Rovernauts

Rovernauts 1st international Team at NASA Human Exploration Roverchallenge, since 2007

Besuch der Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper (NASA)im International Space Education Institute in Leipzig11. Septe...
05/09/2026

Besuch der Astronautin Heidemarie Stefanyshyn-Piper (NASA)
im International Space Education Institute in Leipzig
11. September 2026, 14-17 Uhr

Heidemarie Stefanyshyn-Piper besucht am 11.9.2026 von 14-17 Uhr das International Space Education Institute (ISEI) in Leipzig, stellt sich den Fragen der neugierigen SchülerInnen, lässt sich zum Fahren mit einem der legendären Moonbuggys aus Leipzig einladen, besucht die Gedenktafel ihres ehemaligen ISS-Direktors Prof. Dr. Jesco von Puttkamer und hält einen Vortrag über ihre 2 Flüge auf die ISS.

Die Schüler des ISEI zeichnen sie für den an diesem Tag stattfindenden 20. Jahrestages Ihres ersten Dockingmanövers an die ISS aus und umgekehrt zeichnet sie die jungen Tüftler und Gewinner der International Roverchallenge 2026 aus.
Eine Gedenkminute um 14:46 Uhr wird nicht fehlen. Autogramme gibt es auch.

Aus Leipzig stammen 5 NASA-Wissenschaftler, darunter der Direktor der ISS. Seit 20 Jahren werden in Leipzig wieder junge Raumfahrtwissenschaftler ausgebildet und besetzen bereits Spitzenposten rund um den Globus. Am Montag, dem 7.9.26 sitzt die vom ISEI ausgebildete Cosma Heckel (19, aspiring Astronaut, Moonbuggy-Pilotin, Leipziger Jugendparlamentsmitglied, Mitglied des Youth Council der US-Generalkonsulates) dazu in der Paneldiskussion „Politik und Weltraum“ in Berlin zusammen mit der NASA-Astronautin und ESA-Astronaut Dr. Gerhard Thiele.

Jede Schülerin und jeder Schüler mit Interesse an Raumfahrt und Naturwissenschaft ist eingeladen mit in Leipzig dabei zu sein, der Astronautin Fragen zu stellen und Neugier für solche internationalen Wettbewerbe aus Leipzig mitzubringen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Die Schüler des ISEI haben den Besuch des Starts der ARTEMIS 2 im April 2026 und aktuell 7 Wochen technisches Sommercamp hinter sich und freuen sich darauf, das erste Mal in 20 Jahren Institutsgeschichte ihre Exponate einer Astronautin in Leipzig vorzuführen.

Das International Space Education Institute ist als Verein in Leipzig firmiert und betreibt Bildungskontakte in bis zu 30 Länder. Interessierte SchülerInnen ab 10 Jahren werden in Leipzig an den Wochenenden und in den Ferien für internationale Wettbewerbe fit ge-macht und dann über das Abitur, die Ausbildung, das Studium bis in den Beruf begleitet.

Prof. Dr. Jesco von Puttkamer (1933-2012) war gebürtiger Leipziger, 50 Jahre im Dienst der NASA, distinguished German-American und arbeitete von Apollo bis zur ISS an der strategischen Umsetzung bemannter Missionen. Er war Gründungsvater des ISEI und zu diesem Anlass vor genau 21 Jahren in Leipzig.

Heidemarie Martha „Heide“ Stefanyshyn-Piper (* 7. Februar 1963, Saint Paul, Minnesota, USA) ist eine ehemalige US-amerikanische Astronautin und Marineoffizierin der United States Navy (Captain). Sie hat deutsch-ukrainische Wurzeln und ist Marine- und Bergungstaucherin.

STS-115 Raumfähre Atlantis
9.9. – 21.09.2006, 11d, 19h, 6 min
mit 2 EVA´s von insgesamt 13 h
Montage der Solarträger P3/4 an der ISS

STS-126 Raumfähre Edeavour
15.11.-30.11.2008, 15d 20h 29min
3 EVA´s, Reparaturen, Einbau von 2 Schlafplätzen und einer Toilette.
Heidemarie Stefanyshyn-Piper begeht in Leipzig ihr 20. Jubiläum ihres ersten Andock-Manövers an die ISS, am 11. September 2006 (12:48 Uhr MESZ).

Ehrengäste:
- Heidemarie Stephanyshyn-Piper (Astronaut)
- Edward Cox, Acting Public Engagement Counselor, U.S. Embassy Berlin
- Johanna Jacobi, Intern at the Consulate
Gastgeber:
- Ehepaar Ralf und Yvonne Heckel, Gründer und Vorstand des ISEI

Kooperation:
Frau Heidemarie Stefanyshyn-Piper besucht Deutschland auf Einladung des US-Außenministeriums. Ihr Besuch in Leipzig ist eine Kooperation mit dem US-Generalkonsulat Leipzig. Wir bedanken uns herzlich.

Programm

12:00 Uhr
Empfang der geladenen Gäste, Mitglieder, Schüler und Fans über die Rezeption, Registrierung der Autogrammwünsche, Einweisung zur Ankunft

13:30 Uhr
Abholung der Ehrengäste zum Jesco von Puttkamer Campus
Parklatzeinfahrt Breite Str. 5, 04315 Leipzig

14:00–14:15
Welcome on campus

14:15–14:45
Tour into the main building / meeting room / Jesco's Corner; warm-up with the students, round of introductions, snack

14:46 Uhr
Moment of Silence for 9/11 victims

14:50–15:05
Short walking tour with Heidemarie Stephanshyn-Piper, explanations about the campus

15:05–15:25
Student-led demonstration of the NASA rovers and exhibits, with Heidemarie Stephanshyn-Piper invited to drive a moon buggy; photos

15:30-15:50
Photo session for signed autographs
16:00–16:05
Short welcoming remarks by Mr. Heckel and Edward Cox (U.S. Embassy)

16:05–17:00
Presentation by Heidemarie Stephanshyn-Piper (15 to 20 min)
and Q&A (40 min), Polytechnikum, Hall 4

17:00 - 17:10
Presentation of awards to the students (recognition for excellence at the Space Summer Camp and the International Rover Challenge)

17:10–17:30
Break / snacks plus autograph session, using official autograph cards created by the U.S. Embassy

17:30 Uhr
Farewell and departure by Mr. Heckel for Heidemarie Stefanyshyn-Piper and Ed Cox

18:00 Uhr
Grillabend für Mitglieder und Gäste (Anmeldung erforderlich!)
Mitglieds- und Besucherwünsche per HIER:+49-172-7949375 (Whatsapp)

Mitglieder und Kinder bis 18 Jahre haben freien Zugang. Nichtmitglieder zahlen einen einmaligen Förderbeitrag iHv 45€.

> Es gibt kostenlos offizielle Autogrammkarten der US-Botschaft für nichtkommerzielle Zwecke. Bitte keine eigenen Autogrammkarten mitbringen!

Spenden für die Förderung der Projekte junger Naturwissenschaftler sind ausdrücklich erwünscht.
Spendenkonto:
International Space Education Institute e.V.
Commerzbank Leipzig,
IBAN: DE48 8604 0000 0209 9810 04, BIC: COBADEFF###
Paypal an Freunde und Familie: [email protected]

Übernachtungswünsche bitte an das Space Hotel: www.space-hotel.de

Kontakt zum Veranstalter für Presse und Organisation: 0172 7949375 (Whatsapp) oder per email

Veranstalter:
International Space Education Institute e.V.
Wurzner Str. 4, 04315 Leipzig
Tram 4/7, Bus 70/72 bis Reudnitz-Köhlerstraße

Veranstalter:
International Space Education Institute e.V.
Wurzner Str. 4, 04315 Leipzig
Tram 4/7, Bus 70/72 bis Reudnitz-Köhlerstraße
Veranstaltungslink:
https://fb.me/e/7jTMIJJTB

Veranstaltungslink:
https://fb.me/e/7jTMIJJTB

Einmal um die halbe Welt? …Noch nicht ganz11.07.2026, Cosma HeckelNach monatelanger Vorbereitung war es endlich so weit:...
14/07/2026

Einmal um die halbe Welt? …Noch nicht ganz

11.07.2026, Cosma Heckel

Nach monatelanger Vorbereitung war es endlich so weit: Der Tag meiner Abreise war gekommen. Zumindest theoretisch. Praktisch hatte ich die Nacht zuvor nämlich kaum geschlafen.

Erst am Freitagnachmittag war ich von meiner Ausbildungsstätte 1st Mould zurückgekommen. Vor dem Packen standen noch einige Erledigungen an. Außerdem lernte ich an diesem Tag noch zwei beeindruckende Menschen kennen: Sarah, eine Austauschschülerin aus Washington, die derzeit am Sommercamp des International Space Education Institute teilnimmt, und Katharina Struth – eine gehörlose Industriemechanikerin mit außergewöhnlichem Talent im CAD-Bereich. Unter anderem hat sie das Starship von SpaceX komplett als 3D-Modell im Maßstab 1:69 konstruiert. Es war schön, die beiden noch kennenzulernen, bevor meine Reise begann.

Erst am Abend konnte ich endlich meinen Koffer packen. Aus „nur noch schnell alles verstauen“ wurde allerdings eine komplette Nachtschicht. Ich kontrollierte meine Checklisten, sortierte Kleidung und Technik immer wieder neu und wollte auf keinen Fall etwas vergessen. Gegen 4:30 Uhr morgens war ich endlich fertig. Es blieb gerade noch genug Zeit zum Duschen und für etwa anderthalb Stunden Schlaf.

Obwohl ich völlig müde war, überwog die Vorfreude. Eigentlich hätte ich einen späteren ICE nach Frankfurt nehmen können. Da zwischen der geplanten Ankunft des Zuges und meinem Flug LH404 nach New York aber nur etwa zwei Stunden gelegen hätten, wollte ich nichts riskieren. Die Deutsche Bahn und ich – wir haben in Sachen Pünktlichkeit einfach unterschiedliche Erwartungen. Also entschied ich mich bewusst für einen Zug zwei Stunden früher.

Bevor es losging, machten Sarah, meine Familie und ich noch ein paar Erinnerungsfotos. Dann hieß es Abschied nehmen. Gemeinsam brachten sie mich zum Bahnhof, wo ich in den ICE nach Frankfurt einstieg.

Nach knapp vier Stunden Fahrt erreichte ich den Flughafen sogar früher als ursprünglich geplant. Check-in und Sicherheitskontrolle verliefen völlig problemlos und ich hatte noch genügend Zeit bis zum Boarding. Während des Wartens probierte ich eine Insta360 X4 aus, die ich mir von einem Freund ausgeliehen hatte. Schließlich fliegt man nicht jeden Tag ans andere Ende der Welt und ich wollte möglichst viele Erinnerungen festhalten.

Wenig später begann das Boarding für meinen Lufthansa-Flug nach New York. Schon beim Einsteigen hatte ich Glück: Eigentlich sollte ich einen Sitznachbarn haben, doch dieser erschien nie. So gehörte mir die komplette Zweierreihe ganz allein. Auf einem achtstündigen Flug ist das fast schon Luxus. Die Zeit verging überraschend schnell. Ich schlief zwischendurch, schaute Filme, hörte Musik und realisierte langsam, dass mein großes Abenteuer nun wirklich begonnen hatte.

Am Abend landeten wir pünktlich am John F. Kennedy International Airport in New York. Zumindest fast. Obwohl wir rechtzeitig angekommen waren, dauerte das Rollen über das Vorfeld ungewöhnlich lange. Erst rund dreißig Minuten später erreichten wir unser Gate. Was zunächst nach einer kleinen Verzögerung aussah, sollte sich später als entscheidend herausstellen.

Nach der Landung musste ich zunächst durch die Einreisekontrolle. Die Schlange war lang und kostete viel Zeit. Eigentlich war der Plan gewesen, meine beiden Mitreisenden Lena und Fabiola am Flughafen zu treffen. Sie waren bereits mehrere Stunden früher angekommen und warteten schon auf unseren gemeinsamen Weiterflug QF4 nach Auckland. Ich hingegen hatte insgesamt nur etwa zwei Stunden Umsteigezeit.

Als ich schließlich meinen Koffer vom Gepäckband holen konnte und zum Check-in von Air New Zealand lief, traf mich der Schock: Der Schalter war bereits geschlossen. Das Boarding hatte noch nicht einmal begonnen – trotzdem war der Check-in schon seit einigen Minuten beendet.

Ich war allerdings nicht die Einzige.

Eine vierköpfige Familie – die beiden Väter Hagen und Stefan sowie ihre Kinder Mia und Paul – stand mit genau demselben Problem vor dem geschlossenen Schalter. Gemeinsam liefen wir von Mitarbeiter zu Mitarbeiter und versuchten alles, um doch noch auf unseren Flug zu kommen. Gleichzeitig telefonierte ich mit Lena, die bereits am Gate stand. Über sie versuchten wir gemeinsam mit einem Lufthansa-Mitarbeiter namens Michael noch eine Lösung zu finden.

Leider ohne Erfolg.

Da unser Aufgabegepäck den Flug nicht mehr rechtzeitig erreichen konnte und auf internationalen Flügen Gepäck und Passagier gemeinsam transportiert werden müssen, durften wir trotz noch nicht begonnenem Boarding nicht mehr mitfliegen.

Im Nachhinein musste ich über die Flugnummer sogar ein wenig schmunzeln. Mein erster Flug hieß LH404. Wer sich mit Informatik oder Webseiten beschäftigt, kennt den Fehlercode 404 – „Not Found“. Treffender hätte die Flugnummer kaum sein können – unser Anschlussflug war zwar da, für uns aber eben nicht mehr erreichbar. Besonders ironisch wird das Ganze dadurch, dass meine neuen Reisebegleiter bereits am Vortag bei Lufthansa angerufen hatten. Ihnen war die kurze Umsteigezeit ebenfalls aufgefallen und sie fragten nach, ob Einreise, Gepäckabholung und erneuter Check-in wirklich zu schaffen seien. Lufthansa versicherte ihnen, dass das problemlos funktionieren würde. Tja… offenbar wusste LH404 schon mehr als wir.

Nach einiger Beratung blieben zwei Möglichkeiten: Eine Verbindung über San Francisco mit erneut nur rund zwei Stunden Umsteigezeit oder der nächste Direktflug nach Auckland – allerdings erst am 13. Juli. Da wir das Risiko, ein zweites Mal zu stranden, nicht eingehen wollten, entschieden wir uns gemeinsam für den späteren Direktflug.

Ich informierte anschließend alle Verantwortlichen des IACE über die Situation. Lufthansa organisierte für uns ein Zimmer im DoubleTree by Hilton JFK Airport und übernahm die Kosten.

So endete mein erster Reisetag völlig anders, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Statt bereits auf dem Weg nach Neuseeland zu sein, saß ich plötzlich mit vier Menschen, die ich erst wenige Stunden zuvor kennengelernt hatte, im Hotel. Doch wir machten das Beste daraus. Noch am Abend planten wir gemeinsam den nächsten Tag – denn wenn das Leben einem schon ungeplant eineinhalb Tage in New York schenkt, sollte man diese Gelegenheit auch nutzen.

Manchmal läuft eben nicht alles nach Plan. Aber genau das macht Reisen aus. Die schönsten Geschichten entstehen oft nicht dann, wenn alles perfekt funktioniert, sondern wenn man improvisieren muss. Statt mich über die Situation zu ärgern, freute ich mich auf den nächsten Tag. Unverhofft hatte ich eineinhalb Tage Zeit, New York zu entdecken – und aus den Zitronen, die mir dieser Tag beschert hatte, ließ sich doch noch eine ziemlich gute Limonade machen.

IACE Neuseeland – Der Weg bis zum AbflugJanuar – Juli 2026, Cosma HeckelJede große Reise beginnt lange, bevor man das Fl...
14/07/2026

IACE Neuseeland – Der Weg bis zum Abflug

Januar – Juli 2026, Cosma Heckel

Jede große Reise beginnt lange, bevor man das Flugzeug betritt. Bei mir begann sie bereits im Januar 2026 – mit einer einzigen Instagram-Story.

Wie wahrscheinlich die meisten Menschen in meinem Alter scrollte ich durch die Storys meiner Freunde, als mir ein Beitrag von Sina Rathai besonders ins Auge fiel. Sie hatte eine Ausschreibung von IACE Germany geteilt.

Der International Air Cadet Exchange (IACE) ist eines der ältesten internationalen Austauschprogramme für luftfahrtbegeisterte Jugendliche. Jedes Jahr entsenden die Mitgliedsländer ausgewählte junge Menschen in andere Nationen, um internationale Freundschaften zu knüpfen, unterschiedliche Kulturen kennenzulernen und gleichzeitig einen Einblick in die zivile und militärische Luftfahrt des Gastlandes zu erhalten. Für Deutschland werden jährlich nur wenige Teilnehmer ausgewählt und auf verschiedene Gastländer verteilt.

Mein Wunschland war sofort klar: Neuseeland. Ein Land, das mich schon lange mit seiner einzigartigen Natur, seiner Luftfahrt und seiner Kultur faszinierte. Als ich dann sah, dass der Bewerbungsschluss bereits in zwei Wochen sein sollte, dachte ich zunächst: Das klingt eigentlich viel zu gut, um wahr zu sein.

Trotzdem setzte ich mich an meine Bewerbung und schickte sie tatsächlich erst am allerletzten Tag – irgendwann kurz vor Mitternacht – ab. Ehrlich gesagt rechnete ich nicht mit allzu großen Chancen. Umso größer war die Hoffnung auf eine Rückmeldung.

Einige Wochen später saß ich in meiner letzten Unterrichtsstunde, als plötzlich meine Smartwatch vibrierte.

Eine E-Mail vom IACE.

Die verbleibenden Minuten Unterricht zogen sich gefühlt ewig hin. Erst etwa eine halbe Stunde später, als ich in meinem Auto saß, öffnete ich die Nachricht.

„Sehr geehrte Frau Heckel …“

Ich überflog die ersten Zeilen.

„… hiermit möchten wir Ihnen mitteilen …“

Moment mal.

„… dass Sie für den Austausch mit Ihrem Wunschland Neuseeland ausgewählt wurden.“

Ich konnte es kaum glauben. Meine Augen wurden groß, meine Kinnlade klappte herunter und innerhalb weniger Sekunden breitete sich eine riesige Freude in mir aus. Für Außenstehende sah ich vermutlich einfach nur aus wie ein überglückliches Kind. Für mich ging in diesem Moment ein kleiner Traum in Erfüllung.

Von da an begann die eigentliche Vorbereitung.

Reisepass, Versicherungen, Formulare, Flüge, Kleidung, Gastgeschenke und viele organisatorische Dinge mussten erledigt werden. Auch der Eigenanteil von 1.450 € gehörte dazu.

An dieser Stelle möchte ich mich besonders beim International Space Education Institute (ISEI) bedanken. Das Institut unterstützt seit vielen Jahren junge Menschen mit Begeisterung für Luft- und Raumfahrt und fördert internationale Begegnungen ganz im Sinne seines Mitbegründers Prof. Dr. Jesco von Puttkamer. Durch die Übernahme meines Eigenanteils hat mir das ISEI diese Reise überhaupt erst ermöglicht. Deshalb darf ich Deutschland nicht nur als IACE-Kadett, sondern gleichzeitig auch als Vertreterin des ISEI repräsentieren – eine Verantwortung, auf die ich sehr stolz bin.

Ein besonderer Meilenstein der Vorbereitung war das Vorbereitungstreffen am 20. Juni 2026 in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn.

Schon die Anreise war für mich etwas Besonderes. Rund acht Stunden fuhr ich mit meinem eigenen Auto quer durch Deutschland – meine erste wirklich große Fahrt allein. Entsprechend stolz war ich, als ich schließlich an der Kaserne ankam.

Dort wurden wir herzlich empfangen. Zum ersten Mal lernte ich die anderen deutschen IACE-Kadetten persönlich kennen. Bis dahin kannten wir uns lediglich aus unserer gemeinsamen WhatsApp-Gruppe.

Nach der Sicherheitskontrolle ging es in den Geschwadersaal. Maurice („Mo“) und Caroline („Caro“) führten uns durch den Tag und erklärten uns ausführlich den Ablauf des Austausches. Wir erfuhren, was uns in den kommenden Wochen erwartet, welche Verantwortung wir als Vertreter Deutschlands tragen und bekamen viele hilfreiche Tipps für unsere Reise.

Jeder von uns erhielt außerdem ein Goodie-Bag mit Gastgeschenken für das jeweilige Gastland, ein IACE-Poloshirt, eine IACE-Krawatte sowie unseren offiziellen Mission Patch. Spätestens in diesem Moment fühlte sich alles plötzlich sehr real an.

Übrigens werden beim IACE zwei Gruppen von Teilnehmern ausgewählt: militärische Kadetten der Bundeswehr und zivile Kadetten. Ich gehöre zum zivilen Kontingent, das in diesem Jahr aus lediglich sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern besteht.

Doch das eigentliche Highlight sollte erst noch folgen.

Wir durften die Flugbereitschaft der Bundesrepublik Deutschland besichtigen – und damit einen Airbus A350-900, der unter anderem für Staatsbesuche eingesetzt wird.

Bis dahin hatte ich dieses Flugzeug nur aus den Nachrichten oder von Bildern gekannt. Nun stand ich plötzlich selbst davor.

Während einer ausführlichen Führung konnten wir einen Blick hinter die Kulissen werfen. Besonders beeindruckt haben mich die vielen Details im Inneren: Konferenzräume, Arbeitsbereiche, Schlafmöglichkeiten und sogar eine Dusche sowie ein Geschirrspüler befinden sich an Bord. Es war faszinierend zu sehen, wie ein modernes Langstreckenflugzeug gleichzeitig als fliegender Regierungssitz genutzt werden kann.

Anschließend besichtigten wir noch eine Bombardier Global 6000 der Flugbereitschaft.

Vor diesem Tag war ich noch nie in einem Business Jet gewesen. Natürlich ist alles deutlich kompakter als im riesigen A350, aber genau das machte den Flieger unglaublich gemütlich. Hochwertige Sitze, eine edle Innenausstattung und eine Atmosphäre, die ich bisher nur aus Dokumentationen oder Filmen kannte – damit hatte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Techniker Ronny. Geduldig beantwortete er meine zahlreichen Fragen rund um das Flugzeug und die Technik. Durch ihn lernte ich außerdem eine Tradition kennen, die mich seitdem begeistert: das Tauschen von Mission Patches, Coins und anderen Erinnerungsstücken unter Menschen aus der Luftfahrt.

So kam ich völlig unerwartet zu meinem allerersten Patch-Tausch – und landete direkt einen echten Glücksgriff. Ich erhielt ein vergoldetes Patch der Flugbereitschaft der Bundesrepublik Deutschland. Für viele mag das nur ein kleines Stoffabzeichen sein. Für mich war es der Beginn einer neuen Sammelleidenschaft und gleichzeitig eine Erinnerung an einen Tag, den ich sicher nie vergessen werde.

Gegen 17 Uhr endete der offizielle Teil des Vorbereitungstreffens. Doch damit war der Tag noch lange nicht vorbei.

Einige von uns trafen sich anschließend noch im Brauhaus „d’r Salzgass“ in Köln. Dort ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen, lernten uns noch besser kennen und merkten schnell, dass wir in den kommenden Wochen nicht nur Reisegefährten, sondern vermutlich auch gute Freunde werden würden.

In den folgenden Wochen rückte der Abflug immer näher. Nach und nach legte ich meinen Anzug bereit, sortierte alle Reiseunterlagen, packte meinen Koffer und kontrollierte gefühlt hundertmal, ob ich auch wirklich nichts vergessen hatte.

Je näher der 11. Juli rückte, desto größer wurden Vorfreude und Aufregung. Schon bald würde ich zum ersten Mal auf die andere Seite der Erde fliegen – nach Neuseeland.

Und dann war er plötzlich da: der Morgen des 11. Juli 2026.

Die Reise dieses Jahres konnte beginnen.

Wiedersehen31.03.2026, Cosma HeckelUnser heutiges Ziel war klar: Wir wollten die ISEI-Alumnis Sakurako und Valeria wiede...
01/04/2026

Wiedersehen

31.03.2026, Cosma Heckel

Unser heutiges Ziel war klar: Wir wollten die ISEI-Alumnis Sakurako und Valeria wiedersehen, gemeinsam mit Valerias Freund Ken – und sie anschließend für Artemis 2 einchecken.

Der Tag begann entspannt. Um 8 Uhr wachte ich auf, ohne großen Zeitdruck. Gegen 10 Uhr waren wir im Beachside Hotel zum Frühstück – gerade noch rechtzeitig, bevor alles abgeräumt wurde.

Im Anschluss setzten wir uns in die Lobby und nutzten die Zeit produktiv. Jesco und ich brachten unsere Berichte auf den neuesten Stand. Ich unterstützte ihn dabei ein wenig – die Motivation war nicht ganz auf Höchstniveau, aber gemeinsam ging es deutlich leichter.

Den Rest des Vormittags verbrachten wir am Strand von Cocoa Beach. Mit Surfboard unter dem Arm und Handtuch in der Hand liefen wir – in Bikini und Badehose – Richtung Wasser. Endlich einmal richtig Sonne tanken.

Die Bedingungen waren allerdings anspruchsvoll: starker Wind und entsprechend wilde Wellen. Ein- oder zweimal schaffte ich es, für einen kurzen Moment auf dem Board zu stehen – mehr ein kontrolliertes Fallen als echtes Surfen, aber immerhin. Jesco ging es ähnlich.

Viel Zeit blieb uns ohnehin nicht, denn schon um 15 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Kennedy Space Center Visitor Complex.

Dort trafen wir schließlich Valeria und Sakurako. Valeria hatte ich zuletzt Weihnachten 2023 gesehen, Sakurako durch einen Zufall vor etwa einem Jahr ebenfalls hier am Kennedy Space Center.

Valeria arbeitet inzwischen als Ingenieurin bei Ford, während Sakurako als Pilotin tätig ist und kurz vor dem Abschluss ihres Masters steht. Es war schön zu sehen, wohin sich ihre Wege entwickelt haben.

Valeria hatte außerdem ihren Freund Ken dabei – ein sehr entspannter und sympathischer Typ.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es direkt weiter zum Artemis-2-Check-in. Dank der vertrauten Abläufe verlief alles reibungslos. Die Mitarbeiter erkannten uns teilweise wieder – besonders Jesco, der am Vortag stolz seine 3D-gedruckte SLS gezeigt hatte, war noch im Gedächtnis geblieben.

Nachdem alles erledigt war, gingen wir noch eine kurze Runde durch den Rocket Garden. Viel Zeit blieb uns allerdings nicht mehr, denn ein weiteres Highlight stand an.

Am Abend sollte eine Falcon 9 von SpaceX starten und neue Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn bringen.

Besonders bemerkenswert: Der Booster dieser Mission war der meist-wiederverwendete Booster der Geschichte. Insgesamt 34 Mal wurde er bereits refurbished und erneut gestartet – und dies war bereits eine weitere Mission in dieser beeindruckenden Serie.

Sakurako verabschiedete sich an dieser Stelle, und wir machten uns auf den Weg zu unserem Viewing Point. Etwa 10 Minuten vor dem Start trafen wir dort ein und trafen, wie verabredet, Tina und ihre Mutter Vera, die separat nach Orlando gereist waren.

Schnell bauten wir unsere Ausrüstung auf – Gimbals, Stative, Kameras – und dann ging es auch schon los.

3… 2… 1…

Am Horizont begann sich eine Rauchwolke aufzubauen, und kurz darauf hob die vergleichsweise schlanke Falcon 9 ab. Innerhalb weniger Sekunden gewann sie an Höhe und verschwand schließlich hinter den Wolken.

Erst etwa 40 bis 50 Sekunden später erreichte uns das tiefe, verzögerte Grollen des Starts.

Und genauso schnell, wie es begonnen hatte, war es auch wieder vorbei.

Die Landung des Boosters verfolgten wir anschließend über den Livestream.

Mehr oder weniger freundlich von einem Police Officer zum Weitergehen aufgefordert, machten wir uns auf den Weg zurück zu den Autos und fuhren weiter zu Rusty’s Seafood and Oyster Bar.

Dort, direkt am Hafen von Port Canaveral – dem Ort, an dem auch die Schiffe mit den SpaceX-Boostern ankommen – ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen. Gute Gespräche, Musik, warmes Wetter und eine entspannte Atmosphäre.

Zum Abschluss des Tages packte ich noch einmal meine Drohne aus und ließ sie über dem Hafen aufsteigen – bis auf etwa 75 Meter Höhe über Port Canaveral. Dabei entstanden beeindruckende Aufnahmen. Auch wenn die Drohne kurz Bekanntschaft mit einer Palme machte, ging alles gut aus – zumindest für die Drohne.

Langsam zog Regen auf, und damit näherte sich der Tag seinem Ende.

Wir verabschiedeten uns und fuhren direkt zurück zum Hotel.

Ein eher ruhiger Tag – zumindest auf den ersten Blick.
Und doch einer, der ziemlich viel zu bieten hatte.

Kennedy Space Center Visitor Complex30.03.2026, Cosma HeckelDer Tag beginnt um 7:30 Uhr. Als ich die Augen öffne, fällt ...
30/03/2026

Kennedy Space Center Visitor Complex

30.03.2026, Cosma Heckel

Der Tag beginnt um 7:30 Uhr. Als ich die Augen öffne, fällt mein Blick direkt aus dem Fenster – ein wunderschöner Sonnenaufgang. Eigentlich perfekt, um ihn festzuhalten. Doch der starke Wind macht mir einen Strich durch die Rechnung, an Filmen mit der Drohne ist kaum zu denken. Also bleibt es bei einem kurzen Moment des Anschauens, bevor wir uns langsam fertig machen.

Ohne Hektik starten wir in den Tag und machen uns gegen 10 Uhr auf den Weg. Unser erster Stopp: das Beachside Hotel. Ein Ort, der sich für uns inzwischen fast schon etabliert hat – nicht zuletzt wegen des verlässlich guten Internets, das sich perfekt eignet, um Berichte hochzuladen.

Dort angekommen werden wir direkt erkannt. Mandy, die Managerin, begrüßt uns mit einem Lächeln und offenen Armen. Genau diese Art der Begegnung ist etwas, das ich an den USA besonders schätze – unkompliziert, herzlich, direkt.

Als kleines Dankeschön und gleichzeitig passend zur aktuellen Mission stellen wir unsere SLS-Replik im Maßstab 1:84 in der Lobby aus. Ein Blickfang, der thematisch kaum besser hätte passen können.

Danach geht es weiter zum Kennedy Space Center Visitor Complex. Dort nutzen wir die Zeit, um erneut die Bustour in Richtung Launch Complex 39 zu machen und die Space Launch System noch einmal zu sehen.

Die Wartezeit verbringen wir pragmatisch – mit einem Chicken Burger als Brunch. Bei den langen Schlangen keine schlechte Entscheidung.

Das Wetter bleibt allerdings herausfordernd: starker Wind, schnell ziehende Wolken und immer wieder kurze Regenschauer. Nicht ideal für Video- und Fotoaufnahmen, aber wir machen das Beste daraus. Und trotz allem bleibt der Blick auf die SLS ein besonderer Moment.

Auf dem Rückweg verzichten wir diesmal auf den Stopp bei Banana Creek Launch Viewing Area und fahren direkt zurück zum Visitor Complex – mit dem Wissen, dass wir in den kommenden Tagen noch genug Zeit dafür haben werden.

Dort angekommen besuchen wir die Ausstellung des Space Shuttle Atlantis. Schon als Kind stand ich hier und habe dieses Shuttle bestaunt, zuletzt im Spätsommer 2022.

Um Zeit zu sparen, umgehen wir die lange Warteschlange am Haupteingang und gehen „von hinten“ in die Ausstellung – auch wenn wir dadurch die Eingangsshow verpassen. Drinnen angekommen ist Jesco kaum zu bremsen. Von Attraktion zu Attraktion unterwegs, voller Energie.

Ein besonderes Detail fällt mir erneut ins Auge – und dieses Mal bewusst: Die Geschichte der Atlantis selbst. 26 Jahre im Einsatz, 33 Missionen, 207 Astronauten transportiert, über 126 Millionen Meilen geflogen und insgesamt 307 Tage im All verbracht. Die letzte Mission des Shuttle-Programms, STS-135, fand im Juli 2011 statt. Zahlen, die einem erst vor Ort wirklich bewusst machen, welche Dimensionen hinter diesem Programm stehen.

Zum Abschluss rutschen wir noch einmal die große Rutsche hinunter, die den steilen Wiedereintritt des Space Shuttles simuliert. Ein simples Konzept, aber erstaunlich wirkungsvoll.

Auch ein Blick auf das RS-25 Triebwerk darf nicht fehlen – allein die Akustik dieses Triebwerks ist beeindruckend.

Ein weiteres Highlight: Jesco und ich setzen VR-Brillen auf und zerlegen virtuell die SLS in ihre Einzelteile, inklusive Teststart der Solid Rocket Booster. Eine Erfahrung, die Technik greifbar macht.

Danach neigt sich der Tag langsam dem Ende zu.

Bevor wir gehen, stellen Jesco und ich noch ein Foto nach, das ich vor etwa dreieinhalb Jahren beim ersten Artemis-Startversuch im August hier gemacht habe. Ein kleiner persönlicher Vergleich zwischen damals und heute.

Mit einem Starbucks „Iced White Mocha“ in der Hand fahren wir zurück zum Hotel, laden kurz alles ab und gehen anschließend erneut zum Beachside Hotel.

Dort setzen wir uns zusammen, schreiben unsere Berichte und laden das gesammelte Material hoch.

Das Abendessen organisieren Jesco und ich selbst – Subway Sandwiches. Einfach, aber genau das Richtige nach so einem Tag.

Danach geht es zurück ins Hotel.

Und schließlich: ins Bett.

Ein ungeplant erfolgreicher Tag 28.03.2026, Cosma HeckelEigentlich hatten wir diesen Tag ganz anders geplant. Er sollte ...
30/03/2026

Ein ungeplant erfolgreicher Tag

28.03.2026, Cosma Heckel

Eigentlich hatten wir diesen Tag ganz anders geplant. Er sollte noch geprägt sein von weiterer Anreise, langen Straßen und dem Gefühl, noch nicht ganz angekommen zu sein. Doch stattdessen standen wir bereits um 7:30 Uhr in Cocoa Beach – und unser Plan löste sich schneller auf als gedacht.

Direkt nach unserer Ankunft gönnten wir uns ein Frühstück im Beachside Hotel. Noch etwas müde, aber angekommen, saßen wir dort und starteten ruhig in den Tag.

Anschließend ging es weiter zu unserem eigentlichen Hotel, den Cocoa Beach Suites, wo wir bereits den Pre-Check-in erledigten. Die Zimmer waren zwar noch nicht bereit, also entschieden wir uns kurzerhand für einen Zwischenstopp beim Schwesterhotel, dem Radisson Resort at the Port. Dort sprangen wir in den Pool, genossen das warme Wetter und nutzten die Zeit, um uns frisch zu machen.

Danach ging es weiter zu einem Ort, der für uns inzwischen fest zum Programm dazugehört: das Kennedy Space Center Visitor Complex.

Um 10:45 Uhr waren wir dort mit einem klaren Ziel: Check-in und Abholung unserer Badges für den Artemis-2-Start. Also schnell die passenden T-Shirts angezogen und hinein – das erste Mal seit drei Jahren wieder vor Ort.

Der Ablauf funktionierte problemlos. Wir erhielten unsere Badges und zusätzlich kleine Goodie-Bags zur Mission: Aufkleber, Postkarten, Poster, Abzeichen und den Mission Patch.

Im Anschluss nutzten wir die Zeit direkt sinnvoll und drehten einige Videoaufnahmen für das deutsche Fernsehen. Aus einem ursprünglich offenen Vormittag wurde so ein ziemlich produktiver Abschnitt.

Danach ging es weiter zur Bustour. Grundsätzlich gibt es hier zwei Optionen: die klassische Tour und die exklusive Variante. Während man bei der normalen Tour die Space Launch System aus der Entfernung sieht, kommt man bei der exklusiven Tour deutlich näher heran – diese ist jedoch oft Wochen im Voraus ausgebucht. Für uns blieb also die klassische Route, die aber vollkommen ausreichte.

Bei sehr gutem Wetter fuhren wir zunächst am Vehicle Assembly Building vorbei und anschließend weiter zum Crawler, dem Transportfahrzeug für die Raketen.

Gegen 13 Uhr erreichten wir die Plattform am Launch Complex 39 mit Blick auf den Startplatz der SLS. Es war windig, aber sonnig, und die Sicht auf die Rakete war klar und beeindruckend.

Danach führte uns die Tour weiter zum Banana Creek Launch Viewing Area. Genau hier standen wir bereits im November 2022 beim Start von Artemis I – und genau hier werden wir auch Artemis II sehen. Dieser Moment hat für uns eine besondere Bedeutung.

Im angrenzenden Saturn V Museum verbrachten wir etwas Zeit und aßen zu Mittag. Dabei wurden wir von ein paar auffälligen Vö**ln mit schwarz-violett schimmerndem Gefieder begleitet, die sich gerne über heruntergefallene Chips hermachten. Einer davon war besonders mutig und klaute mir sogar direkt einen aus der Hand.

Am Nachmittag ging es zurück zum Visitor Complex. Die Reise machte sich langsam bemerkbar, und wir waren entsprechend müde. Die Wartezeiten auf die Busse – teilweise über 30 Minuten – waren dabei der einzige etwas anstrengendere Teil. Gleichzeitig boten sie aber auch die Gelegenheit, einfach mal durchzuatmen und Zeit miteinander zu verbringen.

Zurück im Hotel checkten wir ein und legten uns erstmal hin.

Nach einer kurzen Pause zog es Jesco und mich nochmal zum Strand. Dort ließ ich meine neue DJI Mini 4 Pro fliegen, die ich mir kurz vor der Reise über eBay Kleinanzeigen gekauft hatte.

Trotz starkem Wind blieb die Drohne stabil, und wir konnten einige gute Aufnahmen machen. Nach etwa 30 Minuten zog jedoch ein Sturm auf, sodass wir gezwungen waren, schnell zu landen, alles einzupacken und zurück zum Hotel zu rennen.

Dort kamen wir komplett durchnässt an – aber mit gelungenem Material.

Und genau so endete dieser Tag: anders als geplant, aber sehr erfolgreich.

Nach dem Schreiben dieses Berichts fielen wir schließlich erschöpft ins Bett.

Adresse

Wurzner Str. 4
Leipzig
04315

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Freitag 18:00 - 20:00
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