28/05/2026
16 gegen 1 - und wir sind auf der Seite der 16. 🥊
Bei der Energieministerkonferenz der 16 Bundesländer auf Norderney wurde sich einstimmig und parteiübergreifend gegen die Pläne zur Energieversorgung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche positioniert.
Die Politikerinnen und Politiker sind sich einig, dass nicht der Ausbau der Erneuerbaren das Problem darstellt, sondern der zu langsame Netzausbau, um die von Solar- und Windenergieanlagen produzierte Energie zu verteilen. Zuletzt hatte es in den Medien viel Kritik dafür gegeben, dass Deutschland überschüssigen Strom an das Ausland verschenken bzw. dafür noch zuzahlen muss.
Denn Reiches Netzpaket würde die ohnehin durch starken Wettbewerb angespannte Situation für Projektentwickler:innen weiter verschärfen: Neue Anlagen in Netzengpassgebieten sollen künftig keine Marktprämie vom Netzbetreiber mehr erhalten, wenn sie abgeregelt werden (sog. Redispatch). Projekte, die technisch und genehmigungsrechtlich reif wären, werden dadurch wertlos – eine immense Belastung für mittelständische Projektentwickler, die in der Regel 100.000,-€ pro Windkraftanlage in Planung investieren müssen, bevor sie überhaupt gebaut werden können.
Daher unsere Forderung: Netzbetreiber müssen stärker in die Pflicht genommen werden – sowohl beim Netzausbau als auch beim Roll-Out von Smart-Metern. Denn ohne Smart-Meter keine flexiblen Stromtarife. Und ohne flexible Stromtarife kein Interesse der Verbraucher den Strom dann abzunehmen, wenn er gebraucht wird. ⚡ 🔋