29/10/2026
Die PV-Anlage ist bestellt. Erst danach wird gefragt, wie ihre Daten in die Gebäudeautomation gelangen sollen. Damit fällt eine wichtige Entscheidung unnötig spät.
In einem Gespräch über kommunale Liegenschaften kam die Frage auf, worauf bei der Auswahl von Wechselrichtern für ein späteres Energiemanagement zu achten ist. Hersteller wie SMA, Fronius oder Huawei waren bereits im Einsatz beziehungsweise im Gespräch. Für die Integration kommt es jedoch auf das konkrete Modell und dessen tatsächlich verfügbare Schnittstellen an.
Soll lediglich die aktuelle Erzeugung angezeigt werden? Werden Zählerdaten am Netzanschlusspunkt benötigt? Oder sollen später Verbraucher anhand verfügbarer Leistung gesteuert werden? Diese Anforderungen sollten feststehen, bevor Geräte ausgewählt werden.
Danach lässt sich prüfen, welche Daten lokal bereitgestellt werden, ob beispielsweise Modbus TCP oder RTU nutzbar ist, welche Dokumentation vorliegt und ob zusätzliche Komponenten oder Freischaltungen erforderlich sind. Ein Protokollname im Datenblatt beantwortet noch nicht, welche Werte und Funktionen zugänglich sind.
Wer das bei der Beschaffung klärt, schafft eine bessere Grundlage für die spätere Einbindung in Loxone, eine GLT oder ein Energiemanagementsystem.
Ihr plant PV und Gebäudeautomation zunächst als getrennte Projekte? Bringt die Beteiligten vor der Bestellung zusammen. Die passende Schnittstelle lässt sich dann gezielt mit auswählen.