03/09/2026
Grüner Strom direkt für die Industrie ⚡🏭
Die deutsche Wirtschaft schwächelt – und besonders energieintensive Unternehmen leiden seit Jahren unter hohen und schwer kalkulierbaren Strompreisen. Doch es gibt Lösungen, wie das Beispiel des Automobilzulieferers Benteler zeigt:
Das Werk im nordrhein-westfälischen Lichtenau-Kleinenberg erhält seinen Strom über eine rund zehn Kilometer lange Direktleitung aus einem nahe gelegenen Windpark. Damit werden etwa 50 Prozent des Strombedarfs am Standort gedeckt. Das senkt die Energiekosten, schafft langfristige Planungssicherheit und reduziert gleichzeitig die CO₂-Emissionen. Mehr dazu beim WDR und beim Solarserver.
Die Würth Group baut am Stammwerk in Künzelsau-Weisbach zwei Windkraftanlagen zur Eigenstromproduktion. Sie wollen 70% des Strombedarfs dadurch decken.
Das Beispiel zeigt: Erneuerbare Energien sind nicht nur wichtig für den Klimaschutz. Regional erzeugter Strom kann auch dazu beitragen, Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten, Arbeitsplätze zu sichern und die Abhängigkeit von schwankenden Energiemärkten zu verringern.
Genau mit solchen Zukunftsfragen beschäftigt sich auch das von der EGU und Energieagentur Unterfranken angestoßene Industrienetzwerk Untermain: Wie können unsere regionalen Unternehmen künftig zuverlässig, nachhaltig und zu wettbewerbsfähigen Preisen mit Energie versorgt werden?
Die Lösungen sind vorhanden – jetzt braucht es passende Rahmenbedingungen und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Karlheinz Paulus Martina Römmelt-Fella