Schneifelwetter

Schneifelwetter Die Wetterseite aus Hallschlag am Rande der Schnee-Eifel.

Wetterrückblick auf den Frühling 2025Deutschlandweit war das Frühjahr 2025 eines der trockensten seit Beginn der Messung...
05/06/2025

Wetterrückblick auf den Frühling 2025
Deutschlandweit war das Frühjahr 2025 eines der trockensten seit Beginn der Messungen. Auch bei uns in der Schneifel war es ein sehr trockener Frühling, mit 140,6 mm fielen nur 69 % des Durchschnitts der letzten 30 Jahre (204,3 l/m²). Allerdings schwanken die Werte sehr und es gab seit 1989 sieben Jahre, in denen der Frühling noch trockener war. Bemerkenswert ist aber, dass es statt der durchschnittlichen 40,6 Regentage nur 24 gab. Somit war es an 68 Tagen im Frühjahr "von oben" trocken. Durch stabile Hochdrucklagen gab es längere zusammenhängende Trockenperioden, z. B. 19 Tage im Mai, 13 im April und auch im März 10 und 8. In diesen Zeiten war es auch überdurchschnittlich sonnig, aber dennoch nicht so warm, wie man es sich vielleicht erhofft hat. Im Schnitt war der Frühling aber um 2,4 K zu warm, anstatt der durchschnittlichen Tageshöchsttemperatur von 12,1 °C war es 14,6 °C warm. Das wärmste Frühjahr bisher war 2007 mit 15,6 °C. Das oftmals schöne und klare Wetter brachte überdurchschnittlich viele Frost- (39 zu Ø 33,8) und Bodenfrosttage (54 zu Ø 40,0). Sehr späten Frost gab es noch am 24.05., was manche Obstblüten nicht mehr verkrafteten. Die Grünlandtemperatursumme ist ein Maß für das Einsetzen der Vegetation und für die Landwirtschaft von Bedeutung. Ist ein Wert von 200 erreicht, kann mit der Düngung begonnen werden. Dieser Wert wurde in 2025 erst am 28.03. erreicht, im Vorjahr war es bereits knapp drei Wochen früher. Weitere Statistiken und Auswertungen wie immer auf meiner Homepage www.schneifelwetter.de

Wetterrückblick auf den Mai 2025Die Trockenheit beschäftigte nun auch breite Teile der Gesellschaft, sogar im Bundestag ...
03/06/2025

Wetterrückblick auf den Mai 2025
Die Trockenheit beschäftigte nun auch breite Teile der Gesellschaft, sogar im Bundestag war sie Thema. Die Landwirtschaft war betroffen, da die Böden sehr trocken waren. Im ganzen Mai regnete es nur an 8 Tagen, im Schnitt sind es aber 13,4. Die längste trockene Phase dauerte 19 Tage lang, vom 5. bis zum 23. Mai, ehe es ein paar Regentage unter Tiefdruckeinfluss gab. Über die gesamte Monatsmenge war der Mai bei uns jedoch ziemlich durchschnittlich, sogar leicht zu nass. Mit 79 mm fielen 111 % der durchschnittlichen Menge von 71,3 mm. Allerdings muss man berücksichtigen, dass 43 mm davon (=54 %) an nur zwei Gewittertagen fielen. Am dritten Mai waren es 15 mm und am 31. Mai sogar 28,6 mm, die in Starkregenschauern herunterkamen und mancherorts Überschwemmungen verursachten, da das allermeiste davon nur oberflächlich abläuft. Der Boden hat bei solchen Ereignissen kaum etwas davon. Ohne diese Gewitter wäre der Mai sehr trocken gewesen. Aber auch in der langen trockenen Phase waren die Temperaturen nicht immer angenehm, sondern überwiegend kühl, teilweise mit Tageshöchsttemperaturen von 11 bis 12 °C und einer Tagesdurchschnittstemperatur von 5,9 °C. Vom Wonnemonat Mai war also vielfach nichts zu spüren. Der Schnitt der Tageshöchsttemperaturen war um 1,2 K zu warm und mit 17,4 °C exakt so warm wie im Vorjahr. Der klare Himmel bescherte uns aber 5 Frosttage (Ø 3,2) und 11 Bodenfrosttage, wobei der langjährige Schnitt bei 4,0 liegt. Wie die Gewitter gab es jeweils einen Sommertag am Monatsanfang und einen am Monatsende.
Weitere Statistiken und Auswertungen auf meiner Website schneifelwetter.de

Wetterrückblick auf das Jahr 2024 in HallschlagIn 2024 zeigte sich, dass das persönliche Wettererlebnis abweichend von d...
26/01/2025

Wetterrückblick auf das Jahr 2024 in Hallschlag
In 2024 zeigte sich, dass das persönliche Wettererlebnis abweichend von den tatsächlich gemessenen Werten sein kann. Gefühlt war das Jahr zu kühl und viel zu nass. Das mag auch in bestimmten Zeitspannen wirklich so gewesen sein, über das ganze Jahr und im Durchschnitt betrachtet aber nicht. Die Abweichung des gefühlten vom gemessenen Wetter lag 2024 vor allem in der Wechselhaftigkeit. Es stellte sich keine einzige stabile Wetterlage ein, die über einen längeren Zeitraum anhielt. So war die längste zusammenhängende trockene Phase nur 9 Tage (28.10. - 05.11.), die längste Regenphase betrug 12 Tage (26.03. - 06.04.) Insgesamt fiel an 207 Tagen Niederschlag (= an 57 % aller Tage), das ist an 28 Tagen mehr als im Schnitt. Dabei fielen mit 941,2 mm aber nur 96 % des Durchschnitts von 983,7 mm. Also war 2024 leicht zu trocken, aber sehr durchschnittlich.
Die Durchschnittstemperatur lag mit 9,17 °C leicht über dem langjährigen Schnitt. Ich befasse mich mit meinen Auswertungen aber i. d. R. mit den Tageshöchsttemperaturen, da diese besser das gefühlte Wetter widerspiegeln und leichter verständlich sind. Der Schnitt dieser Tageshöchsttemperaturen lag mit 13,3 °C 1,5 K über dem 30-jährigen Schnitt von 11,8 °C. Dies ist zwar überdurchschnittlich, jedoch gab es in den letzten 30 Jahren 8 Jahre, die noch wärmer waren. Mit Ausnahme des Junis lag jeder Monat über dem langjährigen Schnitt. Juni bis August waren laut Klimadiagramm eine Trockenzeit, was bei uns eher selten ist. Dies lag hauptsächlich daran, dass es kaum Gewitter mit ergiebigen Niederschlägen gab. 17 Eistage waren 9 weniger als im Schnitt, 61 Frosttage sogar 44 Tage weniger als üblich. 136 kalte Tage waren 19 zu wenig, warme Tage gab es drei mehr, Sommertage und heiße Tage waren es zu wenige. Das Mittelmaß hat sich also verstärkt, die Randbereiche der Temperatur wurden weniger. Das Jahresmaximum wurde mit 31,9 °C am 13.08. erreicht (einen Tag zuvor war der schwülste Tag mit einem Taupunkt von 21,4 °C), am 20.01. gab es das Jahresminimum mit -13,4 °C und -16,1 °C in 5 cm über dem Boden. Ein paar Tage zuvor gab es das Minimum des Windchills, der gefühlten Temperatur oder Wind-Kälte-Faktor mit -22,3 °C. Die Grünlandsumme (Maß für das Einsetzen der Vegetation) von 200 wurde schon am 09.03. erreicht und somit 10 Tage früher als im Vorjahr. Von Frühling bis Herbst blieb es an 158 Tagen am Stück frostfrei (24.04. - 28.09.), Bodenfrost mit eingerechnet waren es nur 133 Tage. In der Eifel ist es immer sehr windig und so erreichte der Windverlauf einen Wert von 5.029,1 km, was im Mittelfeld der Jahre liegt. 17 % der Zeit war es windstill, den größten Anteil hatte die Windstärke Bft 3 mit 26 % der Zeit. Die stärkste gemessene Böe in diesem Jahr war eine Sturmböe von 82,1 km/h am 22.02., was der Windstärke 9 Bft entspricht.

Wetterrückblick auf den September in HallschlagDer Monat begann mit dem wärmsten 1. September seit Beginn meiner Aufzeic...
08/10/2024

Wetterrückblick auf den September in Hallschlag
Der Monat begann mit dem wärmsten 1. September seit Beginn meiner Aufzeichnungen. Diese 29 °C Tageshöchsttemperatur gab es in der ersten Dekade des Septembers bisher nur viermal. Die erste Dekade lag mit 21,5 °C deutlich über dem Schnitt von 18,1 °C, dann war gegen Ende dieser Dekade das spätsommerliche Wetter aber vorbei. Im Ganzen war der September mit 0,8 K leicht über dem 30-jährigen Schnitt von 17,0 °C. Warme Tage gab es drei mehr als die durchschnittlichen 8 und es gab sogar 3 Sommertage. Der erste Bodenfrosttag nach dem Sommer bescherte 2024 eine zusammenhängende frostfreie Zeit von 133 Tagen (vom 05.05. bis 14.09.), was relativ lang ist. Es gab schon Jahre mit nur 98 frostfreien Tagen am Stück. Mit 94,2 mm Regen fielen 117 % des Septemberdurchschnitts von 80,3 mm (deutschlandweit waren es 175 %), so dass es zu nass war, wir sind in Hallschlag aber noch glimpflich davongekommen. Dieser Regen verteilte sich auf 19 Regentage, im Schnitt sind es nur 11,8.

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