28/04/2026
Warum Dosieren kleinster Volumina oft anders funktioniert, als erwartet
Kleinste Volumina – größte physikalische Grenzen.
Beim Dosieren kleinster Volumina im Mikro- und Milliliterbereich setzt nicht allein die Pumpe die Grenzen, sondern auch die Physik.
Eine zuverlässige Dosierung erfordert ein Verständnis dafür, wie zentrale Parameter zusammenwirken.
Ein gutes Bild dafür ist das „magische Dreieck“ der Dosierung:
• Viskosität
• Druckverhältnisse
• Dosiervolumen
Diese Parameter stehen in enger Wechselwirkung. Wird einer verändert, beeinflusst das die anderen Parameter – und damit direkt die Dosierleistung.
Das zeigt: Allein das Lesen eines Datenblatts reicht nicht aus.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Ein hochviskoses Medium wird über eine sehr feine Dosiernadel appliziert. Der kleine Durchmesser verändert die Druckverhältnisse. In solchen Fällen kann eine größere Pumpe, trotz sehr kleiner Dosiermenge, die bessere Lösung sein.
Auch die Viskosität lässt sich beeinflussen, zum Beispiel über die Temperatur. Das Beheizen des Vorlagebehälters oder ein elektrisches Heizmodul an der Pumpe verbessern das Dosierverhalten deutlich.
Für uns heißt das: Die Pumpe ist nur ein Teil der Lösung. Erst das Gesamtsystem entscheidet, ob die Dosierung stabil und reproduzierbar funktioniert.
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