16/04/2026
Paradox der Energiewende: Strom im Überfluss, aber nicht nutzbar? 🌪️⚡
Die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie ist bereit für die grüne Transformation – doch oft bremst nicht der Wille, sondern die Infrastruktur.
Ein konkretes Beispiel aus Ostfriesland:
🏭 DAS PROBLEM:
Das Traditionsunternehmen LEDA Werk will seine energieintensive Schmelze auf
einen modernen Induktionstiegelofen umstellen. Das ist deutlich klimafreundlicher und effizienter.
Dafür braucht LEDA nur 7 Megawatt Strom. Klingt machbar? Das Absurde: Es gibt davon reichlich! Ostfriesland ist eine Windkraftregion – überall Windräder, Solaranlagen, Biomasse. Grüner Strom in Hülle und Fülle. Doch...
„Unser kommunaler Stromanbieter verwehrt uns aktuell den Anschluss, da es zu viele Anschlussbegehren durch neu geplante Batteriespeicher gibt", erklärt Dr. Fynn-Willem Lohe, Geschäftsführer von LEDA.
„Der Engpassfaktor ist hier die Umspannung im Netz. Der Netzausbau ist noch immer nicht ausreichend", sagt Lohe resigniert. „Aktuell müssen wir abwarten – an diesem Punkt stehen wir leider gerade in der Energiewende."
Helfen würde eine verbindliche Aussage zum Runterfahren (Drosselung) des Stromanschlusses – dann könnte LEDA die Schmelze in stromreichen Zeiten (früh morgens, späte Vormittage) fahren und bei Engpässen herunterfahren.
🔮 Es gibt aber auch gute Nachrichten:
Mega-Projekte wie das Stromdrehkreuz „Heide-Hub" (Dithmarschen) mit
Offshore-Windstrom oder der neue 100-MW-Elektrolyseur im Hamburger Hafen zeigen, dass der Netzausbau vorankommt.
Lest in der neuen Ausgabe von Standpunkte, wie Norddeutschlands Industrie mit den Hürden der Energiewende umgeht – und wo es bereits funktioniert! 📖
👉 https://standpunkte.online/treiber-oder-hemmschuh-der-transformation/