23/01/2026
🦈 Haifisch in Haslach gesichtet! 🏁
🚗✨ Das nächste legendäre Auto ziert nun unser Foyer in Haslach. Der BMW Z4 GT3 tauscht den Platz mit dem BMW 635 CSi. Auch dieser faszinierende Bolide wird uns wieder von Schnitzer Classic zur Verfügung gestellt. Hierfür vielen Dank an Stefen und Yannik Trautwein!
Der BMW 635 CSi (E24), auch bekannt als „Sharknose“ schrieb in den 1980er Motorsportgeschichte. Ursprünglich wurde das seit 1976 auf dem Genfer Autosalon präsentierte luxuriöse Oberklasse-Coupé von BMW nicht für den Motorsport konzipiert. Vielmehr sollte es als eleganter Gran Tourismo begeistern, als schneller Reisewagen für Menschen, denen eine Limousine vielleicht zu bieder erschien. Doch die Marketing-Strategen der weiß-blauen Marke hatten nicht mit Tunern und Renn-Teams gerechnet, die bald das Potential dieses Autos auch für Wettbewerbszwecke erkannten.
Und so kam es zur Homologation des damals stärksten Modells, des 635 CSi mit 3,5-Liter großem Sechszylindermotor, erst in der so genannten Gruppe 2, später in der Gruppe A der FIA. Weil BMW selbst aber nicht die Kapazität für den Aufbau eines Rennautos auf Basis des 6er-Coupés hatte und sich zu dieser Zeit noch voll auf die Formel-1-Einsätze konzentrierte, verteilte sie die Baumodule auf Fremdfirmen: Alpina kümmerte sich, da erfahren mit der Umprogrammierung der Elektronik, um die Rennmotoren, bei Karmann in Osnabrück entstanden die für den Motorsport notwendigen, versteiften Karosserien. BMW selbst steuerte in einem Kit weitere Teile bei, etwa den Benzintank.
🏎️🔥 Ihr Debüt auf den Rennstrecken hatten die 6er Coupés 1981 und überzeugten auf Anhieb trotz teilweise 100 PS weniger Leistung gegenüber den Konkurrenten. Die britische Konkurrenz in Form von Rover und Jaguar besaß deutlich stärkere V8- und V12-Triebwerke, die schwedischen Volvo-Motoren waren mit Turboladern bestückt, doch trotzdem konnte der 6er-BMW im Motorsport zahlreiche Erfolge feiern. Das lag sicherlich das auch an etlichen berühmten Rennfahrern, die in das Lenkrad des Sechsers griffen. Das Cockpit des ausgestellten 1986 635 CSi mit der Original BMW Teile Lackierung teilten sich der Österreicher Gerhard Berger mit den beiden Italienern Roberto Ravaglia und Emanuele Pirro. Weitere Größen wie Altfrid Heger, Harald Grohs, Dieter Quester oder Prinz Leopold von Bayern überzeugten europa- und weltweit.
🏆 Dreimal gewannen Piloten des bayerischen Coupés die Tourenwagen-Europameisterschaft, ebenso oft das 24 Stunden Rennen von Spa-Franchorchamps (1983, 1984 und 1986), zweimal das 24 Stunden Rennen am Nürburgring (1984 und 1985) sowie jeweils einmal die Australische- und die Japanische-Tourenwagen-Meisterschaft. In der 1984 neu geschaffenen DTM war gegen Volker Strycek im „Sharknose“ keiner gewachsen.
Standfestigkeit, Ausdauer und gutes Handling — das waren die Tugenden des BMW 635 CSi Tourenwagens, einem erfolgreichen Ausdauersportler im besten Sinne. Auf Basis der gewonnenen Kenntnisse wurde von BMW Motorsport der BMW M3 E30 entwickelt der 1987 präsentiert wurde und eine Ikone im Tourenwagensport wurde.
🔧 Technische Daten:
Motor (BMW M30): Sechszylinder-Reihenmotor mit Wasserkühlung, zwei Ventilen pro Zylinder und 3.468 ccm Hubraum.
Leistung der Gruppe A Version 1986: 325 PS bei 7200 U/min und 350 Nm bei 5500 U/min
Getriebe: 5-Gang Getrag 265 Sportgetriebe mit H-Schaltung
Top-Speed: 260 km/h
Gewicht: 1185 kg
Quellen: Wikipedia, Speedweek, sharknose.de