GeoNeutron

GeoNeutron GeoNeutron GmBH
Object indentification at nuclear level

Germany
39517 Tangerhütte-Mahlpfuhl
Uchtdorfer Str.9

https://bauportal.bgbau.de/bauportal-42021/thema/sanierung-und-bauwerksunterhalt/verfahren-der-kampfmittelsondierung-im-...
17/11/2021

https://bauportal.bgbau.de/bauportal-42021/thema/sanierung-und-bauwerksunterhalt/verfahren-der-kampfmittelsondierung-im-vergleich/

Die INN-Technik
Die Impuls-Neutron-Neutron-Technik (INN-Technik) ist ein Spezialverfahren der Kampfmittelsondierung. Bei diesem Verfahren werden Neutronen in den Baugrund emittiert. Die gemessenen Werte zeigen u. a. Dichteunterschiede zwischen dem ungestörten Baugrund und Störkörpern auf.

Es ist ein Isotopenverfahren, das von Bodenarten, Wassergehalten oder Metallen im Boden (Schrott, Schlacken, technische Einbauten, Bewehrungen etc.) nicht beschränkt wird, da die Neutronen all diese Medien durchdringen. Verfahrenstechnisch ist dies ein Vorteil, jedoch erfordern die Belange des Arbeits- und Gesundheitsschutzes hier Abstandsregelungen (10 m) und Wartezeiten (5 min) zum Schutz von Personal und Umgebung.

Bei diesem Verfahren erfolgt die Bewertung in parallel und nacheinander angeordneten Auswertungsphasen für folgende Kennwerte:

1. Metallische Anomalien
(Eisen etc.)

2. Stickstoff N
(Sprengstoff TNT [Trinitrotoluol bzw. C7H5N3O6])

3. Dichte-Anomalie
(Eisenkörper-Hülle gegenüber Umgebung, z. B. Boden, Bauschutt etc.)

4. Sonstige Organik
(C-Verbindungen) – zusätzliches Merkmal nach Bedarf.

Zusätzlich kann auf Phosphor (Brandbomben) ausgewertet werden. Die Sondierung erfolgt an der Oberfläche (GeoRover) oder im Bohrloch.

Da auch Eisen durchdrungen wird, kann die Messung direkt aus der Bohrschnecke erfolgen, ein Austausch gegen Kunststoff entfällt hier. Die Messung durch Spundwände, bewehrten Beton (Gründungssohlen), Mauerwerk oder innerhalb von Gebäuden wird ebenfalls realisiert.

Der Sondierradius (Eindringtiefe) bei der INN-Messung beträgt ca. 8 m. Für die Messung bedeutet dies in der Regel einen Profil- und Bohrlochabstand von ca. 5 m, damit sich die Sondierergebnisse noch überschneiden. Standardmäßig erfolgt eine Auswertung für Einzelobjekte > 10 kg. Auf geeigneten Flächen kann dies auf Objekte von > 5 kg reduziert werden.

Sondierung per INN-Technik: Oberflächeneinsatz mittels eines ferngesteuerten Messträgers | Bildquelle: Dr. P. J. Wagner Verfahren der Kampfmittelsondierung im Vergleich Sanierung und Bauwerksunterhalt Standardmäßig werden bei der Kampfmittelsondierung Magnetik und Radarsensorik als Messverfahren...

https://www.fnp.de/frankfurt/mit-dem-haken-nach-bomben-staken-90964413.htmlFrankfurt: Kampfmittelsucher bei Arbeit besch...
28/09/2021

https://www.fnp.de/frankfurt/mit-dem-haken-nach-bomben-staken-90964413.html
Frankfurt: Kampfmittelsucher bei Arbeit beschimpft - Wegen Sperrung des Nördlichen Mainufers.
"Wir suchen nicht nach Metall, sondern nach Stickstoff und bestimmten metallischen Verbindungen aus organischem Material, das Hinweise auf Kampfmittel und Kontamination gibt", erklärt der Mann, während eine lange Sonde, die wie eine Stange oder ein Haken aussieht, Richtung Wasser gelassen wird, an der lange Kabel angebracht sind. Bis zu drei Kilometer Tiefe können sie ins Wasser gelassen werden. "Aber so tief ist der Main ja nicht", sagt der Mann und grinst. Der Geophysiker Maximilian Backup geht auf den eleganten Herren mit Strohhut zu und teilt mit, dass er zusätzliche Messungen zwischen den vorgegebenen Punkten für nötig hält, "weil einige Kabel irritieren könnten". Er nickt und stimmt zu. Der Herr ist Dr. Ing. P.J. Wagner, Gutachter und Sachverständiger für Bauen und Umwelt und kommt aus Hamburg.

Kampfmittelsuche in Frankfurt: Standardverfahren nicht möglich
"Ob hier etwas ist, wissen wir erst, wenn alle Daten ausgewertet sind", sagt er. "Am Ende entscheide ich, ob alles Okay ist für die Reparaturarbeiten, oder ob evakuiert werden muss, weil wir etwas finden", sagt er. Ein Standardverfahren zur präventiven Kampfmittelsuche sei hier an dieser Stelle am Ufer nicht möglich, daher habe er sich für Geo Neutron entschieden. "Ich mache Kampfmittelsuche mit der passenden Technik für die Anforderungen. Sicherheit geht immer vor." Beim gewählten Verfahren muss an allen 13 Stellen zum Anlegen für Schiffe nicht gebohrt werden. Dafür tragen die vier Männer kleine Geräte am Gürtel. Damit wird Radioaktivität gemessen. Immer wieder wird Strom für eine Minute lang an die Sonde angeschlossen. Dann heißt es, zehn Meter Abstand zu nehmen. Während dieser Minute und für fünf weitere Minuten, falls etwas nachstrahlen sollte.

Was für die genervten Fußgänger nach Nichts aussieht, ist durchaus riskant. Eine Radfahrerin fährt über das Kopfsteinpflaster hinter der Absperrung, stürzt und schreit die Männer an, was das solle, dass ihr Radweg nicht frei ist. Einer der Kampfmittelräumer und ein Mann von der Stadt, der die Sperrung aufgebaut hat, rennen zu ihr, helfen auf. Einen Arzt verweigert sie. "Ich fahre immer hier lang. Was treibt Ihr hier?", schreit sie weiter. Die Männer erklären ihr ruhig die Situation und weisen auf das Umleitungsschild hin. Sie schimpft weiter, dass sie "so etwas nicht sehen muss. Ich fahre immer hier lang." Die Männer arbeiten weiter, die Sonde wird ins Wasser gelassen, der Computer sammelt Daten.

Wagner lobt die Organisation vom HFM, dem Management für Hafen und Markt. "Das ist vorbildhaft mit der Absperrung und der Zusammenarbeit", sagt er. Christian Schneider vom Wasserbau freut sich über das Lob. "Wir wollen natürlich möglichst wenig Unannehmlichkeiten für die Leute, aber die Festmacher für die Boote müssen saniert werden. Dabei können und wollen wir keine Risiken eingehen." Die Teile seien so alt wie die Hafenwände und Papiere zu den Planungsgrundlagen gäbe es nicht. Die Arbeiten beginnen erst, wenn der Gutachter die Stellen für sicher erklärt. "Dann gibt es wenig Störungen, weil das meiste vom Wasser aus modifiziert werden kann", so Schneider, der außerhalb der Absperrung steht. Die Kampfmittelsucher halten wieder großen Abstand von der Sonde. Sechs Minuten lang. Passanten schimpfen weiter.
(Von Sabine Schramek)

Die zeitweise Sperrung des Nördlichen Mainufers zwischen Eisernem Steg und Untermainbrücke war für viele ein Ärgernis. Das bekamen auch die Kampfmittelsucher zu spüren.

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