08/04/2026
🔋 Elektromobilität – lohnt sich das wirklich für mich? Teil 1 von 3 | Unsere Miniserie: Elektromobilität im Check
Die Spritpreise steigen, und viele fragen sich gerade ganz ernsthaft: Ist jetzt vielleicht der richtige Moment, auf ein Elektroauto umzusteigen?
Eine ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf die persönliche Situation an. Wer täglich viele Kilometer pendelt, profitiert am schnellsten, denn der Unterschied zwischen Strom- und Spritkosten macht sich bei hoher Laufleistung besonders deutlich bemerkbar. Auch die Frage, ob man zuhause laden kann, spielt eine große Rolle. Wer abends einfach den Stecker einsteckt, zahlt deutlich weniger pro Kilometer als an öffentlichen Schnellladern. Und wer Kaufpreis, Wartung, Kraftstoff und Kfz-Steuer zusammenrechnet, bekommt oft ein überraschendes Ergebnis.
Was wir sagen können: 2026 ist ein gutes Jahr zum Nachdenken und Handeln. Der Staat unterstützt den Umstieg gerade mit konkreten Förderprogrammen.
💶 Diese Förderungen gibt es aktuell:
\- Kaufprämie E-Auto (Bund): Wer sich 2026 ein neues Elektroauto kauft oder least, bekommt zwischen 1.500 und 6.000 Euro Zuschuss, gestaffelt nach Haushaltseinkommen. Die Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen, für Familien mit zwei oder mehr Kindern bei bis zu 90.000 Euro. Die Förderung gilt rückwirkend für alle Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2026. Anträge sollen voraussichtlich ab Mai 2026 online gestellt werden können.
\- Wallbox im Mehrparteienhaus (Bund): Ab dem 15. April 2026 fördert der Bund die Installation privater Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern. Das Programm umfasst bis zu 500 Millionen Euro und richtet sich an Wohnungseigentümergemeinschaften, private Vermieter sowie kleine Unternehmen. Gefördert werden Wallboxen, Netzanschlüsse und notwendige bauliche Maßnahmen, mit bis zu 2.000 Euro pro Stellplatz.
\- Kfz-Steuerbefreiung: Rein elektrische Pkw sind nach der Erstzulassung bis zu 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis Ende 2035.
In Teil 2 unserer Miniserie schauen wir uns nächste Woche an, ob eine eigene Wallbox Voraussetzung ist, damit sich ein E-Auto überhaupt rechnet.