15/03/2023
Architekten und Bauschaffende ohne Lobby.....
Liebe Bauschaffende!
Wie kann unser Einfluss auf politische Entscheidungen dargestellt werden? Gibt es überhaupt einen Einfluss?
Bislang finden Ministerien, ohne den Rat von Planern und Bauschaffenden zu Lösungen, die am Ziel vorbei gehen oder sogar schlecht und falsch sind.
Im Anhang zwei Beispiele zu falschen Weichenstellungen in kurzer Fassung:
1.
Die neueste Fehl-Entwicklung ist eine Überlegung des Europäischen Parlaments zur Energiewende.
Hier sollen bald auch "Althaus"-Besitzer gezwungen werden der Industrie teure und meist unökologische Dämmmaterialien abzukaufen, um Ihre Altbauten damit zu verbessern oder zu verschandeln!? Wir Planer und Bauschaffende sind doch längst einen Schritt weiter und sehen, das der "Dämmwahn" mit den bestehenden Dämmstärken ausgereizt ist. Die Entsorgung dieses Sondermüll, gemeint ist die Dämmung auf den Wänden, ist teuer und bislang nicht nachgewiesen. Eine Energiewende ist über vernünftige Herstellung von Energie zu erzielen. Mit Wind-, Sonne-, Wasser-, Wasserstoff und Wärmetauschern kann die Abkehr von fossilen Energien erreicht werden.
Liebes EU-Parlament, gebt doch "Althaus"-Besitzern lieber einen Anreiz über erneuerbare Energieerzeuger nachzubessern. Dies würde auch dazu führen, das Junge Familien zurück in dörfliche Strukturen ziehen und die verlassenen Dörfer (bis vor ca. 10 Jahren redeten wir über schrumpfende Städte und Gemeinden!) neu beleben. Damit wäre eine Weiche gestellt um privaten Nutzern und vor allem Familien bezahlbares Eigentum zu erlangen.
2.
Verkehrspolitik! Ein unsäglich rückständiges Bundesverkehrsministerium, welches auf Autobahn-Ausbau setzt, statt auf den überfälligen Ausbau von Öffentlichem Nahverkehr und Güterverkehr über Schienenwege.
Seit 40 Jahren wird das Verkehrsministerium von Ministern geführt, die an der Autolobby kleben und die Deutsche "Bundes"-Bahn ausverkaufen. Wir benötigen einen Neuanfang und ein Umdenken, hier bitte zurück zum Transportsystem welches Deutschland nach dem II Weltkrieg groß gemacht hatte.
Die meisten Schienennetze gehören noch immer dem Bund, also uns.
Auf Los!