10/07/2026
Jetzt noch schnell Handeln
Der Förderung gehts an den Kragen
Die staatliche Förderung für Wärmepumpen kann 2026 bis zu 70 % der förderfähigen Kosten betragen, wird aber durch geplante Kürzungen in den kommenden Jahren schrittweise sinken.
Aktuelle Förderhöhe
Für Bestandsgebäude können Eigentümer über das KfW-Programm 458 bis zu 70 % der förderfähigen Kosten für den Einbau einer Wärmepumpe erhalten, maximal 21.000 € pro Wohneinheit bei förderfähigen Kosten von 30.000 €
Die Förderung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:
Grundförderung: 30 % für alle selbstgenutzten Wohneinheiten.
Klimageschwindigkeits-Bonus: 20 % beim Austausch alter fossiler Heizungen, gültig bis Ende 2028, danach sinkt der Bonus alle zwei Jahre um 3 %
Einkommens-Bonus: 30 % für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 40.000 €
Effizienz-Bonus: 5 % für besonders effiziente Wärmepumpen oder Nutzung natürlicher Kältemittel wie Propan oder CO₂
Geplante Kürzungen
Die Bundesregierung hat angekündigt, dass die Förderungen ab 2026 schrittweise reduziert werden sollen. Antragstellende werden bis 2030 tausende Euro weniger Zuschüsse erhalten, insbesondere bei höheren Einkommen. Haushalte mit sehr geringen Einkommen unter 30.000 € sollen bevorzugt werden, um eine sozial gerechtere Verteilung zu gewährleisten
Der Klimageschwindigkeits-Bonus wird ab 2029 alle zwei Jahre um 3 % reduziert
Voraussetzungen für die Förderung
Effizienz: Jahresarbeitszahl (JAZ) mindestens 3,0.
Lärmschutz: Außengeräte müssen mindestens 10 dB unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen.
Erneuerbare Energien: Die Wärmepumpe muss überwiegend auf erneuerbare Energiequellen setzen; reine Gas- oder Hybridwärmepumpen werden nicht gefördert
Kredite und Steuerbonus
Neben Zuschüssen können Eigentümer zinsvergünstigte KfW-Kredite (Programme 358/359, 261, 297/298) nutzen, teilweise mit Tilgungszuschüssen bis zu 45 %
Alternativ kann ein Steuerbonus nach §35c EStG von bis zu 20 % der Kosten über drei Jahre geltend gemacht werden, wenn die BEG-Förderung nicht genutzt wird
Fazit
Die Wärmepumpen-Förderung bleibt 2026 attraktiv, insbesondere für Bestandsgebäude, selbstgenutzte Wohneinheiten und einkommensschwache Haushalte. Wer die maximale Förderung sichern möchte, sollte jetzt handeln, da die Zuschüsse in den kommenden Jahren schrittweise sinken und bestimmte Boni ab 2029 reduziert werden
Eine frühzeitige Beratung durch Energieberater oder Uns ist empfehlenswert, um die optimale Kombination aus Zuschuss und regionalen Förderungen zu nutzen.