24/04/2026
Der aktuelle Referentenentwurf zum EEG 2027 sorgt in der Branche der kleinen Wasserkraft für erhebliche Verunsicherung.
Die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für Anlagen unter 25 kW hätte weitreichende Folgen:
👉 Über 50 % der rund 7.300 Wasserkraftanlagen in Deutschland wären betroffen.
Dabei greift die gewählte Systematik zu kurz.
Eine rein leistungsbezogene Schwelle (kW) wird der energiewirtschaftlichen Realität nicht gerecht.
Kleine Wasserkraftanlagen leisten mit durchschnittlich rund 5.000 Volllaststunden einen kontinuierlichen, planbaren und systemdienlichen Beitrag zur Stromversorgung – unabhängig von Wetter und Tageszeit.
Gerade in einem zunehmend volatilen Energiesystem sind solche stabilen Erzeugungsformen von zentraler Bedeutung für:
Versorgungssicherheit
Netzstabilität
regionale Wertschöpfung
Der vorgesehene Förderstopp würde nicht nur Investitionen in Modernisierung und Reaktivierung verhindern, sondern langfristig auch den Bestand gefährden.
Damit steht ein etablierter, dezentraler und resilienter Bestandteil der erneuerbaren Energieversorgung zur Disposition.
👉 Aus Sicht der Branche ist es daher entscheidend, den Förderstopp für Anlagen unter 25 kW zu überdenken und den systemdienlichen Beitrag der Wasserkraft im Förderdesign angemessen zu berücksichtigen.
📄 Die vollständige Pressemitteilung finden hier: https://www.wasserkraft-bayern.de/KleineWasserkraftdurch-EEG-Entwurfmassivbedroht