Wärmewende durch Geothermie

Wärmewende durch Geothermie Eine Initiative von Geothermie-Unternehmen, kommunalen und privatwirtschaftlichen Energieversorgern sowie
Unternehmen der Bau- und Zulieferindustrie.

Fernwärmenutzung in DeutschlandTrotz aller ehrgeizigen Klimaziele ist die Wärmewende in den deutschen Wohnungen noch in ...
06/08/2026

Fernwärmenutzung in Deutschland

Trotz aller ehrgeizigen Klimaziele ist die Wärmewende in den deutschen Wohnungen noch in weiter Ferne: Von den rund 41 Millionen Haushalten in der Bundesrepublik wurde im Jahr 2025 noch fast die Hälfte mit Erdgas beheizt. Ein weiteres Viertel aller Wohnungen holt sich die Wärme aus einer Ölheizung. Erst auf dem dritten Rang folgt die Fernwärme, die allerdings meist noch klimaschädlich erzeugt wird.

So stammt der Großteil der in Deutschland erzeugten Fernwärme noch zu rund 70 Prozent aus fossilen Energieträgern – überwiegend aus Erdgas (etwa 53 Prozent) und Kohle (etwa 17 Prozent), die meist in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Heizkraftwerken betrieben werden. Den verbleibenden Anteil machen Müllverbrennung, industrielle Abwärme sowie zunehmend erneuerbare Quellen wie Geothermie und Großwärmepumpen aus.

Dennoch spielt die Fernwärme eine zentrale Rolle für das Gelingen der Wärmewende. Denn sie macht es möglich, eine große Zahl von Gebäuden in Ballungsräumen zuverlässig, effizient und komfortabel mit klimafreundlicher Wärme zu versorgen. Und genau das ist für Deutschland besonders relevant: Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung lebte im Jahr 2025 in Groß- oder Mittelstädten, in denen es zum Teil schon seit langem eine Fernwärmeversorgung gibt.

Die Versorgung mit Fernwärme ist in Deutschland regional sehr unterschiedlich. Spitzenreiter bei Fernwärme-Anschlüssen ist Mecklenburg-Vorpommern, wo insgesamt rund 38 Prozent der Wohnungen an ein Fernwärmenetz angeschlossen sind. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen Berlin (37,6 Prozent), Hamburg (32,1 Prozent), Sachsen (29 Prozent) und Brandenburg (28,8 Prozent).

Europa verfügt über ein weitaus größeres Geothermiepotenzial als gemeinhin angenommen wird. Eine aktuelle Analyse des En...
30/07/2026

Europa verfügt über ein weitaus größeres Geothermiepotenzial als gemeinhin angenommen wird.

Eine aktuelle Analyse des Energie-Thinktanks Ember beziffert das Potenzial auf rund 43 Gigawatt geothermischer Kapazität in der Europäischen Union, die zu Stromgestehungskosten unter 100 Euro pro Megawattstunde realisierbar wären. Deutschland gehört dabei neben Ungarn, Polen und Frankreich zu den Ländern mit dem größten Potenzial. Für die kommunale Wärmeplanung könnte diese Entwicklung zum entscheidenden Impulsgeber werden.

Die Herausforderung besteht nicht mehr darin, ob die Ressource existiert, sondern darin, ob der technologische Fortschritt durch politische Maßnahmen unterstützt wird, die eine Skalierung ermöglichen und Risiken in der Anfangsphase minimieren.

„Der Geothermie-Aktionsplan der EU muss klare Verpflichtungen enthalten, um den europäischen Energiesektor von der kostspieligen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu befreien. Das Potenzial, 42 % der Kohle- und Gaserzeugung durch Geothermie zu ersetzen, ist schlichtweg zu bedeutend, um es zu ignorieren. Der Bericht von Ember unterstreicht die entscheidende Rolle der Geothermie für bezahlbare Energie, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Da die Energieminister und das Europäische Parlament konkrete Maßnahmen fordern, liegt es nun an der Europäischen Kommission, die Hindernisse für einen flächendeckenden Ausbau der Geothermie zu beseitigen.“ Sanjeev Kumar, Policy Director, European Geothermal Energy Council

https://ember-energy.org/latest-insights/hot-stuff-geothermal-energy-in-europe/

Anspruch und WirklichkeitBis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Der Anteil erneuerbarer und damit klimafreundlic...
22/07/2026

Anspruch und Wirklichkeit

Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Der Anteil erneuerbarer und damit klimafreundlicher Energien liegt aktuell allerdings bei nur 19 %.

Mehr als 60 Milliarden Euro gibt Deutschland pro Jahr für den Import fossiler Energien aus. Und jetzt, während des Ukraine- und Iran-Kriegs und bei deutlich spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, beschließt die Bundesregierung weitreichende Maßnahmen, die die Wärmewende erheblich ausbremsen und ihre Ziele nachhaltig gefährden könnten.

Mit dem durch den Bundestag beschlossenen Gebäudemodernisierungsgesetz entfällt die bisherige Vorgabe, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen müssen. Der Einbau neuer Öl- und Gasheizungen bleibt grundsätzlich möglich. Ab 2029 gelten schrittweise steigende Beimischungsquoten für klimaneutrale Brennstoffe. Zusätzlich startet die Bundesförderung für effiziente Gebäude neu ab Juli mit einer erheblichen Fördermittelkürzung.

Die Bundesregierung will den Bürgerinnen und Bürgern damit wieder mehr Wahlfreiheit gegeben und von Bürokratie befreien. Drohen dadurch jedoch nicht steigende Kosten und Risiken? Ist das nicht ein Rückschritt für die Wärmewende? Entstehen dadurch nicht neue Anreize für den Einbau fossiler Heizungen?

Sollte das Ziel nicht eher lauten: Deutschland muss seine Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern konsequent verringern und den Anteil heimischer sowie europäischer erneuerbarer Energien am Wärme- und Energiesystem schrittweise erhöhen. Dadurch würde die Versorgungssicherheit, die Preisstabilität, die heimische Wertschöpfung und die geopolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands signifikant gestärkt werden. Und die Geothermie kann dabei eine Schlüsselrolle einnehmen.

Bayerische Energie- und Wassertage 2026 - veranstaltet vom VBEW und der DVGW Landesgruppe Bayern in Regensburg.Keynote S...
09/07/2026

Bayerische Energie- und Wassertage 2026 - veranstaltet vom VBEW und der DVGW Landesgruppe Bayern in Regensburg.

Keynote Speaker Hubert Aiwanger, Bayerns Wirtschafts- und Energieminister, wirbt für eine pragmatische, kosteneffiziente, technologieoffene und sichere Energieversorgung.

Er betont: „Die Energieversorgung braucht alle Energiearten. Wir müssen sinnvoll kombinieren statt ideologisch blockieren. Wasserkraft, Holzenergie, Sonne, Wind, Wasserstoff, Geothermie, aber auch Gaskraft und Sprit - wir brauchen alle Energieträger. Der Bund darf jetzt die Erneuerbaren nicht abwürgen und die Fossilen nicht unzumutbar besteuern und verteuern.“

Weiteres vertritt Aiwanger folgende Positionen:

Kritik an Bundes-Reformen:
Aiwanger forderte deutliche Nachbesserungen bei Reformvorhaben des Bundes, insbesondere beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Netzpaket.

Versorgungssicherheit & Resilienz:
Der Minister betonte die hohe Priorität der sicheren Energieversorgung sowie den Schutz kritischer Infrastruktur vor Vandalismus und Angriffen.

Forderung nach Pragmatismus:
Er plädierte für weniger ideologische Vorgaben und rief dazu auf, Innovationen und Investitionen zu erleichtern, um Bürgern bezahlbare Energie zu garantieren.

Regionale Schwerpunkte:
Bayern setze sich laut Aiwanger für bessere Rahmenbedingungen ein und er verweist auf die Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien, der Wasserstoffwirtschaft, der Geothermie sowie der kommunalen Wärmeplanung hin.

Quelle: Pressemitteilung, 8.7.2026, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

KfW-Kredit 570 ermöglicht Kreditvolumen von bis zu 150 Millionen Euro pro Vorhaben.Die KfW erweitert ihr Förderangebot i...
03/07/2026

KfW-Kredit 570 ermöglicht Kreditvolumen von bis zu 150 Millionen Euro pro Vorhaben.

Die KfW erweitert ihr Förderangebot im Bereich der Erneuerbaren Energien und führt im Juni 2026 das neue Programm „Erneuerbare Energien Plus (570)“ ein.

Das neue Programm 570 wurde geschaffen, um Erneuerbare Energien außerhalb des Förderregimes des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), des KWKG oder der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) zu finanzieren.

Mit dem KfW-Kredit 570 erhalten nun Projektierer, Contractor, Industrieunternehmen und Stadtwerke eine 100%-Finanzierung mit einem Kreditvolumen von bis zu 150 Millionen Euro pro Vorhaben, zu aktuell Zinsen von 3,37 % effektivem Jahreszins. Die Laufzeit liegt je nach Variante zwischen 2 und 20 Jahren und beinhaltet ein bis höchstens drei tilgungsfreie Jahre sowie eine Zinsbindung für die gesamte Kreditlaufzeit oder mindestens die ersten 10 Jahre.

Das Programm adressiert explizit Vorhaben, die ohne eine gesetzlich fixierte Einspeisevergütung auskommen und keinen Strom ins öffentliche Netz einspeisen und stattdessen auf Eigenverbrauch, Direktvermarktung oder Power Purchase Agreements (PPAs) setzen.

Das neue Kreditangebot gilt für die Errichtung, den Erwerb oder Modernisierung bestehender bzw. gebrauchter Anlagen, die entsprechend auch kombiniert werden können (zB PV und Stromspeicher). Es ermöglicht bis zu 100-%ige Finanzierungen für PV-, Wind-, und Speicherprojekte oder auch Tiefe Geothermie oder Großwärmepumpen in Deutschland sowie im europäischen Ausland.

Quelle: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen

Internationaler Ländervergleich: Nutzung von Geothermie zur WärmeerzeugungWeltweit wird der größte Teil (rund 79 %) der ...
25/06/2026

Internationaler Ländervergleich: Nutzung von Geothermie zur Wärmeerzeugung

Weltweit wird der größte Teil (rund 79 %) der geothermischen Energie zur Wärmeversorgung genutzt. Lediglich rund 21 % zur Stromerzeugung.

Gerade in Europa und Asien setzen viele Länder auf Erdwärme, um Gebäude zu beheizen oder industrielle Prozesse zu unterstützen. Besonders im Gebäudesektor, aber auch in der Landwirtschaft und Industrie, trägt Geothermie so maßgeblich zur Dekarbonisierung bei.

Quelle: IEA 2024; The Future of Geothermal Energy, https://www.iea.org/reports/the-future-of-geothermal-energy, S. 20

Wie aus einem Konzept eine konkrete Bauplanung wird.Die Umsetzung eines Tiefengeothermie-Projektes ist komplex. Es bedar...
18/06/2026

Wie aus einem Konzept eine konkrete Bauplanung wird.

Die Umsetzung eines Tiefengeothermie-Projektes ist komplex. Es bedarf einer sorgfältigen Planung, an der eine Vielzahl von erfahrenen Spezialisten beteiligt sind. Deshalb ist die Planung das Kernstück jedes Tiefengeothermie-Projekts. Ingenieurbüros, wie das unseres Initiative-Mitglieds der ERDWERK GmbH, sorgen wie ein Architekt bei einem Bauvorhaben für eine erfolgreiche Planung und eine reibungslose Realisierung.

Die planerische Begleitung und Betreuung beginnt mit einer ersten Datenanalyse, führt von der Aufsuchungserlaubnis zur Machbarkeitsstudie, vom Ausschreibungs- und Vergabeverfahren zur Bohrbetreuung und von der Testphase der Bohrung schließlich zur Inbetriebsetzung. Wie bei einem Bauvorhaben werden auch bei einem Geothermie-Projekt die Planungen in den verschiedenen Projektphasen in verschiedenen Detailgraden erstellt.

Lesen Sie im Buch GEOTHERMIE - die Energie der Zukunft, wie Geologen und Bohringenieure Projekte zum Erfolg führen. Erhältlich im Buchhandel zu 39,80 Euro oder über diesen Link zu erhalten: https://lnkd.in/ddngbH95

GmbH

Die kommunale Wärmeplanung in Deutschland kommt voran.Alle Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern beschäftigen sich mi...
11/06/2026

Die kommunale Wärmeplanung in Deutschland kommt voran.

Alle Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern beschäftigen sich mit der Kommunalen Wärmeplanung. Mehr als die Hälfte (56 %) hat ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen, die anderen 44 % haben sie gestartet.

Bis zum 30. Juni 2026 müssen alle Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern einen Wärmeplan vorlegen.

Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern haben noch bis zum 30. Juni 2028 Zeit, ihren Wärmeplan vorzulegen.

84 % der Kommunen zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern haben die Kommunale Wärmeplanung begonnen oder bereits abgeschlossen.

Mehr als die Hälfte der Kommunen unter 10.000 Einwohnern haben ihre Kommunale Wärmeplanung noch nicht begonnen.

Im Durchschnitt dauert eine Kommunale Wärmeplanung in Deutschland rund 18 Monate.

Lesen Sie mehr zur Geothermie in Deutschland im Buch GEOTHERMIE - die Energie der Zukunft. Erhältlich im Buchhandel zu 39,80 Euro oder über diesen Link zu erhalten: https://lnkd.in/ddngbH95

Geothermie entfesseln – Wärmepolitik neu denken.Tiefengeothermie ist einer der Schlüssel zur nachhaltigen Wärmeversorgun...
02/06/2026

Geothermie entfesseln – Wärmepolitik neu denken.

Tiefengeothermie ist einer der Schlüssel zur nachhaltigen Wärmeversorgung: technologisch bewährt, emissionsarm, wetterunabhängig, regional verfügbar und volkswirtschaftlich sinnvoll.

Jede Kilowattstunde Geothermie ersetzt fossile Energieimporte und schützt vor Preisschwankungen. Doch sie bleibt chancenlos, solange der Rechtsrahmen auf Einzelmaßnahmen fokussiert ist und systemische Infrastrukturen vernachlässigt.

Wer Geothermie entfesseln will, muss Wärmepolitik als öffentliche Infrastrukturaufgabe begreifen – mit klaren Rechten für EE-Wärme, fairen Finanzierungsbedingungen und einem Ordnungsrahmen, der Investitionen ermöglicht statt verhindert.

Ohne diese Bedingungen droht Technologieoffenheit zur Alibi-Strategie zu verkommen. Wir brauchen Technologieklarheit auf Basis der besten verfügbaren Lösungen. Wer resiliente und bezahlbare Wärmesysteme will, muss Geothermie, insbesondere Tiefengeothermie, wo sie möglich ist, in den Mittelpunkt der Wärmewende stellen. Jetzt. Dauerhaft. Planbar.

Am Wärmesektor haben sich heute schon Technologien als systemisch überlegen erwiesen, wie etwa Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermie und Wärmenetze.

Geothermie ist der Schlüssel für das Gelingen der Wärmewende.Unser Buch „Geothermie – Die Energie der Zukunft“ richtet s...
21/05/2026

Geothermie ist der Schlüssel für das Gelingen der Wärmewende.

Unser Buch „Geothermie – Die Energie der Zukunft“ richtet sich an alle, die die Zukunft unserer Energieversorgung aktiv gestalten: An die Politik, Verwaltung, Stadtwerke, Versorgungsunternehmen, Projektentwickler und Entscheider. Es informiert, inspiriert und befähigt zum Handeln – mit fundiertem Fachwissen, praxisnahen Erläuterungen und starken Beispielen.

„Geothermie – Die Energie der Zukunft“ beschreibt auf 302 Seiten, wie Geothermie funktioniert, aber vor allem, was für ein erfolgreiches Geothermie-Projekt notwendig ist. Von der Genehmigung bis zur Finanzierung. Von der Bohrung und dem Bau von Fernwärmenetzen bis zum Wärmevertrieb und interkommunalen Kooperationen.

Das Buch kostet 39,80 EURO und ist im Buchhandel oder über diesen Link zu erhalten: https://lnkd.in/ddngbH95

Adresse

Possartstraße 14
Munich
81679

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