14/03/2026
In aller Regel besteht die Spulenwicklung von Elektromagneten aus Kupferdraht, welcher mit einem elektrisch isolierenden Tauchlack beschichtet ist. Kupfer hat viele Vorteile, unter anderem eine hervorragende elektrische und thermische Leitfähigkeit.
Wie auch andere Metalle, ändert Kupfer seine elektrischen Leiteigenschaften mit der Temperatur. Reines Kupfer weist hierbei einen positiven Temperaturkoeffizienten von 0,0039 auf. Das klingt, die Zahl betrachtet, erst mal ziemlich unspektakulär.
Allerdings bedeutet das in der Praxis, dass schon eine geringe Temperaturänderung von nur einem Grad Celsius nach oben, den Spulenwiderstand um aufgerundet 0,4 % erhöht. Nimmt man nun als Beispiel einen abgeschalteten Elektromagneten im Außenbereich bei - 10 °C, so beträgt dessen Spulenwiderstand im Einschaltmoment nur noch etwa 12,76 Ohm, statt der hier bei Raumtemperatur von 20 °C gemessenen 14,5 Ohm.
Umgekehrt verhält es sich, wird der gleiche Zylindermagnet im Sommer in einem Schaltkasten und bei 100 % Einschaltdauer betrieben. Hier entstehen leicht Temperaturen von 80 °C und mehr, der Spulenwiderstand läge hier dann bei rund 18 Ohm.
In beiden Fällen wird (bei konstanter Betriebsspannung) der durch die Spule fließende Strom entsprechend variieren - und damit in direktem Zusammenhang auch die elektrische und mechanische Leistung des Elektromagneten.
Bei der Auswahl des geeigneten Magneten muss diesem Faktor - je nach Einsatzzweck - unter Umständen Rechnung getragen werden, um eine langfristig sichere, zuverlässige und auch wirtschaftliche Funktion zu gewährleisten.
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