2026 fanden im FEhS-Institut unsere Arbeitskreissitzungen „SEKROHMET“ (David Algermissen), „Düngemittel“ (Hans -Peter König), „Umwelt“ (Anna Sokol), „Verkehrsbau“ (Thomas Merkel) und „Baustoffe“ (Andreas Ehrenberg) statt. Dabei wurde über den aktuellen Stand der Normung, die Inhalte und Ergebnisse von laufenden Forschungsvorhaben sowie die Zielsetzungen bei noch beantragten Projekten diskutiert.

Wichtiges Thema war die Nutzung der Schlacken sowie der Stäube/Schlämme, die zukünftig in den veränderten Prozessen erzeugt werden, die die Stahlindustrie hin zu einer treibhausgasreduzierten Stahlerzeugung transformieren werden. Der aktuelle Stand der Forschung zeigt, dass auch in Zukunft der Einsatz als Zementbestandteil sowie als Gesteinskörnung für den Hoch- und Tiefbau einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit der Baustoffverwendung leisten wird.

Erfreulich war auch die Vorstellung des neuen Projekts „Siliziplants“, eine Kooperation der Abteilungen Düngemittel und SEKROHMET des FEhS-Instituts und der Firma Minreco, gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Es sollen alternative, siliziumreiche Pflanzenaschen als Ersatz für Reisspelzenaschen identifiziert und erprobt werden.

Darüber hinaus wurde von Konferenzbesuchen berichtet und auf anstehende Konferenzen verwiesen, sofern sie für die Mitgliedsunternehmen unmittelbar von Interesse sind.

Vielen Dank allen Beteiligten!

Adresse

Bliersheimer Straße 62
Duisburg
47299

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