31/07/2026
Der Lückenschluss ist geschafft.
118 Meter Stahl. Rund 1.300 Tonnen Gewicht.
Was in dieser Nacht sichtbar wurde, begann für viele Kolleginnen und Kollegen bereits Monate zuvor, es ist das das Ergebnis monatelanger Planung, Fertigung und Teamarbeit.
Es gibt Augenblicke auf einer Baustelle, die bleiben. Die Nacht vom 15. auf den 16. Juli gehört definitiv dazu. Nach Monaten intensiver Vorbereitung wurde das Mittelteil der neuen Rader Hochbrücke erfolgreich eingehoben. Damit ist der Lückenschluss über den Nord-Ostsee-Kanal gelungen und der Schiffsverkehr kann wieder fließen.
Bereits am Vortag wurde das vormontierte Brückensegment mithilfe von vier SPMT (Self-Propelled Modular Transportern) auf einen Ponton verfahren und zur Einhubstelle transportiert. In der Nacht begann schließlich der anspruchsvollste Teil des gesamten Ablaufs. Rund 100 Menschen arbeiteten auf der Brücke, an Land und auf dem Wasser Hand in Hand. Mit hydraulischen Litzenhebern wurde das Stahlsegment Schritt für Schritt in seine endgültige Position gehoben.
Auch unerwartete Herausforderungen gehörten dazu. Die steigenden Temperaturen am Morgen beeinflussten das Tragwerk stärker als erwartet. Das Team reagierte besonnen, passte den Ablauf an und traf die richtigen Entscheidungen. Um 9:52 Uhr war es geschafft: Das Mittelteil saß exakt an seinem Platz.
Der Einhub war der sichtbarste Moment dieses Projekts. Die eigentliche Arbeit begann jedoch schon viele Monate zuvor. Sorgfältige Planung, präziser Fertigung, eine durchdachte Logistik und unzählige Abstimmungen bildeten die Grundlage für das, was in dieser Nacht gelungen ist.
Als Plauen Stahl Technologie übernahmen wir die Planung, die Vorbereitung sowie die technische Betreuung des gesamten Einschwimm- und Einhubvorgangs – eine Aufgabe, die höchste Präzision und eine enge Abstimmung aller Beteiligten erforderte.
Unser größter Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen auf der Baustelle. Sie waren es, die in dieser Nacht Verantwortung trugen, jede Bewegung im Blick behielten und mit beeindruckender Ruhe und Präzision arbeiteten. Genauso danken wir allen, die diesen Moment über Wochen und Monate hinweg vorbereitet haben – in der Planung, Fertigung, Logistik und Organisation. Hinter diesem Erfolg stehen Erfahrung, Vertrauen und das perfekte Zusammenspiel vieler Menschen. Auf diese Leistung sind wir stolz.
Ebenso stolz sind wir auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren ARGE-Partnern Implenia und der ZSB. Große Infrastrukturprojekte entstehen dort, wo Kompetenz, Verlässlichkeit und Teamgeist zusammenkommen. Genau das hat dieses Projekt einmal mehr gezeigt.