11/12/2025
🌬️ Mehr Rotoren in Unterfranken – aber sinnvoll und ausgewogen!
Eine nahezu Verdoppelung der Windkraftanlagen in Unterfranken wäre aus Sicht vieler Fachleute sinnvoll, um die Energiewende voranzubringen. Windkraftpionier Karsten Schuster erläutert, wo neue Anlagen gut aufgehoben wären – und wo eher nicht.
💡 Einschätzung von Karsten Schuster:
In agrarisch geprägten Regionen lässt sich viel Windenergie erzeugen – dort sollte der Ausbau verstärkt stattfinden.
In sensiblen Landschaftsbereichen oder in der Nähe von Wohngebieten ist ein zurückhaltender Ausbau sinnvoll.
Naturschutzgebiete und hochwertige Landschaftsräume sollen weiterhin geschützt bleiben.
📜 Nach bayerischem Gesetz müssen 1,8 % der Landesfläche für die Windenergienutzung bereitgestellt werden. Entscheidend ist nun, diese Flächen effizient, ausgewogen und mit hoher Akzeptanz zu nutzen.
💰 Zu Pachten und Vergütung:
Schuster weist darauf hin, dass sehr hohe Pachten – etwa ab 100.000 € – für viele Landwirt:innen aktuell kaum tragbar sind. Ursache ist die Förderlogik des EEG: Die Vergütung für neue Windräder wird über Ausschreibungen festgelegt, deren Erlöse künftig eher sinken dürften. Dadurch stoßen Projekte schneller an wirtschaftliche Grenzen.
👍 Fazit:
Ein Ausbau der Windkraft in Unterfranken ist sinnvoll – aber nur mit durchdachter Planung, fairen Rahmenbedingungen und Schutz besonders wertvoller Landschaften.
In Agrarwüsten grundsätzlich viele Windkraftanlagen, anderswo lieber nicht: Der Ochsenfurter Unternehmer Karsten Schuster über bessere Nutzung von Windenergie.