20/10/2026
⚡ Warum eigentlich 4–20 mA und nicht 0–20 mA?
Vier Milliampere klingt nach wenig. In der industriellen Messtechnik steckt dahinter aber eine hilfreiche Idee.
Viele Messgeräte übertragen ihren Messwert als Stromsignal. Bei einem Messbereich von beispielsweise 0 bis 10 bar gilt:
➡️ 4 mA entsprechen 0 bar.
➡️ 12 mA entsprechen 5 bar.
➡️ 20 mA entsprechen 10 bar.
Der untere Messwert beginnt also bewusst bei 4 mA. Das nennt man den „lebenden Nullpunkt“.
Warum ist das praktisch? Auch bei 0 bar fließt ein Signalstrom. Fällt dieser auf 0 mA, liegt das außerhalb des normalen Messbereichs und kann beispielsweise auf eine unterbrochene Leitung oder eine fehlende Versorgung hinweisen.
So lässt sich ein gültiger Messwert am unteren Ende des Bereichs von bestimmten Fehlerzuständen unterscheiden.
Voraussetzung ist, dass Messgerät und Auswertung passend eingestellt sind. Denn erst wenn beide denselben Messbereich zugrunde legen, wird aus dem Stromsignal die richtige Anzeige.
Ein kleines Signal mit einer wichtigen Aufgabe im EMSR-Alltag. 🔎