Wismut Aufbereitungsbetrieb 102 / Sanierungsbetrieb Seelingstädt

Wismut Aufbereitungsbetrieb 102 / Sanierungsbetrieb Seelingstädt Die Anlage wurde 1961 in Betrieb genommen im Ergebnis der wachsenden Bedeutung des Ronneburger Erzfeldes, das sich etwa 15 km nördlich der Anlage befindet.

Die größte und modernste Aufbereitungsanlage der Wismut befand sich in Seelingstädt (Objekt 102, ab 1968 Aufbereitungsbetrieb 102), angrenzend an die Lagerstätte Culmitzsch in Ostthüringen. Sie verarbeitete Erze aus allen Lagerstätten der Wismut mit den höchsten Lieferungen aus Ronneburg. Bis 1991 verarbeitete die Anlage 108,8 Mio. t Erz sowie Produkte aus dem Laugungsbergbau in Königstein und Sch

mirchau und produzierte 86.273 t Uran im Konzentrat. Es wurden zwei verschiedene chemische Verfahren zur Urangewinnung eingesetzt, in Abhängigkeit von der Geochemie des Erzes. Dies waren ein Verfahren mit soda-alkalischer Laugung und ein Verfahren mit schwefelsaurer Laugung. Beide Verfahren lieferten Konzentrate mit deutlich unterschiedlichen Urangehalten und Ausbringen des Urans aus dem Erz. Im Durchschnitt lag der Konzentratgehalt bei 60 % Uran und das Ausbringen bei 92 %. Das letzte Fass mit Yellow Cake wurde 1996 abgefüllt.

Adresse

Seelingstädt
07580

Webseite

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