10/08/2026
Wenn Marktteilnehmer stinken
Und damit meinen wir diesmal nicht die Lösemittel, die bei manchen Asphaltkonservierungen zum Einsatz kommen. Es geht um etwas anderes: Kundenaufteilungen, Preisabsprachen und Angebote, die von Anfang an nicht gewinnen sollten.
Bereits 2025 verhängte das Bundeskartellamt gegen sieben Unternehmen Bußgelder von insgesamt 10,5 Millionen Euro. Betroffen waren unter anderem Oberflächenbehandlungen, Patcharbeiten, Rissesanierungen sowie die Lieferung von Bitumenemulsion und Splitt.
Nun folgen weitere 60,3 Millionen Euro wegen bundesweiter Absprachen bei Dünnen Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise – DSK. Genannt werden AS Asphaltstraßensanierung, BITUNOVA, Kutter, Possehl einschließlich VSI, Liesen und OAT. Die Bußgeldbescheide sind rechtskräftig.
Besonders bemerkenswert: AS, BITUNOVA und Liesen tauchen in beiden Verfahren auf.
Auch ein Blick auf die Unternehmensstrukturen lohnt sich: AS gehört zur Pankas-Gruppe, die in Deutschland unter verschiedenen Gesellschaften und Namen auftritt – darunter MOT, TAS beziehungsweise Timmer, RASK und BSFT. MOT wurde im ersten Kartellverfahren ebenfalls sanktioniert. Die übrigen genannten Pankas-Gesellschaften werden in den Mitteilungen des Bundeskartellamtes nicht als Beteiligte geführt. Diese Unterscheidung ist wichtig. Transparenz über Unternehmensverbindungen aber ebenso.
Wir schreiben darüber nicht aus Schadenfreude. Aber öffentliche Auftraggeber sollten wissen, wer tatsächlich miteinander im Wettbewerb steht – und ob ein Angebot wirklich unabhängig kalkuliert wurde.
Bei STM gilt deshalb: Offene Karten. Nachvollziehbare Angebote. Die fachlich passende Bauweise. Und Wettbewerb, der diesen Namen verdient.
Denn Straßen brauchen Pflege.
Vertrauen auch.