01/09/2026
🌍 Können wir den Klimaeinfluss von Rauch, Sand & Vulkanasche genau messen? Ja – mit 1% Unsicherheit.
Atmosphärische Aerosole – ob Vulkanasche, Rußpartikel aus fossilen Brennstoffen, etc. – gehören zu den größten Unsicherheitsfaktoren in der Klimaforschung. Dunkle, menschengemachte Partikel heizen die Erde auf. Helle, natürliche Partikel wie vulkanischer Schwefel kühlen sie ab und haben laut Modellen bereits rund die Hälfte des Treibhauseffekts seit den 1880ern kompensiert.
Das Problem: Bodengebundene Messinstrumente verlieren beim Transport an ihren Einsatzort oft ihre metrologische Rückführbarkeit.
Im Rahmen des europäischen Metrologieprojekts EURAMET MAPP (EURAMET - The European Association of National Metrology Institutes) hat Gigahertz-Optik daran mitgewirkt, das zu ändern:
📍 Dreiwöchige Messkampagne am Izaña Atmospheric Observatory (Teneriffa) mit 5 Spektralradiometern
🔬 Unser BTS-Sensor wurde im eigenen ISO-17025-Labor kalibriert – Messunsicherheit: nur 1% bei der Aerosol Optical Depth (AOD)
📊 Ergebnis: 99% Übereinstimmung mit dem satellitenbasierten Referenzspektrum TSIS-1 HSRS
📉 Die relative Unsicherheit im UV-Bereich (308–400 nm) konnte von 1,3% auf 0,8% gesenkt werden
Das Ergebnis: Instrumente lassen sich künftig im Labor kalibrieren und behalten ihre SI-Rückführbarkeit auch am Einsatzort – ein wichtiger Schritt, um natürliche von menschengemachten Klimaeinflüssen klar zu unterscheiden. Langfristig könnte das sogar Geoengineering-Ansätze unterstützen, bei denen gezielt Aerosole in die Stratosphäre eingebracht werden, um die Erderwärmung zu bremsen.
Präzise Lichtmesstechnik "Made in Germany" – gemacht für echte Klimadaten.
👉 Mehr zum MAPP-Projekt: https://www.gigahertz-optik.com/de-de/wir-ueber-uns/anwenderberichte/euramet-atmosph%C3%A4rische-aerosole-und-klima-%E2%80%93-mapp-projekt/ und https://amt.copernicus.org/articles/16/4667/2023/