Biolehmhaus GmbH

Biolehmhaus GmbH Lehmmassivhausbau im Schnellbausystem
Baubiologisches, ganzheitliches und konsequent
natürliches Bauen
Analyse, Konzeption, Planung

𝗘𝗶𝗻 𝗮𝗸𝘁𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗘𝗶𝗻𝗯𝗹𝗶𝗰𝗸 𝗱𝗶𝗿𝗲𝗸𝘁 𝘃𝗼𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝘂𝘀𝗯𝗮𝘂-𝗕𝗮𝘂𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲: 𝗛𝗶𝗲𝗿 𝘁𝗿𝗶𝗳𝗳𝘁 𝗺𝗼𝗱𝗲𝗿𝗻𝗲 𝗧𝗲𝗰𝗵𝗻𝗶𝗸 𝗮𝘂𝗳 𝗽𝗿ä𝘇𝗶𝘀𝗲𝗻 𝗛𝗼𝗹𝘇𝗯𝗮𝘂 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵𝗱𝗮𝗰𝗵𝘁𝗲...
04/09/2026

𝗘𝗶𝗻 𝗮𝗸𝘁𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗘𝗶𝗻𝗯𝗹𝗶𝗰𝗸 𝗱𝗶𝗿𝗲𝗸𝘁 𝘃𝗼𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗔𝘂𝘀𝗯𝗮𝘂-𝗕𝗮𝘂𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲: 𝗛𝗶𝗲𝗿 𝘁𝗿𝗶𝗳𝗳𝘁 𝗺𝗼𝗱𝗲𝗿𝗻𝗲 𝗧𝗲𝗰𝗵𝗻𝗶𝗸 𝗮𝘂𝗳 𝗽𝗿ä𝘇𝗶𝘀𝗲𝗻 𝗛𝗼𝗹𝘇𝗯𝗮𝘂 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵𝗱𝗮𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻 𝗘𝗶𝗴𝗲𝗻𝗹𝗲𝗶𝘀𝘁𝘂𝗻𝗴𝘀𝘀𝗲𝗿𝘃𝗶𝗰𝗲.

Das Dach ist mittlerweile mit EPDM dicht abgedichtet, und die Bauherren haben die vorgefertigten Attikaverblendungen aus Titanzink bereits fachgerecht angebracht. Während im Inneren die Elektro- und Sanitärrohinstallation läuft, wird außen die Fassade montiert und sorgfältig mit Stopfhanf gedämmt.
Über 20 Tonnen Lehmmaterial sind auf der Baustelle angekommen. Die Bauherren bauen dieses Material zusammen mit der Wandheizung innerhalb nur einer Woche in Eigenleistung in die Gefache ein. Die Qualität des Holzrohbaus überzeugt dabei auf ganzer Linie: Mit minimalen Toleranzen von 2 bis 4 Millimetern passt jedes Element exakt. Ein besonderer Blickfang im Innenraum ist die fertig lasierte Massivholzdecke.
Als Biolehmhaus GmbH liefern wir unsere ökologischen Bausätze und das eigenentwickelte Lehmmassivhaus-System deutschlandweit, europaweit und weltweit.
Im Video und auf den Bildern sehen Sie aktuelle Einblicke in den Holzbau, die Selbstbaumontage mit unseren vorgefertigten Bausätzen sowie erste Aufnahmen aus dem Innenbereich. Weitere Bilder vom Einbau der Lehmmaterialien folgen in Kürze.

𝗠𝗼𝗱𝗲𝗿𝗻𝗲𝗿 𝗟𝗲𝗵𝗺𝗵𝗮𝘂𝘀𝗯𝗮𝘂 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗿𝗮𝘅𝗶𝘀In unseren Beiträgen geben wir sachliche Einblicke in die technische Umsetzung unserer...
28/08/2026

𝗠𝗼𝗱𝗲𝗿𝗻𝗲𝗿 𝗟𝗲𝗵𝗺𝗵𝗮𝘂𝘀𝗯𝗮𝘂 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗣𝗿𝗮𝘅𝗶𝘀

In unseren Beiträgen geben wir sachliche Einblicke in die technische Umsetzung unserer ökologischen Bauweisen – von der Schraubpfahlgründung und Massivholzbodenplatte über den Holz- und Lehmbau bis hin zum abgestimmten Dämmkonzept.
Aktuell realisieren wir ein Biolehmhaus im Raum Lindau am Bodensee. Um den Baufortschritt transparent zu dokumentieren, nummerieren wir die folgenden Aufnahmen. Wenn Sie Fragen zu bestimmten Details oder Konstruktionsschritten haben, beziehen Sie sich in den Kommentaren gerne auf die jeweilige Bildnummer.

𝗣𝗿𝗼𝗷𝗲𝗸𝘁-𝗘𝗰𝗸𝗱𝗮𝘁𝗲𝗻:

• Wohnfläche: 78 m²
• Dachkonstruktion: Extensiv begrüntes, leicht geneigtes Satteldach auf Massivholzelementen
• Gründung und Untergrund: Schraubpfahlgründung mit Stahltraversen (aufgrund erst ab 3 m Tiefe tragfähiger Baugrundschichten) sowie massiver Holzbodenplatte

𝗕𝗶𝘀𝗵𝗲𝗿𝗶𝗴𝗲𝗿𝗔𝗯𝗹𝗮𝘂𝗳𝗱𝗲𝗿𝗥𝗼𝗵𝗯𝗮𝘂𝗽𝗵𝗮𝘀𝗲:

• Erdarbeiten und Leitungsverlegung: 3 Tage (beschränkt auf Humusabtrag und Sparren-Gräben für Ver- und Entsorgungs-leitungen)
• Schraubpfahlgründung und Stahlbau: 3 Tage • Schwelle und
Massivholzbodenplatte: 1 Tag
• Wandmontage: 1 Tag
• Dachmontage, Dämmung und Abdichtung: 2 Tage

Als nächste Schritte folgen die Elektro-Rohinstallation
(LSZH/halogenfrei) sowie die Montage der nicht hinterlüfteten Holzfassade.
Fragen zur Statik der Gründung oder den verwendeten
Naturbaustoffen beantworten wir gerne direkt in den Kommentaren.


Risiken und Belastungen im Wohnhaus: Warum die bewusste Materialwahl eine Frage der Eigenverantwortung istUnser Wohnhaus...
20/08/2026

Risiken und Belastungen im Wohnhaus: Warum die bewusste Materialwahl eine Frage der Eigenverantwortung ist

Unser Wohnhaus ist der Ort, an dem wir schlafen, uns erholen, essen, arbeiten, unsere Kinder großziehen und einen großen Teil unseres Lebens verbringen.
Trotzdem wird bei der Planung eines Hauses häufig sehr viel stärker auf Energieverbrauch, Wärmedurchgangskoeffizienten, Kosten und Design geachtet als auf die Frage:

Welche Stoffe bringen wir eigentlich dauerhaft in unseren unmittelbaren Lebensraum ein?

Dabei ist eines entscheidend:
Gesundes Wohnen beginnt nicht erst mit dem Lüften. Es beginnt mit der bewussten Entscheidung darüber, was wir überhaupt in unser Haus hineinbauen.

Eigenverantwortung beginnt bei der Auswahl

Der Gesetzgeber hat für Bauprodukte durchaus Schutzmechanismen geschaffen. Emissionen bestimmter Innenraum relevanter Bauprodukte werden beispielsweise nach dem AgBB-Bewertungsschema gesundheitlich bewertet. Dabei werden einzelne Stoffe ebenso berücksichtigt wie Summenparameter und die Gesamtbetrachtung der VOC-Emissionen.
Das ist wichtig und richtig.
Aber ein Prüfsiegel oder die Einhaltung eines Grenzwertes macht ein einzelnes Produkt noch nicht automatisch zu einem optimalen Baustoff für ein gesundes Wohnhaus.
Denn ein Gebäude besteht nicht aus einem einzigen Produkt.
Es besteht aus Bodenaufbauten, Klebern, Abdichtungen, Dämmstoffen, Holzwerkstoffen, Farben, Putzen, Beschichtungen, Türen, Möbeln, Küchen, Bodenbelägen, technischen Geräten und vielen weiteren Materialien.
Viele einzelne, für sich geprüfte und emissionsarme Produkte können in ihrer Gesamtheit trotzdem zu einer höheren Stofflast im Innenraum beitragen.
Das Umweltbundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass neben Bauprodukten auch Einrichtungsgegenstände und alltägliche Lebensgewohnheiten zur Belastung der Innenraumluft beitragen können.
Genau hier beginnt die eigentliche Eigenverantwortung des Bauherrn.
Nicht nur Grenzwerte einhalten – Belastungen von vornherein vermeiden

Unsere Überzeugung bei Biolehmhaus ist deshalb:

Die beste Belastung ist diejenige, die gar nicht erst entsteht.
Warum muss man einen Stoff zunächst zulassen, einbauen und anschließend darauf vertrauen, dass seine Emissionen innerhalb eines Grenzwertes liegen?
Wenn es technisch möglich ist, kann man bereits bei der Planung entscheiden, auf bestimmte Stoffgruppen weitgehend zu verzichten.
Holz, Lehm, Hanf, Kalk, Kokos und andere möglichst naturbelassene Baustoffe können dabei eine wichtige Rolle spielen.
Nicht weil jeder Naturstoff automatisch gesund oder schadstofffrei wäre.
Sondern weil eine bewusste, reduzierte und nachvollziehbare Materialauswahl die Zahl potenzieller Emissionsquellen deutlich reduzieren kann.
Und genau darin sehen wir einen wesentlichen Unterschied zwischen einem Haus, das lediglich die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt, und einem Haus, das konsequent auf möglichst naturnahe Innenraumqualitäten ausgerichtet wird.

Das Haus als Regenerationsraum

Unser Zuhause sollte nicht einfach nur ein technisch funktionierendes Gebäude sein.
Es sollte ein Ort sein, an dem der Mensch möglichst wenig unnötigen Belastungen ausgesetzt ist.
Gerade Schlaf- und Aufenthaltsräume verdienen deshalb besondere Aufmerksamkeit.
Denn hier geht es nicht nur um einzelne Messwerte, sondern um die Summe der Einflüsse, denen wir über viele Jahre und tausende Stunden ausgesetzt sind.
Innenraumluft, Feuchtigkeit, Temperatur, Gerüche, Oberflächen, Materialien und deren Emissionen wirken nicht isoliert voneinander.
Deshalb betrachten wir bei Biolehmhaus nicht nur den einzelnen Baustoff, sondern das gesamte Gebäude als System.

Unsere Verantwortung als Anbieter gesunder Wohnhäuser

Wer ein „gesundes Wohnhaus“ anbietet, übernimmt damit aus unserer Sicht eine besondere Verantwortung.
Es reicht nicht, einzelne Produkte mit Prüfsiegeln auszuwählen und daraus abzuleiten, dass automatisch ein gesundes Haus entsteht.
Die Verantwortung beginnt viel früher: bei der Planung, bei der Auswahl des Grundstücks, bei der Konstruktion und vor allem bei der Entscheidung, welche Materialien überhaupt Bestandteil des Hauses werden.
Unser Ziel ist deshalb, unnötige stoffliche und technologische Belastungen bereits an der Quelle zu vermeiden.

Unsere Methodik folgt dabei einem einfachen Grundprinzip:
Vermeidung vor Kontrolle.

Wir betrachten den gesamten Lebenszyklus eines Baustoffs:
1. Keine unnötigen Belastungen beim Abbau der Rohstoffe
2. Keine unnötigen Belastungen bei Aufbereitung und Herstellung
3. Keine unnötigen Belastungen bei der Verarbeitung auf der Baustelle
4. Minimierung unnötiger Belastungen während der Nutzung durch die Bewohner
5. Verantwortung auch bei Rückbau, Wiederverwendung und Entsorgung

Warum Lehm dabei eine Schlüsselrolle übernimmt

Lehm ist für uns deshalb weit mehr als ein traditioneller Baustoff.
Er verbindet konstruktive Eigenschaften mit natürlichen bauphysikalischen Funktionen und ermöglicht es, große Teile eines Gebäudes mit einem mineralischen, natürlichen und wiederverwendbaren Baustoff zu gestalten.
Zusammen mit Holz, Hanf, Kalk und weiteren sorgfältig ausgewählten Materialien entsteht ein Gebäudekonzept, bei dem wir versuchen, die Zahl unnötiger Materialschichten und potenzieller Belastungsquellen konsequent zu reduzieren.
Das ist für uns gelebte Eigenverantwortung.
Nicht alles, was technisch möglich und rechtlich zulässig ist, muss deshalb auch in ein Wohnhaus eingebaut werden.
Und nicht jedes einzelne Produkt, das für sich betrachtet geringe Emissionen aufweist, ist automatisch die beste Entscheidung für das Gesamtsystem Haus.
Gesundes Bauen bedeutet für uns: bewusst entscheiden
Letztlich entscheidet der Bauherr, welchen Stellenwert er der Qualität seines zukünftigen Lebensraums gibt.
Wir können diese Entscheidung nicht abnehmen.
Aber wir können Wissen vermitteln, Zusammenhänge erklären und ein Bausystem anbieten, das darauf ausgerichtet ist, unnötige Belastungen möglichst von Anfang an zu vermeiden.
Genau darin sehen wir unsere besondere Verantwortung als Anbieter von Biolehmhaus – gesunden Wohnhäusern.
Denn ein Haus sollte nicht nur vor Wind und Wetter schützen.
Es sollte möglichst ein Ort sein, an dem unser Körper zur Ruhe kommen und sich regenerieren kann.
Gesundes Wohnen beginnt deshalb nicht beim Prüfsiegel.
Gesundes Wohnen beginnt bei der Entscheidung, was wir überhaupt in unser Haus hineinlassen.

Nicht das schöne Haus steht bei uns im Mittelpunkt

Aus diesem Grund legen wir auch bei unseren Präsentationen bewusst einen anderen Schwerpunkt als viele klassische Anbieter.
Natürlich darf ein Biolehmhaus schön, modern und architektonisch anspruchsvoll sein.
Aber das schöne Haus allein ist für uns kein ausreichendes Verkaufsargument.
Deshalb stellen wir in unseren ausführlichen Präsentationen, die Interessierten zur Verfügung stehen, nicht in erster Linie schöne Visualisierungen, Grundrisse oder fertige Häuser in den Vordergrund.
Wir gehen bewusst auf die Hintergründe, Zusammenhänge und technischen Details ein:

Warum verwenden wir Lehm?
Warum kombinieren wir bestimmte Materialien miteinander?
Warum verzichten wir auf bestimmte konventionelle Baustoffe und Konstruktionsweisen?
Welche bauphysikalischen Eigenschaften haben die eingesetzten Materialien?
Wie verhalten sich Feuchtigkeit, Wärme, Temperatur und Raumklima?
Welche möglichen Belastungen können von Baustoffen ausgehen?

Und vor allem:
Welche Entscheidungen können bereits bei der Planung getroffen werden, um unnötige Belastungen später möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen?
Wir möchten damit keine Entscheidungen für Bauherren treffen.
Wir möchten ihnen vielmehr die Information und das Verständnis geben, um selbst eine bewusste Entscheidung treffen zu können.
Denn genau hier beginnt für uns Eigenverantwortung.
Ein gesundes Wohnhaus entsteht nicht dadurch, dass man ein schönes Gebäude mit einem entsprechenden Etikett versieht.
Es entsteht durch viele bewusste Entscheidungen – lange bevor der erste Stein, das erste Holzbauteil oder die erste Lehmschicht eingebaut wird.

**Deshalb zeigen wir nicht nur, wie ein Biolehmhaus aussieht. -Wir erklären, warum es so gebaut wird.**
Und genau diese Transparenz verstehen wir als Teil unserer Verantwortung gegenüber den Menschen, die uns ihr Zuhause anvertrauen.

𝐖𝐞𝐧𝐧 𝐝𝐚𝐬 𝐇𝐚𝐮𝐬 𝐳𝐮𝐫 𝐒𝐚𝐮𝐧𝐚 𝐰𝐢𝐫𝐝 – 𝐰𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐬𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐖ä𝐫𝐦𝐞𝐬𝐜𝐡𝐮𝐭𝐳 𝐧𝐞𝐮 𝐠𝐞𝐝𝐚𝐜𝐡𝐭 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐦𝐮𝐬𝐬𝐒𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫𝐡𝐢𝐭𝐳𝐞 𝐢𝐦 𝐇𝐚𝐮𝐬 – 𝐰𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐃ä𝐦𝐦𝐮𝐧𝐠...
13/08/2026

𝐖𝐞𝐧𝐧 𝐝𝐚𝐬 𝐇𝐚𝐮𝐬 𝐳𝐮𝐫 𝐒𝐚𝐮𝐧𝐚 𝐰𝐢𝐫𝐝 – 𝐰𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐬𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐖ä𝐫𝐦𝐞𝐬𝐜𝐡𝐮𝐭𝐳 𝐧𝐞𝐮 𝐠𝐞𝐝𝐚𝐜𝐡𝐭 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐦𝐮𝐬𝐬
𝐒𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫𝐡𝐢𝐭𝐳𝐞 𝐢𝐦 𝐇𝐚𝐮𝐬 – 𝐰𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐃ä𝐦𝐦𝐮𝐧𝐠 𝐚𝐥𝐥𝐞𝐢𝐧 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐠𝐮𝐭𝐞𝐬 𝐑𝐚𝐮𝐦𝐤𝐥𝐢𝐦𝐚 𝐛𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐞𝐭
Die zunehmenden sommerlichen Hitzeperioden stellen eine Frage, die beim Bauen bisher häufig zu wenig beachtet wird: Wie verhält sich ein Gebäude, wenn es draußen über mehrere Tage 30 °C, 35 °C oder mehr hat?
Gerade Dachgeschosswohnungen erreichen inzwischen teilweise Temperaturen, die mit einem angenehmen Wohnklima kaum noch etwas zu tun haben.
Dabei wird beim energieeffizienten Bauen seit Jahren vor allem darauf geachtet, den Wärmeverlust im Winter zu reduzieren. Das ist selbstverständlich sinnvoll. Für den Sommer reicht diese Betrachtung jedoch nicht aus.
Denn ein niedriger U-Wert bedeutet nicht automatisch einen guten sommerlichen Wärmeschutz.
𝐖ä𝐫𝐦𝐞𝐝ä𝐦𝐦𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐖ä𝐫𝐦𝐞𝐬𝐩𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐳𝐰𝐞𝐢 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐄𝐢𝐠𝐞𝐧𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐞𝐧
Glaswolle, Mineralwolle, EPS und andere leichte Dämmstoffe haben sehr niedrige Wärmeleitfähigkeiten. Sie reduzieren den Wärmestrom durch die Gebäudehülle im Winter zuverlässig.
Für den sommerlichen Wärmeschutz ist aber zusätzlich entscheidend, wie viel Wärme ein Bauteil aufnehmen kann und wie schnell sich die Temperatur innerhalb des Bauteils ausbreitet. Dafür sind neben der Wärmeleitfähigkeit vor allem die Rohdichte und die spezifische Wärmekapazität maßgeblich. Die sogenannte Temperaturleitfähigkeit beschreibt diesen Zusammenhang.
Vereinfacht gesagt:
Dämmung bremst den Wärmestrom.
Speichermasse puffert die Wärme.
Ein guter Gebäudeaufbau braucht zwingend beides.
Eine Untersuchung zu unterschiedlichen Dämmstoffen zeigt beispielsweise, dass bei vergleichbarer Dämmwirkung leichte Glaswolle ein deutlich geringeres Wärmespeichervermögen besitzt als schwerere organische Dämmstoffe. In dem dort betrachteten Beispiel lag das Wärmespeichervermögen einer Hanffaserdämmung bei gleicher Dicke rund 7,5-mal höher als bei Glaswolle.
Auch ein aktueller Vergleich zeigt für 24 cm Dämmstoff bei vergleichbarer Wärmeleitfähigkeit deutliche Unterschiede in der Phasenverschiebung:
Glaswolle: ca. 4 Stunden
Holzfaser / Hanf: ca. 8 Stunden
Zellulose: ca. 9 Stunden
Das zeigt sehr deutlich: Der U-Wert allein beschreibt noch nicht, wie sich ein Gebäude bei sommerlicher Hitze verhält.
𝐖𝐚𝐬 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐭 𝐮𝐧𝐬𝐞𝐫 𝐁𝐢𝐨𝐥𝐞𝐡𝐦𝐡𝐚𝐮𝐬 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬?
Unser modernes Lehmmassivhaus-System kombiniert effektive Dämmung mit einer erheblichen Speichermasse aus Holz, Hanf und Lehm.
Die bauphysikalische Berechnung unseres Wandaufbaus weist eine Phasenverschiebung von rund 12 Stunden aus. Gleichzeitig beträgt die berechnete Gesamtmasse des Wandaufbaus rund 300 kg/m². Allein die Lehmsteine bringen dabei etwa 75 % der Masse ein.
Was das in der Praxis bedeutet:
Die Wärme, die tagsüber auf die Gebäudehülle trifft, wird nicht unmittelbar in den Innenraum weitergeleitet. Sie wird im Bauteil zwischengespeichert und erst zeitlich stark verzögert abgegeben.
Eine Phasenverschiebung von etwa 12 Stunden ist ideal, weil die intensive Nachmittagsh*tze erst in den kühlen Abend- und Nachtstunden innen ankommt – also genau dann, wenn das Gebäude durch Nachtlüftung wieder effektiv abgekühlt werden kann. Eine Phasenverschiebung von 10 bis 16 Stunden wird in der Fachliteratur als optimal für den sommerlichen Wärmeschutz bewertet.
𝐋𝐞𝐡𝐦 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐚𝐥𝐬 𝐧𝐮𝐫 𝐖ä𝐫𝐦𝐞 𝐬𝐩𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐧
Lehm bringt noch eine weitere entscheidende bauphysikalische Eigenschaft mit: Er kann Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und bei veränderten Bedingungen wieder abgeben.
Diese hygroskopische Eigenschaft reguliert die Raumluftfeuchte auf natürliche Weise. Bei der anschließenden Verdunstung wird zusätzlich Wärme gebunden – ein Prinzip, das wir vom menschlichen Körper kennen: Verdunstendes Wasser entzieht der Umgebung Wärme.
Dabei muss man allerdings sauber unterscheiden: Feuchtepufferung ist nicht automatisch aktive Raumkühlung. Sie ist vielmehr ein wichtiger Baustein eines Gesamtsystems, das auf ein ausgeglichenes und gesunden Raumklima ausgerichtet ist.
Da Hanf ebenso hervorragende hygroskopische Eigenschaften aufweist, ist die Synergie der Außenwandschichten aus Hanf, Holz und Lehm derzeit eine der durchdachtesten Lösungen auf dem Markt.
𝐃𝐚𝐬 𝐰𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠𝐬𝐭𝐞 𝐊ü𝐡𝐥𝐬𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦 𝐢𝐬𝐭 𝐨𝐟𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐍𝐚𝐜𝐡𝐭
Ein Gebäude kann die Wärme des Tages nur dann dauerhaft puffern, wenn es anschließend wieder entladen und abgekühlt wird. Deshalb gehört zu unserem Konzept immer auch ein durchdachtes Lüftungsverhalten:
Tagsüber: Sonne konsequent draußen halten, Fenster geschlossen halten bzw. kontrolliert nutzen. Rollläden und Jalousien so einstellen, dass der Luftraum vor dem Fenster umspült werden kann, um Hitzestaus zu vermeiden.
Nachts und am frühen Morgen: Die kühle Außenluft nutzen, um die im Bauteil gespeicherte Wärme gezielt abzuführen. Unsere Spaltluftfenster ermöglichen hierbei eine sichere, natürliche Lüftung.
𝐔𝐧𝐬𝐞𝐫𝐞 𝐄𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐏𝐫𝐚𝐱𝐢𝐬
Neben Berechnungen zählt für uns vor allem das, was wir auf der Baustelle und im Alltag beobachten. In allen bisher gebauten Biolehmhäusern konnten wir nach unserer Erfahrung keine typischen überhitzten Wohnraumtemperaturen feststellen.
Selbst in extremen sommerlichen Hitzeperioden bleiben die Gebäude spürbar ausgeglichener und behaglicher als viele konventionelle Bauten. Natürlich ist das kein Selbstläufer: Verschattung, Fensterflächen, Ausrichtung und Lüftungsverhalten bleiben entscheidende Faktoren.
Unser Ansatz lautet daher: Nicht erst kühlen, wenn das Gebäude heiß geworden ist – sondern von vornherein verhindern, dass die Hitze überhaupt in den Wohnraum gelangt.
𝐔𝐧𝐝 𝐰𝐞𝐧𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐩𝐚𝐬𝐬𝐢𝐯𝐞 𝐊ü𝐡𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐮𝐬𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐭?
Unser Wandaufbau ist modular und zukunftssicher erweiterbar:
Flächenkühlung: Die integrierte Wandheizung kann mit einem Mini-Chiller (Wärmepumpe im Kühlbetrieb) zur sanften Flächenkühlung genutzt werden. Die massive Lehmwand wird so im Sommer zur großflächigen, strahlungsfreien Kühlfläche.
Erdrohrlüftung: Für besonders heiße Regionen kann bei geeigneter Geologie eine Erdrohrlüftung integriert werden. Die Außenluft wird durch das Erdreich geführt und dort passiv vorgekühlt – das Erdreich dient somit als natürlicher thermischer Speicher.
𝐖𝐢𝐫 𝐦ü𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐞𝐧𝐞𝐫𝐠𝐞𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐁𝐞𝐭𝐫𝐚𝐜𝐡𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐞𝐫𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐧
Es reicht nicht mehr aus, Gebäude ausschließlich danach zu beurteilen, wie wenig Heizenergie sie im Winter benötigen. Wir müssen genauso fragen: Wie viel Energie benötigt ein Gebäude im Sommer zur Kühlung?
Ein Haus, das im Winter extrem wenig Heizenergie verbraucht, sich im Sommer aber extrem aufheizt und dauerhaft stromintensiv gekühlt werden muss, hat eine schlechte ökologische Gesamtbilanz.
Deshalb braucht das nachhaltige Bauen eine ganzheitliche Betrachtung:
Dämmung UND Speichermasse
Winter UND Sommer
Heizen UND Kühlen
Feuchte UND Raumklima
Baustoff UND Konstruktion
Betriebsenergie UND graue Energie
Unser Ziel bei Biolehmhaus ist nicht das maximal gedämmte Haus. Unser Ziel ist ein bauphysikalisch ausgewogenes Gebäude, das mit minimalem Technikeinsatz ein ganzjährig behagliches und gesunden Raumklima ermöglicht.
Denn der beste Hitzeschutz ist nicht die Klimaanlage. Der beste Hitzeschutz beginnt mit einem Gebäude, das sich gar nicht erst aufheizt.

𝗕𝗲𝘁𝗼𝗻, 𝗧𝗲𝗲𝗿𝗽𝗮𝗽𝗽𝗲, 𝗭𝗲𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲𝘀𝘁𝗿𝗶𝗰𝗵 & 𝗗𝗮̈𝗺𝗺𝗽𝗹𝗮𝘀𝘁𝗶𝗸 – 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗵𝗲𝘂𝘁𝗶𝗴𝗲𝗺 𝗦𝘁𝗮𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗮𝘂𝘁𝗲𝗰𝗵𝗻𝗶𝗸 𝘂̈𝗯𝗲𝗿𝗵𝗮𝘂𝗽𝘁 𝗻𝗼𝗰𝗵?Ein...
07/08/2026

𝗕𝗲𝘁𝗼𝗻, 𝗧𝗲𝗲𝗿𝗽𝗮𝗽𝗽𝗲, 𝗭𝗲𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲𝘀𝘁𝗿𝗶𝗰𝗵 & 𝗗𝗮̈𝗺𝗺𝗽𝗹𝗮𝘀𝘁𝗶𝗸 – 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗵𝗲𝘂𝘁𝗶𝗴𝗲𝗺 𝗦𝘁𝗮𝗻𝗱 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗮𝘂𝘁𝗲𝗰𝗵𝗻𝗶𝗸 𝘂̈𝗯𝗲𝗿𝗵𝗮𝘂𝗽𝘁 𝗻𝗼𝗰𝗵?
Ein kritischer Blick auf die tägliche Praxis auf Baustellen zeigt: Zahlreiche konventionelle Baumaterialien werden weiterhin vor allem aufgrund von Gewohnheit, Zeitdruck, etablierten Planungsabläufen oder klassischen Ausschreibungsmustern eingesetzt. Technisch zwingend erforderlich sind sie in vielen Bereichen jedoch längst nicht mehr.
Die moderne ökologische Bautechnik hat sich kontinuierlich weiterentwickelt und bietet heute für zahlreiche konventionelle Bauaufgaben ausgereifte, dauerhafte und bauphysikalisch leistungsfähige Alternativen.
𝟭. 𝗙𝘂𝗻𝗱𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 & 𝗚𝗿𝘂̈𝗻𝗱𝘂𝗻𝗴: 𝗦𝗰𝗵𝗿𝗮𝘂𝗯𝗳𝘂𝗻𝗱𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗕𝗲𝘁𝗼𝗻𝗺𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻 Statt großflächiger Betonbodenplatten und massiver Betonfundamente können – abhängig von Baugrund, Gebäude und statischen Anforderungen – Punkt-, Pfahl- oder Schraubfundamente eingesetzt werden. Dadurch lässt sich der Eingriff in den Baugrund erheblich reduzieren. Die natürliche Bodenstruktur bleibt weitgehend erhalten, der Versiegelungsgrad kann minimiert und der Materialeinsatz deutlich reduziert werden. Ein weiterer Vorteil entsprechender Systeme: Sie können am Ende der Nutzungsdauer grundsätzlich wieder zurückgebaut werden, ohne großvolumige Stahl-Betonbauteile im Erdreich zurückzulassen.
𝟮. 𝗗𝗮𝗰𝗵 & 𝗙𝗮𝘀𝘀𝗮𝗱𝗲: 𝗕𝗲𝗴𝗿𝘂̈𝗻𝘂𝗻𝗴 𝘂𝗻𝗱 𝗛𝗼𝗹𝘇 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗸𝗼𝗻𝘃𝗲𝗻𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗦𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺𝗲 • Gründächer statt ausschließlich konventioneller Dachflächen: Retentions-Gründächer speichern Niederschlagswasser, reduzieren die Abflussspitzen bei Starkregen, verbessern das Mikroklima und können durch Verdunstung zur sommerlichen Kühlung beitragen. Gleichzeitig entstehen wertvolle zusätzliche Lebensräume für Pflanzen und Tiere. • Begrünte Fassaden statt ausschließlich verputzter Außenflächen: Vertikale Begrünungen können zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen, Außenflächen vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen und zusätzliche Lebensräume für Insekten schaffen. • Holzfassaden als langlebige Alternative: Hochwertig ausgewählte und maschinell präzise gefertigte Holzfassaden können – je nach Konstruktion und Holzart – ohne deckende Beschichtungen auskommen. Eine natürliche Vergrauung ist dabei kein konstruktiver Mangel, sondern Teil des Alterungsprozesses. Wer die Holzoptik möglichst lange gleichmäßig erhalten möchte, kann auf entsprechend vorvergraute Holzfassaden zurückgreifen. Diese benötigen keine regelmäßige Nachbehandlung zur Vermeidung einer uneinheitlichen Vergrauung.
𝟯. 𝗗𝗮̈𝗺𝗺𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳𝗲: 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗺𝗮𝘁𝗲𝗿𝗶𝗮𝗹𝗶𝗲𝗻 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗘𝗣𝗦 & 𝗠𝗶𝗻𝗲𝗿𝗮𝗹𝘄𝗼𝗹𝗹𝗲 Kunststoffbasierte Dämmstoffe wie EPS und XPS erreichen sehr gute Wärmeleitwerte und haben deshalb zweifellos ihre technischen Einsatzbereiche. Betrachtet man jedoch das Gebäude ganzheitlich, spielen neben dem reinen U-Wert weitere bauphysikalische und ökologische Eigenschaften eine wichtige Rolle. Naturdämmstoffe wie Hanf, Stopfhanf, Holzfaser, Flachs, Seegras, Lehmschüttung, Stroh und weitere verbinden Wärmeschutz mit teilweise hoher Wärmespeicherfähigkeit. Insbesondere bei sommerlicher Hitze können die höhere Rohdichte und Wärmespeicherkapazität bestimmter Naturdämmstoffe zu einer deutlichen Verzögerung des Wärmeeintrags beitragen. Viele Naturbaustoffe besitzen zudem die Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben. Dadurch können sie zu einem ausgeglichenen Raum- und Bauteilklima beitragen.
𝟰. 𝗜𝗻𝗻𝗲𝗻𝗮𝘂𝘀𝗯𝗮𝘂: 𝗟𝗲𝗵𝗺 & 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿𝗺𝗮𝘁𝗲𝗿𝗶𝗮𝗹𝗶𝗲𝗻 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝗚𝗶𝗽𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗭𝗲𝗺𝗲𝗻𝘁𝗲𝘀𝘁𝗿𝗶𝗰𝗵 • Trockenaufbauten statt Zement- oder Anhydritestrich: Kreuz-Lattungen, Lehm-Elemente, Hanf-Lehmschüttungen, latexierte Kokosfaserstreifen, Hanfprodukte und Holzfaser-Trittschalldämmungen ermöglichen leistungsfähige Bodenaufbauten ohne die langen Trocknungszeiten klassischer Nassestriche. Je nach Aufbau können gleichzeitig sehr gute Eigenschaften hinsichtlich Schallschutzes, Wärmespeicherung und Feuchteregulierung erreicht werden. • Lehm- und Kalkputze statt ausschließlich Gipsputz: Lehm besitzt eine hohe Fähigkeit zur Aufnahme und kontrollierten Abgabe von Luftfeuchtigkeit. Dadurch kann Lehmputz zur Regulierung der relativen Raumluftfeuchte beitragen und ein ausgeglichenes Innenraumklima unterstützen. Auch Kalkputze verfügen über bauphysikalisch interessante Eigenschaften und sind insbesondere hinsichtlich Feuchteregulierung und Alkalität eine bewährte Alternative für bestimmte Anwendungsbereiche.
𝟱. 𝗔𝗯𝗱𝗶𝗰𝗵𝘁𝘂𝗻𝗴: 𝗞𝗼𝗻𝘀𝘁𝗿𝘂𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲𝗿 𝗙𝗲𝘂𝗰𝗵𝘁𝗲𝘀𝗰𝗵𝘂𝘁𝘇 𝘀𝘁𝗮𝘁𝘁 𝘂𝗻𝗻𝗼̈𝘁𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗠𝗮𝘁𝗲𝗿𝗶𝗮𝗹𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻 Abdichtung ist ein elementarer Bestandteil jeder dauerhaft funktionierenden Baukonstruktion. Entscheidend ist deshalb nicht, Abdichtungen grundsätzlich zu vermeiden, sondern sie dort einzusetzen, wo sie technisch erforderlich sind – und Konstruktionen so zu planen, dass Feuchtigkeit möglichst konstruktiv beherrscht wird. Je nach Bauteil und Beanspruchung können mineralische Dichtungssysteme, geeignete diffusionsoffene Bahnen und konstruktiver Holz- und Feuchteschutz Alternativen oder Ergänzungen zu klassischen bitumenbasierten Abdichtungssystemen darstellen. Der entscheidende Ansatz lautet: Nicht möglichst viele Materialschichten, sondern möglichst intelligent geplante und dauerhaft funktionierende Konstruktionen.
𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁 Der heutige Stand der Bautechnik ermöglicht es, dauerhafte, wohngesunde und energieeffiziente Gebäude mit einem deutlich reduzierten Einsatz synthetischer Dämmstoffe, erdölbasierter Baustoffe und großvolumiger Betonbauteile zu realisieren. Dabei geht es nicht darum, jeden konventionellen Baustoff grundsätzlich zu verteufeln. Entscheidend ist vielmehr die Frage: Brauchen wir diesen Baustoff an dieser Stelle tatsächlich – oder verwenden wir ihn nur, weil wir es seit Jahrzehnten so machen?
Es scheitert heute nur selten am Fehlen technischer Lösungen. Häufiger sind es etablierte Gewohnheiten, Planungsroutinen, Ausschreibungsstandards und ein zu kurzfristiger Blick auf Baukosten und Bauabläufe. Wer nachhaltig bauen will, muss deshalb nicht nur den Energieverbrauch eines Gebäudes betrachten, sondern auch Rohstoffverbrauch, Herstellungsaufwand, Dauerhaftigkeit, Reparierbarkeit, Rückbau und Wiederverwertbarkeit.
Unsere Ressourcen für die Herstellung von Zement und erdölbasierten Baustoffen sind weltweit endlich. Der aktuelle Bedarf aus den aufstrebenden asiatischen Ländern ist enorm. Gleichzeitig stehen uns regionale und nachwachsende bzw. mineralische Baustoffe wie Lehm, Hanf, Holz, Stroh und Ton zur Verfügung, die – richtig eingesetzt und konstruktiv aufeinander abgestimmt – leistungsfähige und langlebige Baukonstruktionen ermöglichen.
Die Konsequenz ist für uns klar: Wir müssen Bauen neu denken – nicht irgendwann, sondern heute. Die Biolehmhaus GmbH setzt diesen Ansatz bereits seit über 25 Jahren praktisch um und entwickelt und baut auf Basis ihres eigenen modernen Lehmmassivhaus-Systems Gebäude, bei denen ökologische Baustoffe, konstruktiver Feuchteschutz, Energieeffizienz, Rückbaubarkeit und Dauerhaftigkeit zusammengedacht werden.
Wir bauen nicht für die nächsten Jahrzehnte – wir bauen für die nächsten Generationen.

𝗞𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗟𝗲𝗵𝗺𝗺𝗮𝘀𝘀𝗶𝘃𝗵ä𝘂𝘀𝗲𝗿 𝘃𝘀. 𝗸𝗹𝗮𝘀𝘀𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗧𝗶𝗻𝘆 𝗛𝗼𝘂𝘀𝗲Der akut weltweite Wohnraummangel bringt Versäumnisse ans Licht, die i...
24/07/2026

𝗞𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗟𝗲𝗵𝗺𝗺𝗮𝘀𝘀𝗶𝘃𝗵ä𝘂𝘀𝗲𝗿 𝘃𝘀. 𝗸𝗹𝗮𝘀𝘀𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝘀 𝗧𝗶𝗻𝘆 𝗛𝗼𝘂𝘀𝗲
Der akut weltweite Wohnraummangel bringt Versäumnisse ans Licht, die in der Bau-Branche teils seit Jahrzehnten zu beobachten sind:
• Steigende Bürokratie: Hohe Hürden bei Baugenehmigungen und der Landerschließung.
• Fehlgeleitete Förderung: Förderprogramme, die durch Lobbyarbeit oft hochtechnisierte Synthetik-Systeme bevorzugen und regionale, echt nachhaltige Baustoffe benachteiligen.
• Material- & Rohstoffkrise: Verknappung, Preissteigerungen sowie enorme Mengen an Baumüll und Gefahrenstoffen durch erdölbasierte Dämmungen, Zement und Kunststoffe.
• Kostenfalle Design: Rein designorientierte Exzesse, die Baukosten unnötig aufblähen, statt funktionale Raumkonzepte zu schaffen.
• Demografie & Flächenverbrauch: Fehlende Anpassung an reale Bedarfe und ein Naturschutz, der Flora und Fauna oft ausgrenzt, statt Mensch, Tier und Pflanzen in intakten Kulturlandschaften zusammenzubringen.
• Globaler Druck: Ein weltweit massiv steigender Bedarf an Baumaterialien durch die rasante Urbanisierung in Asien, Afrika und Schwellenländern.
𝗝𝗮𝗵𝗿𝘇𝗲𝗵𝗻𝘁𝗲𝗹𝗮𝗻𝗴𝗲 𝗘𝗿𝗳𝗮𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴 & 𝗙𝗼𝗿𝘀𝗰𝗵𝘂𝗻𝗴: 𝗗𝗲𝗿 𝗔𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗶𝗼𝗹𝗲𝗵𝗺𝗵𝗮𝘂𝘀 𝗚𝗺𝗯𝗛
Seit 2015 forschen und entwickeln wir bei der Biolehmhaus GmbH intensiv an praxisnahen Lösungen, die auf jahrzehntelanger Bauhistorie und bewohnten Prototypen aufbauen. Unsere Philosophie basiert auf klaren Grundsätzen:
• Rückbesinnung auf Naturbaustoffe: Konsequenter Einsatz von Lehm, Holz, Hanf und Kalk.
• Flexible, erweiterbare Grundrisse: Modulierbar, barrierefrei und an veränderte Lebensphasen anpassbar (z. B. Aufstockung oder Anbau).
• Einfachheit & Eigenleistung: Bauweisen, die das Bauen wieder vereinfachen und das Einbringen von Eigenleistung durch Bauherren ermöglichen.
• Aktiver Artenschutz: Häuser als Teil des Ökosystems – mit Begrünung, Schattenbäumen als natürlicher Hitzeschutz und Biotopflächen im Bebauungsplan.
• Ganzheitliche Infrastruktur: Bündelung von Nahwärme und dezentraler Erschließung anstelle teurer Einzeltechnik in jedem Gebäude.
𝗗𝗶𝗲 𝗕𝗶𝗼𝘃𝗼𝗹𝗸𝘀𝗵𝗮𝘂𝘀-𝗦𝗲𝗿𝗶𝗲: 𝗠𝗮𝘀𝘀𝗶𝘃𝗲𝗿 𝗟𝗲𝗵𝗺𝗯𝗮𝘂 𝗻𝗲𝘂 𝗴𝗲𝗱𝗮𝗰𝗵𝘁
Aus dieser Arbeit ist die Biovolkshaus-Serie hervorgegangen. In den 7 Grundtypen (Alpha, Beta, Gamma, Delta, Epsilon, Zeta, Eta) bieten wir funktionale Serienhäuser für 1- bis 5-Personen-Haushalte, Wohnquartiere und Mehrfamilienanlagen. Sie verbinden schadstofffreies, gesundes Wohnen mit hoher Langlebigkeit und kreislauffähigen Materialien.
𝗗𝗲𝗿 𝘄𝗶𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 & 𝗯𝗮𝘂𝗽𝗵𝘆𝘀𝗶𝗸𝗮𝗹𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗩𝗲𝗿𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵: 𝗟𝗲𝗵𝗺𝗺𝗮𝘀𝘀𝗶𝘃𝗵𝗮𝘂𝘀 𝘃𝘀. 𝗧𝗶𝗻𝘆 𝗛𝗼𝘂𝘀𝗲
Oft wird das klassische Tiny House (THOW / Mobilheim auf Rädern) als günstige Lösung wahrgenommen. Eine nüchterne Betrachtung der Baukosten und der Bauphysik zeigt jedoch ein anderes Bild:
1. Baugenehmigung, Gründung & Erschließung Für ein dauerhaft genutztes Tiny House fallen rechtlich und infrastrukturell nahezu die identischen Nebenkosten für Baugenehmigung, Statik, Erschließung und Gründung an wie für ein festes Gebäude (in Deutschland). Verteilt man diese Fixkosten auf nur 20 bis 25 m² Wohnfläche, entsteht ein extrem hoher Quadratmeterpreis (oft über 3.500 €/m² bis 6.500 €/m²). Das Biovolkshaus (z. B. 69 m² für ca. 210.000 € bzw. ca. 3.400 €/m²) ordnet sich beim reinen Anschaffungspreis im Standard-Modulbereich ein, bietet jedoch die baubiologische Substanz eines echten Massivhauses. Im Quartiersverbund sinkt dieser Quadratmeterpreis durch gemeinsam genutzte Erschließung und Nahwärme nochmals deutlich.
2. Raumklima & Thermische Speichermasse
• Tiny House (Leichtbau): Unterliegt der Gewichtsgrenze von 3,5 Tonnen PKW- oder LKW-Trailer bis ca. 18 Tonnen. Lehm kann verbaut werden, jedoch eingeschränkt, wenn die Mobilität erhalten bleiben muss. Die Folge: Fehlende thermische Speichermasse führt im Sommer zu rascher Überhitzung. Zudem erfordert das kleinere Raumvolumen ohne wesentliche Speicherkapazität ständiges mechanisches Lüften gegen Feuchte- und Schimmelbildung.
• Lehmmassivhaus: Der Baustoff Lehm puffert Feuchtigkeitsspitzen natürlich ab (konstant 45–55 % rel. Feuchte), schluckt Tieftonlärm und verzögert den Wärmedurchgang im Sommer um viele Stunden. Das Raumklima bleibt ohne teure Klimatechnik natürlich kühl und gesund.
3. Barrierefreiheit & Dauerhaftigkeit Tiny Häuser verlagern den Schlafbereich meist auf steile Hochebenen (Lofts). Das Lehmmassivhaus bietet barrierefreie Grundrisse auf einer Ebene oder mit Treppe und/oder Lift für mehrere Ebenen und sichert als echtes Realkapital einen generationenübergreifenden Werterhalt.
𝗚𝗹𝗼𝗯𝗮𝗹 𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻, 𝗹𝗼𝗸𝗮𝗹 𝗯𝗮𝘂𝗲𝗻: 𝗟𝗶𝘃𝗶𝗻𝗴𝗖𝗹𝗮𝘆𝗛𝗼𝘂𝘀𝗲
Um dieses fundierte Wissen, die jahrelangen Erfahrungen und unsere erprobten Baukonzepte über regionale Grenzen hinaus zugänglich zu machen, haben wir die Firma LivingClayHouse gegründet. Wir suchen international Partnerships.
Mit LivingClayHouse übertragen wir das System des nachhaltigen, biodiversen lehmbasierten Bauens auf internationaler Ebene. In enger Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkern, Planern und lokalen Rohstofflieferanten passen wir die Bauweisen an die jeweiligen klimatischen, kulturellen und baurechtlichen Gegebenheiten vor Ort an – weltweit, ressourcenschonend und zukunftsfähig.
𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁
Die Zukunft gehört nicht der verdichteten Notlösung, sondern biodiversen, nachhaltigen und wertbeständigen Wohnanlagen, die keine Wohnfläche verschwenden, sondern wertvollen Lebensraum für Mensch, Tier und Natur schaffen.
Hinweis: Es liegt uns fern, andere Bauweisen abzuwerten. Dies sind unsere fachliche Bewertung und Überzeugung mit dem klaren Fokus auf höchste, langfristige zukünftige Wohn- und Lebensqualität.

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