Ingenieurbüro Juri Müller

Ingenieurbüro Juri Müller Beratung und Schulung für die allgemeine Kunststoff-Verarbeitung

"Wenn der deutsche Werkzeugbau nicht aufpasst, geht er über die Wupper."Das ist quasi die Zusammenfassung der Gespräche ...
10/05/2023

"Wenn der deutsche Werkzeugbau nicht aufpasst, geht er über die Wupper."

Das ist quasi die Zusammenfassung der Gespräche auf der KuTeNo gewesen. Woran liegt das?

Es werden verschiedene Techniken einfach nicht genutzt. Simulation, Sensorik und konturnahe Temperierung bieten das meiste Potential.
Dabei stellt die konturnahe Temperierung die Möglichkeit dar, die am einfachsten umzusetzen ist. Einbauen und fertig. Mehr braucht man nicht. Außer die Wartung am Ende. Und ich bin nicht der Meinung, dass die Neukunden langsam ran geführt werden müssen. Es müssen direkt alle Vorteile mitgenommen werden, weil der Preis sich nicht ändert. Aber der Einsatz amortisiert sich so schneller.

Bei Sensorik und Simulation sieht es anders aus. Hier brauche ich jeweils eine gewisse Vorbereitung und ein Grundwissen. Was können die Sensoren und was kann die Simulation? Natürlich kann man beides getrennt betrachten, aber warum sollte man? Dann gehen damit auch die weiteren Vorteile flöten. Wenn aus der Simulation die ideale Position des Sensors klar wird und welche Messwerte zu erwarten sind, wird es später in der Musterung des Werkzeugs leichter und schneller und ich erhalte die Validierung der Simulation. Sie wird dann so präziser und am Ende wird das Werkzeug günstiger. Warum diese Vorteile liegen lassen? Natürlich wird dafür Wissen benötigt, was ich auch vermittele. Entweder in der aufgezeichneten Schulung oder Präsenzschulung. Auch an eigenen Projekten, damit das Wissen möglichst gut vermittelt werden kann und auch wieder aufgefrischt werden kann.

Und einen wichtigen finalen Punkt gibt es noch. Der kam aus dem letzten Gespräch mit Hein heraus. Anstatt gegeneinander zu arbeiten, sollte miteinander gearbeitet werden. Der Druck aus dem Ausland ist hoch. Sehr hoch. Und wenn weiter Energie damit vergeudet wird sein eigenes Süppchen zu kochen, fehlt diese Energie an den wichtigen Stellen. Ja, Werkzeugbau A geht den ersten Schritt in einem Bereich und sammelt wichtige Erfahrungen. Werkzeugbau B kann davon profitieren und steckt die Energie in einen anderen Bereich rein, wovon Werkzeugbau A und C wieder profitieren, weil Unternehmen C nochmal andere Erfahrungen beiträgt. Das geht sogar sehr gut, wenn die Werkzeugbauer unterschiedliche Branchen bedienen und de facto keine Konkurrenten sind oder werden.

Und der wichtigste Punkt von allen: Viele Werkzeugbauer sind in der Schockstarre und wissen nicht, was sie tun sollen. Die Entscheidungen werden entweder gar nicht mehr getroffen oder nur zögerlich, wenn was Neues gemacht werden soll. Da bleibt man lieber beim Altbewährten und lässt sich abhängen. Das macht die Situation nicht besser.

Mir fallen da spontan ein paar Ideen ein, wie das besser werden kann. Die muss ich aber noch mit ein paar Leuten besprechen, ob sie dabei sein wollen oder nicht. Das braucht noch etwas Zeit.

Nach dem heutigen SpotOn-Vortrag kam mir eine spontane, aber verrückte Idee. Mit konturnaher Temperierung(links im Bild)...
04/05/2023

Nach dem heutigen SpotOn-Vortrag kam mir eine spontane, aber verrückte Idee. Mit konturnaher Temperierung(links im Bild) lässt sich Zykluszeit einsparen, aber mit einer guten Konstruktion(rechts im Bild) noch zusätzlich Energie. Und zwar reichlich. Zum gleichen Preis.

Kann sich ein solch Einsatz nur über die Energieersparnis amortisieren?

Nehmen wir an, dass wir eine saubere Konstruktion vorliegen haben, die 1kW weniger Pumpenleistung braucht. Macht pro Tag bei einem Preis 0,3€/kWh eine Ersparnis von 7,20€. Pro Woche 50,20€.

Der Einsatz kostet nun mit Konstruktion grob geschätzt 3.000€. Alleine nur durch die Energieersparnis amortisiert sich der Einsatz nach 60 Wochen, wenn er 24/7 im Einsatz ist. Nehmen wir eine Auslastung von 85% für den Dauerläufer an. Das sind dann 70,5 Wochen und der ROI liegt bei nur 1,35 Jahren.

Wenn die Regel im Unternehmen besteht, dass alles mit einem ROI von unter 2 Jahren umgesetzt wird, funktioniert es alleine nur mit der Energieersparnis. Die Zykluszeitersparnis kommt natürlich noch oben drauf. Wer hätte das gedacht?

Endlich mal mehr Ordnung und weniger Scrollen auf der Website, wenn man sich die Trailer zum Schulungsinhalt ansehen wil...
24/04/2023

Endlich mal mehr Ordnung und weniger Scrollen auf der Website, wenn man sich die Trailer zum Schulungsinhalt ansehen will oder die wichtigsten Infos haben will. Und beim wachsenden Inhalt war es einfach notwendig.

Einen wichtigen Punkt habe ich auch transparent gemacht. Die Kosten für den Firmenzugang, weil hierbei viel Unsicherheit bestand. Ich verrate es schon jetzt. Es ist günstiger als gedacht.
Warum?
Weil ich Ihnen und mir viel Aufwand spare. Niemand muss anfahren, niemand muss genug MA zusammentrommeln und niemand muss sich einen Kopf drum machen, wann die Schulung überhaupt möglich wäre. Das ist der Vorteil an aufgezeichneten Schulungen und den gebe ich weiter.
Mehr Informationen finden Sie hier: www.ib-jm.com/schulung

Fragen sind beim Firmenzugang auch möglich, wenn das All-in-One-Paket genommen wird. Das läuft dann einfach über die Firmenadresse. Einfacher geht es nicht mehr.

Die Schulung "Simulation im Werkzeugbau" ist auch im All-in-One-Paket enthalten, bis auf den individuellen Teil. Der muss dann separat berechnet werden, weil hier eine individuelle Schulung vorbereitet wird.

Das einzige was noch überbleibt, ist die Eigenverantwortung die Schulung auch durchzuarbeiten. In den aktuellen Zeiten, wo alle möglichen Einsparpotentiale genutzt werden wollen, ist es auch wichtig zu wissen, wo sie liegen und wie sie gehoben werden können. Ein paar Möglichkeiten zeige ich in den Schulungen schon jetzt auf, aber es kommen noch weitere hinzu. Speziell für den Werkzeugbau kommen ein paar Aspekte hinzu, die berücksichtigt werden wollen. Natürlich auch mit Erklärung und wie das aussehen kann.

"Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts."Die Gespräche in den letzten Wochen hatten viele Gemeinsamkeiten. Ei...
11/01/2023

"Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts."

Die Gespräche in den letzten Wochen hatten viele Gemeinsamkeiten. Eine betrifft das Thema Wissen bzw. Wissendatenbanken. Durch die aktuell turbulenten Zeiten wird es immer wichtiger zu verstehen, warum sich Kunststoffe so verhalten, wie sie sich verhalten und was möglich ist. Leider wurde dies oft einfach ignoriert oder beiseite geschoben, weil es keine hohe Priorität hatte. Bis jetzt.

Jetzt kommen auch noch die Forderungen der Kunden hinzu, dass die Preise möglichst gleich bleiben sollen. Quasi unmöglich, wenn sich nichts ändert. Und da komme ich ins Spiel. Mit drei Möglichkeiten.

1. Direkte Unterstützung

Für mich nicht neu und durch die Situation der letzten fast drei Jahre, lief diese Dienstleistung quasi nur digital. Ja, so fand auch ein Wissenstransfer statt, aber nur stark eingeschränkt. Jetzt steht diese Dienstleistung auch wieder voll zur Verfügung. Wir können uns gemeinsam bei Ihnen vor Ort die laufenden Prozesse anschauen, direkt prüfen wo die Flaschenhälse liegen und auch Neuprojekte besprechen. Der Wissenstransfer ist da und deutlich breiter. Sie profitieren direkt davon, weil akute Baustellen direkt angegangen werden können und die Lösungsmöglichkeiten auch am praktischen Beispiel erläutert und durchgeführt werden.

2. Online-Schulung

Mein Wissen archiviere ich und mache es möglichst verständlich vielen zugänglich. Ja, ich könnte mittlerweile ein erstes Buch rausgeben, aber da gehen noch viele wertvolle Zusammenhänge verloren. Und nicht nur ich bestimme, was die Themen sind, sondern auch meine Kunden. Bedingt durch interne Optimierungen, gibt es für die Bestandskunden und Neukunden eine interessante Nachricht. Die zeitliche Limitierung entfällt vollständig. Das gilt für Einzelzugänge, aber auch Firmenzugänge. Wer also jetzt bestellt, kriegt auch in 5-10 Jahren noch weitere neue Videos. Ich unterscheide noch zwischen dem Basis-Paket, was nur die Schulungen beinhaltet und dem erweiterten Paket, was auch alle Antworten zu Fragen beinhaltet. Aber hier muss ich in Zukunft den Preis nach oben anpassen. Wer also jetzt bestellt, nimmt noch den günstigen Preis mit. Warten macht keinen Sinn mehr. Einen Nachteil hat es. Das Wissen muss erarbeitet und auf die eigenen Probleme projiziert werden.

3. Alles bleibt, wie es ist

Aber ohne mich. Dafür bin ich nicht zu haben. Das kriegen Sie auch alleine hin.

Was darf es sein?

Allen ein frohes neues Jahr!Der erste Punkt auf der To-Do-Liste ist abgehackt. Mein erster Artikel ist geschrieben und a...
02/01/2023

Allen ein frohes neues Jahr!

Der erste Punkt auf der To-Do-Liste ist abgehackt. Mein erster Artikel ist geschrieben und auf LinkedIn veröffentlicht.

Was erwartet Sie und euch im nächsten Jahr?Ein kleiner Ausblick:Online-SchulungEs geht weiter. Statt wie üblich dann an ...
30/12/2022

Was erwartet Sie und euch im nächsten Jahr?

Ein kleiner Ausblick:

Online-Schulung
Es geht weiter. Statt wie üblich dann an der Schulung weiter zu machen, wenn Zeit da ist, wird nun ein Tag pro Woche dafür fix eingeplant. Hab ein paar Themen noch, die bearbeitet werden wollen. Und ein paar erste praktische Experimente gehören dazu.

Präsenz-Schulungen:
Nach längerer Pause, geht es mit den Präsenz-Schulungen auch weiter. Das sind quasi die Online-Schulungen, aber direkt für verschiedene Ziel-Gruppen angepasst, damit ein schneller kompakter Start mit der jeweiligen Thematik losgehen kann. Sei es Artikelkonstruktion, Werkzeugkonstruktion oder auch eine allgemeine Schulung. Möglich sind firmeninterne Schulungen mit eigenen Artikel oder an einem Veranstaltungsort mit einem fiktiven Artikel, wo sich jeder für anmelden kann.

Industrie 4.0:
Das Thema wird im nächsten Jahr mehr von mir bearbeitet. Das startet aber erst im Frühjahr, weil noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden müssen. Um das Thema kommt niemand mehr herum, aber es muss auch sauber angegangen werden. Hier kann viel falsch gemacht werden, was dann in Kosten und Frust mündet.

Kostenkalkulation:
Ich hab zum Start meiner Selbstständigkeit mir ein Tool gebaut, womit sich die Kosten im Spritzguss realitätsnah berechnen lassen. Ja, es gibt in allen Unternehmen ein Controlling, aber meine Kalkulation ist anders. Damit lassen sich die Schwächen im Prozess, auch im Vorfeld, aufdecken und abstellen. Ideal wenn es darum geht ein Werkzeug zu bauen, was einen möglichst geringen TCO hat. Dieses Tool ist auch Teil von Industrie 4.0 und soll in bestehende ERP-Systeme implementiert werden. Schließlich wollen Sie wissen, wann z.B. eine Wartung günstiger ist als der Betrieb mit einer zu dicken Kalkschicht.

Simulationen:
Geht natürlich weiter ohne große Änderung. Ich prüfe aber weiterhin, wo ich noch meine Prozesse optimieren kann, damit die Preise gleich bleiben können.

Druckguss:
Da kommt noch mehr. DIE eine Lösung gibt es für den Druckguss nicht. Speziell wenn es darum geht die Summe aus Werkzeugkosten und Prozesskosten so klein wie möglich zu halten, gibt es nur individuelle Lösungen. Erst recht wenn es darum geht den Verschleiß so gering wie möglich zu halten.

Plagiatsschutz:
Klingt komisch, aber es ist möglich unsichtbare Markierungen in Kunststoffteilen einzubringen, die sofort zeigen, ob man das eigene Teil oder ein Plagiat vorliegen hat. Hier wird aber in Zukunft nichts veröffentlicht, sondern nur im Gespräch mit potentiellen Kunden. Schließlich geht es um Plagiatsschutz.

Wird ein ordentliches Programm für das nächste Jahr. Und jeder hat die Chance an jeder Stelle einzusteigen. Mir egal, ob man viel vernachlässigt hat oder seine Hausaufgaben gemacht hat. Wer besser werden will, dem werde ich das nicht verwehren.

Das Jahr nähert sich dem Ende und die Planungen für 2023 stehen an. Auch bei mir ist einiges geplant, aber mehr dazu in ...
15/12/2022

Das Jahr nähert sich dem Ende und die Planungen für 2023 stehen an. Auch bei mir ist einiges geplant, aber mehr dazu in 2023.

Wie sieht es aber bei Ihnen aus? 2023 startet so, wie es enden wird. Hohe Energiepreise, noch härterer Wettbewerb und gestiegene Qualitätsanforderungen. Das kündigt sich an. Wie wäre es damit anders anzufangen und sich direkt zu Jahresanfang den Themen widmen, bevor sie zu einem akuten Problem werden?

Dazu biete ich für Spritzgießer(GF, Produktionsleiter, Technische Leiter, Verfahrenstechniker u.a.) und Werkzeugbauer(GF, Konstrukteure u.a.) nächste Woche Donnerstag, den 22.12., von 10-12 Uhr ein kostenloses an. Kein fixes Thema, sondern eine offene Runde mit folgendem Ablauf:

▶ Wer bin ich und was mache ich?
▶ Welche Möglichkeiten gibt es die Themen anzugehen?
▻ Kurzfristige Lösungen
▻ Mittelfristige Lösungen
▻ Langfristige Lösungen
▶ Offene Diskussion über Probleme, Wünsche und Sorgen

Kommen Spritzgießer und Werkzeugbauer zusammen, kann man auch besser über die Themen reden. Zur Not "übersetze" ich, weil die Ziele beider Gruppen identisch sind, aber nicht die Wege.
Auch bitte ich darum keine Betriebsgeheimnisse preis zu geben. Grob umschreiben reicht vollkommen aus.

Anmeldung erfolgt via PN mit Mail-Adresse zwecks Einladung oder direkt per Mail. Kontaktdaten finden Sie im 1. Kommentar. Insgesamt gibt es 10 Plätze. Falls gewünscht, gibt es auch die Möglichkeit zwischen den Feiertagen und in der ersten Januarhälfte diese Diskussionsrunde zu wiederholen.

Und eine Aufzeichnung erfolgt nicht. Dafür erhalten alle Teilnehmer die anfallenden Notizen und die Kurzpräsentation, wenn gewünscht.

Bildquelle: SWR

Energiekosten sind nicht nur im Spritzguss ein Thema, sondern auch im Druckguss. Was ein bisschen verwundern mag, ist di...
13/12/2022

Energiekosten sind nicht nur im Spritzguss ein Thema, sondern auch im Druckguss. Was ein bisschen verwundern mag, ist die notwendige Energie zum Aufschmelzen von 1kg Kunststoff und 1kg Aluminium. Je nach Kunststoffsorte sind die Energiemengen ähnlich oder übersteigen sogar den Energiebedarf des Aluminiums. Verwunderlich, aber die Energie zum Aufschmelzen der Kristalle kann beim Kunststoff ausarten.

Hinsichtlich der Zykluszeit gibt es verschiedene Ansätze, wie man vorgehen kann.

Wie beim Spritzguss, kann ich auch beim Druckguss eine Wärmebildkamera nehmen und die Hot-Spots finden. Ein Kontaktthermometer ist wenig dienlich, weil die Temperaturen zu hoch sein könnten in den relevanten Bereichen. Und jetzt kommt ein großer Unterschied zum Spritzguss. Der Wärmetransport aus dem Aluminium ist nicht der limitierend Faktor, sondern der Wärmetransport in das Wasser. Folgende Faustformel gilt:

Doppelte Wandstärke = Vierfache Zeit für den Wärmetransport

Je näher ich dran bin, umso schneller wird die Wärme abgeführt. Das ist das Grundprinzip der konturnahen Temperierung. Jetzt kommt es aber auf das Material an.

Bin ich mit einer einfachen Optimierung zufrieden, kann ich 1.2709 nehmen. Führt mit passender Konstruktion mehr Wärme ab, aber es geht besser.
Nehme ich H11, führe ich schon deutlich mehr Wärme ab. Aber die Anforderungen an die Konstruktion steigen. Ich muss u.a. darauf achten, dass genug Wasser durch den Einsatz fließt, sonst zerstören mir entweder die Kavitation oder die thermischen Spannungen den Einsatz. Kritisch wird es, sobald das Wasser das flüssige Aluminium berührt. Aber auch hier gibt es eine Lösung für. Mit einer passenden Konstruktion, die simulativ überprüft wird, kann ich bestimmen wo ein Riss entsteht und wohin er wächst. Von Kanal zu Kanal ist unkritisch, weil die Leckageströmung zu vernachlässigen ist. Hauptsache es geht nicht in das Aluminium. Aber es geht noch besser, wenn notwendig.
Mit dem neuen Material von Hengsbach ist es möglich sehr viel mehr Wärme abzuführen als mit dem H11. Und jetzt kommt das große ABER:

Die Konstruktion muss sauber sein und mittels Simulationen überprüft werden. Hier kann und wird sonst eine Menge schief gehen. Noch mehr als beim 1.2709 und H11.

Was hat das nun mit der Energieersparnis zu tun?

Je kürzer der Zyklus ist, umso weniger Energie muss ich aufwenden das Aluminium flüssig zu halten. Habe ich also Bereiche, die die Zykluszeit unnötig verlängern, muss ich auch das Aluminium unnötig lange flüssig halten. Muss das sein? Nein. Warum also nicht ändern? Es wird sonst nur teurer.

Das Thema Energiekosten ist weiterhin aktuell und wird es auch bleiben. Leider. Und daraus ergeben sich zwei Optionen.1....
07/12/2022

Das Thema Energiekosten ist weiterhin aktuell und wird es auch bleiben. Leider. Und daraus ergeben sich zwei Optionen.

1. Kopf in den Sand stecken
2. Die aktuellen Prozesse analysieren und optimieren

Wer sich für die erste Option entschieden hat, kann weiterscrollen. Was nun folgt, macht am Ende Arbeit und ja, es kostet auch Geld. Aber in Summe weniger als man mit den bisherigen Prozesses ausgeben müsste.

Durch mein Dienstleistungsangebot unterscheide ich bewusst zwischen Kunststoffverarbeitung und Druckguss. Es gibt einige Unterschiede, die sich bemerkbar machen. Und es gibt Möglichkeiten, wie man das Potential für die Optimierung ermitteln kann. Mit kleinen Bordmittel geht es auch, wenn z.B. eine Wärmebildkamera nicht verfügbar ist.

Fangen wir mit dem Spritzguss an und machen die Blackbox Werkzeug etwas transparenter.

Wie gehe ich am besten vor, wenn ich Kosten reduzieren will? Nein, Fachpersonal entlassen ist es nicht, sondern führt zum genauen Gegenteil. Das Fachpersonal braucht man später auf jeden Fall.

Es geht damit los, dass man sich die Top10 der Produkte raus sucht, die man produziert und die den höchsten Umsatz bringen.
Weiter geht es, indem man sich dann die frisch ausgeworfenen Teile mittels Wärmebildkamera ansieht. Wo sind die Hot-Spots? Mit der Info geht es ins CAD. Wie sind die Wandstärken an dem Artikel? Sind sie gleichmäßig oder ist im gemessenen Hot-Spot ein dickwandiger Bereich? Ist ersteres der Fall, alles soweit dokumentieren. Ist zweiteres der Fall, muss auch mit der Artikelkonstruktion gesprochen werden. Hier lässt sich kurzfristig nur wenig machen, aber für die Zukunft muss man sich dies vormerken.
Und so geht man weiter vor mit den restlichen neun Artikel.

Was mache ich nun damit?

Diese Flaschenhälse lassen sich mit konturnaher Temperierung lösen. Aber das braucht auch eine vernünftige Lösung, die auch dauerhaft die Leistung bringt. Aus dem Grund arbeite ich auch mit der Fa. iQtemp GmbH zusammen, weil ich dort genau dies kriegen kann. Und ich entwickle auch mit ihnen die konturnahe Temperierung weiter.
Am besten einfach direkt Carlo Hüsken kontaktieren und die Probleme schildern. Er hat für quasi jedes Problem eine Lösung. Und die dazugehörigen Simulationen kommen von mir, wodurch das Qualitätslevel gehalten wird.

Was mache ich, wenn ich keine Wärmebildkamera habe?

Ein Kontaktthermometer tut es auch. Und das sollte man auf jeden Fall haben. Dauert etwas die Stelle zu finden, aber ich erhalte auch die notwendigen Informationen. Und eine Einsteiger-Wärmebildkamera ist auch nicht teuer, tut es aber auch.

02/12/2022

Ein kleines Jubiläum. Das Ingenieurbüro Juri Müller wird drei Jahre alt. Zeit für einen Rückblick, was in den drei Jahren alles passiert ist:

Die Idee der Selbstständigkeit war schon lange vorhanden und ich wurde durch eine Standortauflösung quasi ins kalte Wasser geworfen. Statt in einer festen Anstellung zu sein und von da aus die Selbstständigkeit planen, hatte ich genau drei Tage Zeit für einen Business-Plan mit allem Drum und Dran. Was ist aus dem Businessplan geworden? Viel von dem, was drin stand, hatte ich damals nicht mal ansatzweise im Blick, was nun Realität ist.

Konturnahe Temperierung

Eigentlich wollte ich weniger mit konturnaher Temperierung machen. Fast fünf Jahre hab ich mich mit dem Thema beschäftigt und dachte schon viel darüber zu wissen. Eigentlich. Es gab einige Weiterentwicklungen, die das Thema weitaus interessanter machen. Angefangen von der Thematik, wie sich die Konstruktionen beschleunigen lassen und sonst noch möglich ist. Beim Thema Druckguss hat sich viel ergeben. Speziell mit den Möglichkeiten der additiven Fertigung und Nutzung anderer Materialen außer 1.2709, wodurch neue Möglichkeiten entstehen. Im besten Fall sind Zykluszeiten im Druckguss möglich, wie sie beim Spritzguss bekannt sind. Ein Novum.

Simulationen

Auch hier hat sich einiges bewegt. Es gibt gewisse Standards, aber die haben immer noch die individuelle Komponente. Passend zum Kunden und den Anforderungen.
Aber auch andere Simulationen sind vermehrt "normal" geworden. Durchflusssimulationen und Leistungsberechnungen sind es weniger, sondern die thermischen Spannungen. Interessant für den Druckguss, da die Risse im Einsatz gesteuert werden können. Die Risse sind gewollt und laufen auch da hin, wo sie keinen Schaden verursachen. Ebenfalls ein Novum.

Schulungen

Das war ein Punkt, der deutlich anders gelaufen ist als erwartet. Ursprünglich wollte ich weitaus mehr Präsenzschulungen machen, aber es kam anders als man denkt. Jetzt gibt es eine organisch wachsende Online-Schulung. Es fing mit einem Konzept an und treibt gerade seine Blüten. Kunden entscheiden über die Themen mit, die behandelt werden sollen, und stellen auch interessante Fragen, für die es vorher keine Antworten gab. Ein Novum? Ich hab zum Start nichts ähnliches im deutschsprachigen Raum gefunden, was ähnlich ist. Nur starre Schulungen ohne den individuellen Anteil. Vermutlich ist es ein Novum.

Gibt es was zu verschenken? Ja. Wer eine Frage zum Spritzguss hat, die ich nicht beantworten kann, kriegt einen Zugang zur Online-Schulung mit allen Inhalten geschenkt.

Eine kurze Reise, die aber viel Action enthielt. Und es kommt noch mehr. Versprochen.

Adresse

Gielster Stück 6
Lüdenscheid
58513

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