20/08/2017
Neue Heizungsanlage für das Dorfgemeinschaftshaus
Die Historie des Fachwerkgebäudes, in dem heute das Dorfgemeinschaftshaus mit Heimatmuseum und Gaststätte „Zum Löwen“ zu finden sind, reicht sechs Jahrhunderte zurück. Seine unter Denkmalschutz stehende Substanz benötigt dringend eine Frischzellenkur. Als Eigentümer hat sich deshalb die Gemeinde vorgenommen, in zwei Jahren rund eine halbe Million Euro für eine Gebäudesanierung aufzubringen. Aus dem Förderprogramm Klimaschutz Plus – CO2 Minderungsprogramm stehen 37.920 Euro an Landeszuschüssen zur Verfügung. Weitere Gelder erwartet die Gemeinde zudem aus dem Fördertopf der Ortskernsanierung. Die ersten Arbeiten starten noch im August.
Auf behördliche Anordnung war in der vierten Aprilwoche bereits der vorbeugende Brandschutz des Dorfgemeinschaftshauses in der Hauptstraße 1 optimiert worden. Auf der Gebäudeostseite sorgt seither eine feuerverzinkte Stahlkonstruktion für einen zweiten Rettungsweg. (RN 13 S. 7/8). Jetzt geht es darum, das Nebengebäude grundlegend zu sanieren. Es soll künftig als Lager für den Gastronomiebedarf dienen. Zudem wird dort ein Heizungs- und Technikraum eingerichtet. Denn das Dorfgemeinschaftshaus soll künftig über eine energiesparende Gas-Brennwertheizung mit Heizenergie versorgt werden. Sie soll die komplett zu demontierenden Elektro-Speicheröfen ersetzen.
Reibungsloser Ablauf erfordert sorgfältige Planung
Die Rohbauarbeiten führt die Oftersheimer Bauunternehmung Eckert aus. Die neue Heizungsanlage ist eine Aufgabe für die Firma Auer & Hage aus Waghäusel. Alleine diese beiden Gewerke, die der Gemeinderat nach einer beschränkten Ausschreibung schon Ende Juni vergeben hat, kommen auf rund 100.000 Euro.
Die Aufgabe ist heikel, weiß auch Architekt Eberhard Vögele. Denn das gut frequentierte Lokal soll möglichst nur für kurze Zeit geschlossen bleiben. Und da braucht es schon einen engen, sorgfältig ausgearbeiteten Zeitplan, wie auch fachkundiges Personal, damit die Arbeiten reibungslos über die Bühne gehen können.
Leider habe die Bausubstanz des Nebengebäudes bei den Voruntersuchungen nicht den allerbesten Eindruck hinterlassen. „Wir arbeiten aber an einer verträglichen Lösung, den Fachwerkbau standsicher zu machen und nachhaltig zu sanieren“, versichert der Architekt. Ob das mit wirtschaftlich noch vertretbaren Kosten zu bewältigen ist, werde aktuell unter Beiziehung eines Statikers geprüft.
Das untergeordnete Bauwerk wurde in den letzten Tagen bereits komplett geräumt und entkernt. Die Freunde Reilinger Geschichte haben ihre Schätze anderweitig gelagert. Der Bauhof übernahm es, den in Jahrzehnten angesammelten Sperrmüll fachgerecht zu entsorgen.
Lokal schließt nur wenige Tage
Seit Montag arbeitet ein Bauhofteam daran, die Wandvertäfelung wie auch die fest eingebauten Holzbänke im Nebenzimmer des Gasthauses „Zum Löwen“ zu demontieren. Der Raum erhält einen neuen Sanierungsputz. Bis Anfang September erfolgt in allen Geschossebenen der Einbau von innen und außen verzinkten C-Stahlrohren sowie der einbrennlackierten Profil-Kompaktheizkörpern in verschiedenen Abmessungen.
Gäste des historischen Gasthauses „Zum Löwen“ müssen während der Umbauphase keine längeren Schließzeiten hinnehmen. Eingestellt werden muss der Wirtschaftsbetrieb lediglich in der Woche vom 28. August bis 03. September. „Ab 04. September sind wir wieder für sie da“, versichert Küchenchef Andreas Ruck seinen Lokalbesuchern. (jd)
Fotos: jd
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