Rosa Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein

Rosa Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein Politische Bildungsveranstaltungen der Rosa-Luxemburg-Stiftung SH

„Nie aufgeben!“ Peter Gingold - Aus dem Leben eines jüdischen Antifaschisten und Kommunisten in der Résistance und der B...
02/09/2026

„Nie aufgeben!“ Peter Gingold - Aus dem Leben eines jüdischen Antifaschisten und Kommunisten in der Résistance und der Bundesrepublik

Lesung mit Silvia Gingold und Dr. Ulrich Schneider (FIR)

Mittwoch, 16.09.2026 | Gewerkschaftshaus (Foyer) | Legienstraße 22 | Kiel (Der Veranstaltungsort ist barrierefrei!)

Peter Gingold (1916 – 2006) war einer der profiliertesten jüdischen Widerstandskämpfer und Kommunisten in der Bundesrepublik. Unter dem Titel „Paris – Boulevard St. Martin No. 11“ erschienen im PapyRossa-Verlag Köln seine autobiographischen Aufzeichnungen, aus denen an diesem Abend gelesen wird.

Im Kriegsjahr 1916 wurde Peter Gingold in eine jüdische Familie geboren. Als Jugendlicher erlebte er den aufkommenden Faschismus, den Antisemitismus in Frankfurt/Main, schloss sich der Arbeiterjugendbewegung an und nahm teil am ersten Widerstand gegen das faschistische Hitlerregime.

Im Sommer 1933 emigrierte er mit seiner Familie ins Exil nach Paris, erlebte Existenzkampf und die Angst vor Abschiebung der Emigranten. Nach der Besetzung Frankreichs durch die deutsche Wehrmacht schlossen er und seine Frau Ettie sich dem Widerstand in den Reihen der Résistance an. Peter Gingold wurde verhaftet und es gelang ihm in einer unglaublichen Flucht, den Fängen der Gestapo zu entkommen. Er nahm am Aufstand zur Befreiung von Paris teil und erlebte den 8. Mai 1945 in Turin mit der italienischen Resistenza.

Zurückgekehrt nach Deutschland gestaltete er dort den politischen Neuanfang aktiv mit. Doch dann erlebten er und seine Familie fast drei Jahrzehnte erneute Verfolgung, Ausbürgerung und Berufsverbot.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit VVN-BdA Schleswig-Holstein.

schleswig-holstein.vvn-bda.de | sh.rosalux.de

80 Jahre Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Schleswig-Holstein - Gegen das VergessenDonnerstag, 17.09.2026 | 18....
02/09/2026

80 Jahre Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Schleswig-Holstein - Gegen das Vergessen

Donnerstag, 17.09.2026 | 18.30 Uhr | Schifffahrtsmuseum | Schiffbrücke 39 | Flensburg

Im 80. Jahr der Gründung Schleswig-Holsteins gedenken wir als VVN-BdA S-H auch unserer Anfänge im Jahr 1946. Nach der Befreiung vom Naziregime galt es, das Land Schleswig-Holstein mit demokratischen Strukturen aufzubauen.

Die Komitees, aus denen dann die VVN S-H entstand, handelten im Sinne der Überlebenden aus den Konzentrationslagern und derjenigen, die im Widerstand gegen den Faschismus gekämpft hatten. Es war deren langjährige Erfahrung, dass zum Überleben eine Solidarität vonnöten ist, die über alle Partei- und Weltanschauungsgrenzen hinweg zusammenführt.

Auch heute - bei aller Vielfalt innerhalb der Vereinigung - handelt die VVN-BdA entsprechend dieser Erfahrung: solidarisch für eine Welt des Friedens und der Freiheit, gegen das Vergessen.

Der Festabend mit Musik, Vortrag und Gesprächen beginnt ab 18. 30 Uhr im Schifffahrtsmuseum Flensburg

Der Historiker Dr. Ulrich Schneider führt mit einem Impulsreferat in das Thema der Jubiläumsveranstaltung

Gemeinsam für eine Welt des Friedens und der Freiheit
Gegen das Vergessen

ein.

In einem offenen Gedanken- und Meinungsaustausch mit Podiumsteilnehmer*innen (Vertreter*innen aus Kirche und Gesellschaft) und den Gästen wollen wir gemeinsam Handlungsperspektiven für eine solidarische Gesellschaft gegen eine weitere Rechtsentwicklung eröffnen.

Musikalisch wird der Abend begleitet von Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia) und Joram Bejarano.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit VVN-BdA Schleswig-Holstein.

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Eine vergessene Allianz? - Jüdinnen und Juden in der internationalen LinkenDiskussionsveranstaltung | Do. 17.09.2026 | 1...
01/09/2026

Eine vergessene Allianz? - Jüdinnen und Juden in der internationalen Linken

Diskussionsveranstaltung | Do. 17.09.2026 | 19 Uhr | hansa48 (Hansastraße 48 | Kiel

Angesichts der polarisierten Debatten um Israel und Palästina, Zionismus und Antisemitismus mag es schwerfallen sich dies vorzustellen: Doch seit dem 19. Jahrhundert bis weit in das zwanzigste Jahrhundert hinein bestand eine Allianz zwischen beträchtlichen Teilen der jüdischen Emanzipationsbewegungen und der sozialistischen und Arbeiter*innenbewegung. Dies galt für das Russische Reich und die frühe Sowjetunion ebenso wie für Polen, für Großbritannien wie für die USA und ebenso für Südafrika. Auch die kommunistischen, gewerkschaftlichen und antikolonialen Bewegungen in Tunesien und Marokko hatten zahlreiche jüdische Repräsentant*innen.

Die Arbeiter*innenbewegung stand mehrheitlich auf der Seite von Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Antisemitismus. Doch konnte auch sie die Shoah nicht verhindern. Ebenso wenig waren Bewegungen und Staaten, die sich auf den Sozialismus und Kommunismus beriefen, frei von Antisemitismus.

Die Erinnerung an die lange und tiefe Allianz von jüdischer Emanzipationsbewegung und Arbeiter*innenbewegung ist wichtig, weil sie zum einen eine respektvolle, wo nötig auch kritische Erinnerungsarbeit leistet und weil aus ihr zum anderen Lehren für das Zusammenwirken partikularer und universalistischer Perspektiven für eine heutige Linke in heterogenen Gesellschaften gezogen werden können. Nicht zuletzt verweisen Geschichte und Geschichten, wie sie in den bisher fünf Bänden der Reihe „Jüdinnen und Juden in der internationalen Linken" dargestellt werden, darauf, dass das, was einmal mühsam erkämpft und politisch verbunden wurde, in veränderter Form auch wieder möglich werden kann.

Es diskutieren:

Nadia el Querghemmi, RLS, Tunis, zur jüdischen und jüdisch-linken Geschichte in Tunesien
Dr. Florian Wilde, RLS, Schleswig-Holstein, zu „Einsame Propheten? Juden im Trotzkismus"
Dr. Florian Weis, RLS, Berlin, Moderation und Vorstellung der Reihe

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hansa48 und dem Buchladen Zapata.

www.hansa48.de | sh.rosalux.de

Eine vergessene Allianz? - Jüdinnen und Juden in der internationalen LinkenPodiumsdiskussion | Mittwoch, 16.09.2026 | 19...
01/09/2026

Eine vergessene Allianz? - Jüdinnen und Juden in der internationalen Linken

Podiumsdiskussion | Mittwoch, 16.09.2026 | 19 Uhr
Jüdisches Museum | Prinzessinstraße 7–8 | Rendsburg

Wenn heute über Israel und Palästina, Antisemitismus oder Zionismus gesprochen wird, geraten die historischen Verbindungen zwischen der jüdischen Emanzipationsbewegung und der sozialistischen Arbeiter*innenbewegung oft aus dem Blick. Dabei arbeiteten beide über viele Jahrzehnte in zahlreichen Ländern eng zusammen und kämpften gemeinsam für Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit und gegen Antisemitismus. So hatten zum Beispiel auch die kommunistischen, gewerkschaftlichen und antikolonialen Bewegungen in Tunesien und Marokko zahlreiche jüdische Repräsentant*innen.

Die Podiumsdiskussion beleuchtet diese wenig bekannte gemeinsame Geschichte der Allianz von jüdischer Emanzipationsbewegung und Arbeiter*innenbewegung. Sie zeigt aber auch ihre Widersprüche: Denn trotz vieler Solidaritätsbekundungen konnten weder die Arbeiter*innenbewegung noch Staaten, die sich auf den Sozialismus und Kommunismus beriefen, antisemitische Ausgrenzung, Verfolgung und schließlich die Shoah verhindern.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, diese komplexe Vergangenheit besser zu verstehen und darüber ins Gespräch zu kommen, wie sie für das Zusammenwirken partikularer und universalistischer Perspektiven für eine heutige Linke in heterogenen Gesellschaften ein Vorbild sein kann.

Es diskutieren:
Nadia el Querghemmi, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Tunis
Bodo Ramelow, MdB, Vizepräsident des Deutschen Bundestages und Ministerpräsident a.D.
Dr. Florian Weis, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin

Moderation: Mirjam Gläser, Jüdisches Museum Rendsburg

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Rendsburg.

www.jmrd.de | sh.rosalux.de

Jeder Acker, Jede Fabrik - Ideen für eine notwendige Revolution (Doku, D, 2026, 67 min.)Ein Film von labournet.tv und An...
01/09/2026

Jeder Acker, Jede Fabrik - Ideen für eine notwendige Revolution (Doku, D, 2026, 67 min.)

Ein Film von labournet.tv und AngryWorkers
in Anwesenheit der Filmemacher*innen

Donnerstag, 03.09.2026 | hansa48 (Hansastr. 48 | Kiel

Die Art und Weise, wie wir unser Leben produzieren, ist dumm, gefährlich und grausam. Es ist an der Zeit über eine Revolution nachzudenken, die die Gesellschaft grundlegend verändert.

Wir haben Genoss*innen zu den revolutionären Momenten der 1970er Jahre befragt. Wir haben mit Leuten gesprochen, die sich derzeit an Debatten über eine neue Produktionsweise beteiligen. Wir haben dutzende Arbeiter*innen interviewt, die sich aktuell auf Gemüseäckern, in Umspannwerken, Krankenhäusern oder U-Bahnschächten zur Wehr setzen.

In “Jeder Acker, jede Fabrik” entwickeln wir aus all diesen Stimmen ein konkretes Bild davon, wie der Übergang in eine post-kapitalistische Gesellschaft aussehen könnte. - Für alle, die ihren Kopf nicht in den Sand stecken wollen.

Eintritt: 5,- (Reservierungen unter [email protected])

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Chefduzen und der Hansa48.

www.jederacker.de | www.hansa48.de | sh.rosalux.de

Das Verbot der KPD im August 1956  Veranstaltung mit Georg FülberthDonnerstag, 27. August 2026 um 19 Uhr in Die Pumpe (H...
20/08/2026

Das Verbot der KPD im August 1956
Veranstaltung mit Georg Fülberth

Donnerstag, 27. August 2026 um 19 Uhr in Die Pumpe (Hassstr. 22, Kiel)

Nach wenigen Jahren legaler Parteiarbeit seit dem Ende des Faschismus und des 2. Weltkriegs wurde die KPD am 17. August 1956 in der BRD verboten. Es ist ein weiteres Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands und bedeutete Verfolgung und Repression für die Mitglieder. Die (bis heute verbotene) KPD und ihre Mitglieder waren nicht nur im Widerstand gegen die faschistische Diktatur, sondern auch nach dem Ende des Faschismus 1945 aktiv im Kampf gegen Krieg, Militarisierung und Rechtsentwicklung.

Die Veranstaltung

- gibt einen Blick zurück, in die Jahre des Verbots der KPD
- zeigt Auswirkungen des KPD-Verbots für die weitere Entwicklung der BRD fragt nach Parallelen zur aktuellen Entwicklung von Kriegspolitik, Wehrpflicht, Sozial- und Demokratieabbau
- weist hin auf den Ausbau des Repressionsapparats, die Änderungen im Polizeigesetz in SH, die Militarisierung, die wieder vorgesehenen Berufsverbote, die Gesinnungsschnüffelei, die Versuche des Abbaus der Demokratie und
- fragt nach Ähnlichkeiten der Verhältnisse wie in den 50er-Jahren

Begrüßung: Bettina Jürgensen, marxistische linke SH,
Moderation: Heinz Stehr, Netzwerk kommunistische Politik in der DKP SH
Referent: Georg Fülberth, Dr. phil., Jg. 1939. Von 1972 bis 2004 Professor für Politikwissenschaft an der Universität Marburg, mit den Forschungsschwerpunkten Theorie und Geschichte des Kapitalismus und Geschichte der Arbeiterbewegung. Zahlreiche Bücher wie die Basiswissen-Bände ›Kapitalismus‹, ›Sozialismus‹ und ›Marxismus‹, publiziert in Zeitungen und Zeitschriften

Eine Veranstaltung der marxistische linke SH mit Unterstützung vom Netzwerk kommunistische Politik in der DKP SH und VVN-BdA Kiel, in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein.

Antifa – eine kurze Einführung in die Geschichte des Kampfes gegen FaschismusWeltweit erleben rechtspopulistische und ne...
11/08/2026

Antifa – eine kurze Einführung in die Geschichte des Kampfes gegen Faschismus

Weltweit erleben rechtspopulistische und neofaschistische Parteien Aufschwung und feiern Wahlerfolge. Autoritarismus und Demokratiefeindlichkeit nehmen besonders in Krisenzeiten zu, liefern einfache Antworten auf komplexe Fragen. Wie lassen sich diese Entwicklungen in Deutschland und global verstehen? Vermehrt wird diskutiert, ob wir es mit der Rückkehr bzw. einem neuen Faschismus zu tun haben. Vor über hundert Jahren entstand in Italien die faschistische Bewegung, in Deutschland wurde nach Ende des Ersten Weltkriegs die nationalsozialistische Partei gegründet. Linke Gruppen waren die ersten, die die neuen faschistischen Bewegungen analysierten und antifaschistischen Widerstand organisierten. Mit der Geschichte des Antifaschismus möchten wir uns im Workshop beschäftigen. Wir besprechen unter anderem folgende Fragen: Woher kommt das Antifalogo mit den zwei Fahnen? Wie entstanden die ersten antifaschistischen Gruppen? Was veränderte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges? Was gibt es für Faschismustheorien?

Das Tagesseminar bietet eine Einführung in die Geschichte der antifaschistischen Bewegung: Von ihrer Entstehung bis zu den Baseballschlägerjahren der 1990er Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung und aktuellen Entwicklungen. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Gemeinsam diskutieren wir kurze Filme und Texte, klären Fragen und tauschen uns über Erfahrungen aus.

Dieses Seminar richtet sich an alle, die sich gegen Neonazismus, Rassismus und rechte Ideologien engagieren wollen, die diskutieren, dazulernen und sich mit anderen austauschen möchten.

Samstag, 19.09.2026 | 10.30 Uhr - 17.30 Uhr | hansa48 (Hansastr. 48 | Kiel

Die Veranstaltung ist kostenlos, es muss sich aber angemeldet werden. Die Plätze sind begrenzt und wir versuchen bestmöglich ausgeglichene Geschlechterverhältnisse bei der Vergabe zu berücksichtigen.

Kontakt: [email protected]

Für Getränke und etwas Kleines zu essen (vegan/vegetarisch) wird gesorgt.

sh.rosalux.de | www.hansa48.de

Kuba trotzt der US-BlockadeFür massive politische und materielle  Unterstützung - sofort!In der Veranstaltung gibt Dr. E...
29/04/2026

Kuba trotzt der US-Blockade
Für massive politische und materielle Unterstützung - sofort!

In der Veranstaltung gibt Dr. Edgar Göll, Sozialwissenschaftler und Zukunftsforscher, einen fundierten Überblick über die aktuelle Situation in Kuba. Er beleuchtet die Auswirkungen der Blockade, ordnet die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein und zeigt, wie Kuba auf die zunehmende internationale Bedrohung reagiert – unter anderem durch eine stärkere Vernetzung mit Ländern des Globalen Südens.
Der Vortrag wird durch aktuelle Eindrücke in Wort und Bild ergänzt. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion.

Mittwoch, 6. Mai 2026 um 19 Uhr im ZEIK
Elisabethstr. 68, 24143 Kiel-Gaarden

Link zur Veranstaltung im Kommentar

Adresse

KaiserStr. 38
Kiel
24143

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