24/02/2026
Hochwasserschutzkonzept für Ruhstorf fertig.
Der Markt Ruhstorf hat 2017 umfassende Untersuchungen aller Bachläufe zwischen Schmidham und Sulzbach beauftragt. Ziel war es, das Gemeindegebiet künftig besser vor Hochwasser zu schützen.
Erste wirksame Maßnahmen wurden in Schmidham bereits umgesetzt.
Im Mittelpunkt steht der Hochwasserschutz für Ruhstorf auf Basis eines 100‑jährigen Hochwasserereignisses des Kleeberger Baches. Nach Verhandlungen mit dem Fördergeber/Ministerium und Grundstückseigentümern konnte ein vollständiges Schutzkonzept an die Gemeinde übergeben werden. Darauf sollen nun die Ausarbeitungen für das Genehmigungsverfahren und die Beantragung staatlicher Fördermittel aufbauen.
Geplant ist ein Hochwasserrückhaltebecken bei Hausmanning, rund zwei Kilometer oberhalb von Ruhstorf. Das Becken mit adaptiv gesteuertem Durchlassbauwerk (das ist die Besonderheit) verfügt über ein Rückhaltevolumen von 305.000 m³. Künftig kann so die Wassermenge, die die Ortsmitte erreicht, gezielt reguliert werden. Im Ortszentrum sind bach weiteren Ausbaumaßnahmen bis zu 16 m³ pro Sekunde schadlos beherrschbar. 2 Pegelmessstellen sorgen künftig für die sichere Steuerung nach tatsächlichem Abflussgeschehen.
Ergänzend sind im Ort Hochwasserschutzmauern sowie der hochwasserangepasste Neubau der Brücke am Alten Schlossweg vorgesehen. Bereits umgesetzt wurden Schutzmaßnahmen im Bereich des Mathäserareals (am Bild), am Kindergarten und zusätzlicher Retentionsraum beim Freibad.
Alternative Varianten wurden geprüft, erwiesen sich jedoch als technisch und wirtschaftlich nachteilig. Für die Realisierung sind Kosten von rund 4,9 Mio. Euro vorgesehen, bei einer in Aussicht gestellten Förderung von bis zu 75 %. Nach Abschluss aller Verfahren wird Ruhstorf nachhaltig vor Hochwasser geschützt.