Ingenieurbüro Format GmbH

Ingenieurbüro Format GmbH 📂 Technische Dokumentation & Illustration
📄 Übersetzungsmanagement in über 30 Sprachen

Eine falsch übersetzte Sicherheitsanweisung ist nicht peinlich. Sie ist gefährlich.Sobald ein Produkt in mehreren Länder...
01/09/2026

Eine falsch übersetzte Sicherheitsanweisung ist nicht peinlich. Sie ist gefährlich.

Sobald ein Produkt in mehreren Ländern verkauft wird, wird aus einer Anleitung schnell ein Dutzend Anleitungen. Und mit jeder Sprache steigt das Risiko, dass sich Inhalte unterscheiden, dass sich Fehler vervielfachen und dass die Kosten davonlaufen.

Professionelles Übersetzungsmanagement ist deshalb kein Nachgang zur Dokumentation. Es ist ein eigener, planbarer Prozess.

Vier Punkte, auf die es dabei ankommt:

• Fachliche Qualifikation.
Technische Texte gehören in die Hände muttersprachlicher Übersetzer, die das Fachgebiet verstehen. Wer eine Betriebsanleitung übersetzt, muss wissen, was ein Anzugsmoment ist, nicht nur, wie das Wort lautet.

• Konsistente Terminologie.
Ein Bauteil, das im Original durchgehend gleich heißt, muss auch in jeder Sprache durchgehend gleich heißen. Datenbankgestützte Prozesse mit Translation Memory sichern das über alle Dokumente hinweg.

• Kostenersparnis über die Zeit.
Genau diese Datenbanken senken die Folgekosten. Was einmal übersetzt und freigegeben ist, wird bei der nächsten Produktvariante wiederverwendet statt neu bezahlt. Je mehr Sprachen, desto größer der Effekt.

• Qualitätssicherung.
Eine Übersetzung ist erst fertig, wenn sie geprüft ist. Fachlich, sprachlich und im Layout, damit die fremdsprachige Version denselben Qualitätsstand hat wie das Original.

Bei FORMAT bündeln wir das in einem durchgängigen Prozess:
handverlesene Fachübersetzer für über 30 Sprachen, gepflegte Terminologie und ein mehrstufiges Qualitätsmanagement. Auf Wunsch unterstützt KI dort, wo sie Zeit spart, immer mit menschlicher Prüfung und Verantwortung für das Ergebnis.

So bleibt die Anleitung in jeder Sprache das, was sie sein soll:
verständlich, konsistent und sicher.

Wie viele Sprachversionen betreut ihr aktuell, und wie haltet ihr sie konsistent?

Ein Redaktionssystem löst kein Chaos. Es macht es sichtbar.„Lohnt sich ein Redaktionssystem für uns?“Diese Frage kommt i...
26/08/2026

Ein Redaktionssystem löst kein Chaos. Es macht es sichtbar.

„Lohnt sich ein Redaktionssystem für uns?“
Diese Frage kommt in vielen unserer Beratungsgesprächen.
Aus der Praxis können wir sagen, dass es sich vor allem wegen der Wiederverwendbarkeit der Inhalte lohnt.
Der Grundgedanke ist einfach. Inhalte werden einmal als Modul angelegt und dann überall dort eingesetzt, wo sie gebraucht werden. Ein Sicherheitshinweis, eine Wartungsanweisung, eine Bauteilbeschreibung: einmal gepflegt, an jeder Stelle aktuell. Statt zwanzig Kopien in zwanzig Dokumenten gibt es eine Quelle.

Drei Signale, an denen wir es festmachen:

1. Varianten. Wer dieselbe Maschine in fünf Ausführungen dokumentiert und jede Anleitung separat pflegt, arbeitet fünfmal. Mit Modulen pflegt er den gemeinsamen Anteil einmal.

2. Sprachen. Ab etwa fünf Zielsprachen schlagen inkonsistente Ausgangstexte voll auf die Übersetzungskosten durch. Modularisierte Inhalte werden nur einmal übersetzt und danach wiederverwendet. Das senkt Folgekosten dauerhaft.

3. Änderungstakt. Wenn sich Produkte laufend ändern, entscheidet die Frage, ob eine Korrektur an einer Stelle erfolgt oder an zwanzig. Genau hier entstehen sonst die Fehler, die im Schadensfall teuer werden.

Ehrlich bleiben muss man auch bei der Gegenrichtung. Bei einem Produkt, einer Sprache und seltenen Updates ist ein Redaktionssystem überdimensioniert. Und das System räumt keine Struktur auf, die vorher nicht existiert. Terminologie und Dokumentstruktur müssen vor der Einführung stehen, nicht danach. Wer ein bestehendes Durcheinander einfach in ein Redaktionssystem überführt, hat danach ein strukturiertes Durcheinander.

Deshalb ist die Einführung kein reines Software-Projekt, sondern zuerst eine Konzeptionsaufgabe.

Sie haben Interesse an der Einführung eines Redaktionssystems oder möchten darüber sprechen?

Als zertifizierter Quanos-Partner haben wir das notwendige Know-How zum Redaktionssystem Schema-ST4. Wir begleiten Sie bei Konzeption und Einführung, genauso wie bei tägliche Arbeit im laufenden System.

Bei Interesse sprechen Sie uns gerne an.

Externe oder Inhouse-Dokumentation:Was rechnet sich wirklich?Viele Unternehmen glauben, sie sparen Geld, wenn die Betrie...
12/08/2026

Externe oder Inhouse-Dokumentation:
Was rechnet sich wirklich?

Viele Unternehmen glauben, sie sparen Geld, wenn die Betriebsanleitung nebenbei im eigenen Haus entsteht.
Die Rechnung geht selten auf. Denn Technische Dokumentation ist kein Nebenprodukt, sondern eine eigene Disziplin mit eigenen Normen, Haftungsfragen und Qualitätsanforderungen.
Wer vor der Wahl steht, sollte deshalb weniger auf den Stundensatz schauen und mehr auf die Gesamtkosten über den gesamten Lebenszyklus des Produkts.

Warum die Frage überhaupt wichtig ist
Eine Betriebsanleitung ist Teil Ihres Produkts. Fehlt sie oder ist fehlerhaft, gilt das Produkt rechtlich als mangelhaft. Das betrifft jedes Unternehmen, das Maschinen, Anlagen oder technische Geräte in Verkehr bringt.

Die Entscheidung zwischen Inhouse und extern ist damit keine reine Kostenfrage. Sie entscheidet mit darüber, wie belastbar die Dokumentation im Ernstfall ist.
Fünf Aspekte, die den Ausschlag geben
1. Fachwissen und Normkenntnis: Konstrukteure sind Experten für ihr Produkt, aber selten für IEC/IEEE 82079-1, die Maschinenverordnung oder die aktuellen Anforderungen an Warnhinweise. Externes Fachwissen bedeutet, dass die Anleitung von Anfang an normkonform aufgebaut ist statt in der Nachkontrolle korrigiert zu werden.
2. Auslastung und Kontinuität: Inhouse-Dokumentation läuft oft nebenher. Wird es im Projekt eng, bleibt sie liegen. Ein externer Partner arbeitet planbar und liefert auch dann, wenn die eigene Entwicklung im Endspurt steckt.
3. Werkzeuge und Prozesse: Professionelle Dokumentation entsteht heute in Redaktionssystemen, mit Terminologiedatenbanken und strukturierten Workflows. Diese Infrastruktur aufzubauen und zu pflegen, lohnt sich erst ab einem gewissen Volumen.
4. Mehrsprachigkeit: Sobald Produkte exportiert werden, wird aus einer Anleitung schnell ein Dutzend. Ohne saubere Ausgangstexte und professionelles Übersetzungsmanagement vervielfachen sich Fehler und Kosten mit jeder Sprache.
5. Haftung und Nachweisbarkeit: Im Streitfall zählt, ob die Dokumentation dem Stand der Technik entspricht und nachvollziehbar erstellt wurde. Ein spezialisierter Dienstleister dokumentiert diesen Prozess und schafft damit eine belastbare Grundlage.

Wie FORMAT das löst:
Wir arbeiten seit über drei Jahrzehnten ausschließlich an Technischer Dokumentation für Maschinenbau, Analgenbaue und Kommunikationstechnik.
Das bedeutet für unsere Kunden: normsichere Konzeption, Redaktion in etablierten Redaktionssystemen, Illustration und Übersetzungsmanagement in über 30 Sprachen aus einer Hand. Wo rechtssichere Normrecherche gefragt ist, arbeiten wir mit einem spezialisierten Partnerunternehmen zusammen.
Inhouse und extern schließen sich dabei nicht aus. In vielen Projekten übernehmen wir die anspruchsvollen Teile, während einfache Aktualisierungen im Haus bleiben. Entscheidend ist, ob klare Prozesse, Zuständigkeiten und Qualitätsstandards vorhanden sind.

Fazit:
Die günstigste Dokumentation ist nicht die, die intern nebenbei entsteht, sondern die, die im Ernstfall hält, was sie verspricht. Wer die Gesamtkosten über den Produktlebenszyklus betrachtet, kommt bei sicherheitsrelevanten und mehrsprachigen Produkten fast immer zu einem klaren Ergebnis.

Maschinenbau im WandelDer Maschinenbau verändert sich rasant. Die Dokumentation häufig nicht.Vernetzt, digital, global: ...
05/08/2026

Maschinenbau im Wandel

Der Maschinenbau verändert sich rasant. Die Dokumentation häufig nicht.

Vernetzt, digital, global: Moderne Maschinen sind komplexer denn je. Die Anforderungen an ihre Dokumentation steigen entsprechend. Und wer glaubt, eine Betriebsanleitung aus dem Jahr 2015 passt noch zur Maschine von 2025, riskiert mehr als einen schlechten Eindruck.

Globale Märkte, lokale Anforderungen
Maschinen werden heute weltweit vermarktet. Das klingt selbstverständlich, hat aber weitreichende Konsequenzen für die Dokumentation:
• Jedes Zielland hat eigene gesetzliche Anforderungen an Betriebsanleitungen
• Übersetzungen müssen nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich korrekt sein
• Normen und Richtlinien unterscheiden sich je nach Markt (EU, USA, Asien)
• Piktogramme und Symbole werden kulturell unterschiedlich interpretiert
Eine Betriebsanleitung, die in Deutschland funktioniert, ist noch keine Anleitung, die weltweit funktioniert.

Vernetzte Maschinen, neue Dokumentationspflichten
Industrielle Maschinen kommunizieren heute mit weiteren Systemen, werden aus der Ferne überwacht und per Software-Update aktualisiert. Das wirft neue Fragen für die Dokumentation auf:
• Wie dokumentiert man eine Maschine, deren Funktionsumfang sich durch Updates verändert?
• Welche Cybersicherheitshinweise sind notwendig, wenn Maschinen mit dem Internet verbunden sind?
• Wie werden Schnittstellen zu anderen Systemen dokumentiert?
Die neue EU-Maschinenverordnung gibt dazu erste verbindliche Antworten.
Ab 2027 ist Cybersicherheit auch in der Dokumentation Pflicht.

Neue Formate: AR-gestützte Wartung
Eine Entwicklung, die den Maschinenbau gerade verändert: Augmented Reality (AR) in der Wartung und Instandhaltung. Anstatt in einer gedruckten Anleitung zu blättern, sieht der Servicetechniker die relevanten Informationen direkt im Sichtfeld eingeblendet.
Das klingt futuristisch, ist aber bereits Realität. Und es stellt neue Anforderungen an die Aufbereitung und Strukturierung technischer Informationen.
Formate, Granularität, Metadaten: Was für ein gedrucktes Handbuch funktioniert, muss für AR-Anwendungen komplett neu gedacht werden.

FORMAT als Partner für den Maschinenbau in der Region Nordwest
Seit über 30 Jahren unterstützen wir Maschinenbauunternehmen dabei, ihre Dokumentation auf dem aktuellen Stand zu halten. Ob klassische Betriebsanleitung, mehrsprachige Dokumentation für Weltmärkte oder die Vorbereitung auf neue regulatorische Anforderungen.
Wir kennen die Branche, wir kennen die Normen und wir kennen die Herausforderungen, mit denen unsere Kunden täglich konfrontiert sind.

KI schreibt jetzt auch Betriebsanleitungen. Und jetzt?Seit ChatGPT, Copilot und Co. allgegenwärtig sind, hören wir diese...
29/07/2026

KI schreibt jetzt auch Betriebsanleitungen. Und jetzt?

Seit ChatGPT, Copilot und Co. allgegenwärtig sind, hören wir diese Frage immer öfter: "Brauchen wir dann noch einen Technischen Redakteur?"
Unsere ehrliche Antwort: Ja.
Und hier ist warum.

Was KI heute wirklich kann
KI-Werkzeuge sind in der technischen Redaktion bereits nützlich, wenn man sie richtig einsetzt:
• Erste Textentwürfe auf Basis vorhandener Informationen erstellen
• Vorhandene Texte auf Verständlichkeit und Konsistenz prüfen
• Terminologie vereinheitlichen und Glossare pflegen
• Übersetzungen vorbereiten und Kosten reduzieren
• Strukturvorschläge für neue Dokumenttypen liefern
In all diesen Bereichen kann KI messbar Zeit sparen und somit die Effizienz erhöhen. Das nutzen wir bei FORMAT gezielt und mit Bedacht.

Wo KI gefährlich werden kann
KI-Systeme halluzinieren.
Das ist kein Schimpfwort, sondern ein Fachbegriff: KIs erfinden Informationen, die plausibel klingen, aber falsch sind.
In einem Marketingtext ist das ärgerlich. In einer Betriebsanleitung kann es gefährlich werden:
• Falsche Sicherheitshinweise
• Erfundene technische Daten
• Normvorgaben, die so nicht existieren
• Übersetzungen, die fachlich korrekt klingen, aber inhaltlich falsch sind
KI prüft nicht, ob ihre Ausgabe der Realität entspricht. Sie produziert das, was sprachlich am wahrscheinlichsten ist. Das reicht für normkonforme Dokumentation nicht aus.

Der Mensch als entscheidender Filter
Der Technische Redakteur bleibt unverzichtbar, weil er Dinge kann, die KI nicht kann:
• Das Produkt wirklich verstehen, auch ohne vollständige Datenlage Normanforderungen kennen und korrekt umsetzen
• Risiken bewerten und Sicherheitshinweise fachgerecht formulieren
• Verantwortung übernehmen für das, was im Dokument steht
Genau diesen letzten Punkt kann keine KI leisten. Haftung bleibt beim Menschen. Erst der technische Redakteur kann KI als Werkzeug so sinnvoll nutzen, dass ein Mehrwert entsteht.

Wie sieht die Zukunft aus?
KI wird die technische Redaktion verändern, keine Frage. Aber sie wird den erfahrenen Technischen Redakteur nicht ersetzen. Sie wird ihn entlasten.
Die Frage ist nicht: KI oder Mensch?
Die Frage ist: Wie kombinieren wir beides sinnvoll?
Wir bei FORMAT arbeiten wir bereits mit KI-gestützten Werkzeugen. Immer mit menschlicher Prüfung, immer mit Fachverstand, ohne Weitergabe von sensiblen Informationen und mit Verantwortung für das Ergebnis.

Für wen schreiben wir eigentlich?Diese Frage klingt einfach. In der technischen Dokumentation ist sie es nicht.Und wer s...
22/07/2026

Für wen schreiben wir eigentlich?

Diese Frage klingt einfach. In der technischen Dokumentation ist sie es nicht.
Und wer sie falsch beantwortet, produziert Anleitungen, die niemand wirklich sinnvoll verwenden kann.

Was ist eine Zielgruppenanalyse?
In der technischen Dokumentation beschreibt die Zielgruppenanalyse, wer das Dokument lesen, verstehen und anwenden soll. Dabei geht es nicht um Alter oder Geschlecht, sondern um ganz konkrete Fragen:
• Wer gehört zu meiner Zielgruppe?
• Welche Vorkenntnisse hat die Person?
• In welchem Umfeld wird sie das Produkt verwenden?
• Unter welchen Bedingungen liest sie die Anleitung? (Werkstatt, Baustelle, Büro?)
• Welche Sprache spricht sie, und auf welchem Niveau?
• Was muss sie tun können, nachdem sie die Anleitung gelesen hat?
Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann sinnvoll geschrieben werden.

Praxisbeispiel: Eine Maschine, drei verschiedene Dokumente
Stellen Sie sich eine komplexe Fertigungsmaschine vor. Sie wird von drei verschiedenen Personengruppen genutzt:
Der Monteur baut die Maschine auf und gehört zum Fachpersonal. Er braucht eine präzise Montageanweisung mit Maßangaben, Anzugsmomenten und Illustrationen. Keine Bedientheorie, kein Fülltext.
Der Bediener startet und bedient die Maschine täglich und gehört zum Bedienpersonal. Er braucht eine klare Bedienungsanleitung mit Schritt-für-Schritt-Anweisungen, Hinweisen auf Fehlerzustände und schnellen Orientierungspunkten.
Der Servicetechniker wartet und repariert und gehört ebenfalls zum Fachpersonal. Er benötigt ein Wartungshandbuch mit technischen Details, Schaltplänen, Ersatzteillisten und Diagnosehilfen.
Drei Dokumente. Drei Zielgruppen im Sinne von Detailtiefe, Fachvokabular und Bildsprache. Alle für dieselbe Maschine.

Sprache und Bildsprache folgen der Zielgruppe
Eine Anleitung für Fachpersonal darf Fachbegriffe verwenden und Grundkenntnisse voraussetzen. Eine Anleitung für Bedienpersonal (als Endverbraucher) muss oftmals ohne Vorwissen funktionieren.
Das gilt auch für Illustrationen: Technische Explosionszeichnungen sind für ausgebildete Monteure wertvoll. Für einen Heimanwender sind vereinfachte Schemazeichnungen oder Fotos besser geeignet.
Wer beides in einem Dokument zu vereinen versucht, erreicht weder die eine noch die andere Zielgruppe.

Die teuerste Annahme in der Dokumentation
"Unsere Kunden wissen schon, wie sowas funktioniert."
Diesen Satz hören wir regelmäßig. Und er kostet auch regelmäßig Geld: durch erhöhte Supportanfragen, Bedienungsfehler und im schlimmsten Fall durch Unfälle, die bei klarer Anleitung nicht passiert wären.
Die Zielgruppenanalyse ist kein bürokratischer Schritt. Sie ist die Grundlage für alles, was danach kommt.

Deshalb ist die Zielgruppenanalyse ein fester Bestandteil professioneller Dokumentationsprojekte, auch bei FORMAT. Sie bestimmt Detailtiefe, Sprache, Bildsprache und Dokumentenstruktur. Das Ergebnis: Anleitungen, die wirklich gelesen und verstanden werden.

In vielen Betrieben ist gerade Urlaubszeit. Und die bringt oft ihre ganz eigene Mischung mit sich.Wie ist es bei euch? E...
20/07/2026

In vielen Betrieben ist gerade Urlaubszeit. Und die bringt oft ihre ganz eigene Mischung mit sich.

Wie ist es bei euch? Eher Leerlauf, weil viele Projekte pausieren? Oder Stress, weil zu wenige Kolleginnen und Kollegen vor Ort sind und die Arbeit trotzdem liegen bleibt?

Unser Formati 🦉 bleibt dabei jedenfalls ganz entspannt.

Wie entsteht eigentlich eine gute Betriebsanleitung?Die meisten Menschen denken: Man schreibt auf, was das Produkt kann....
20/07/2026

Wie entsteht eigentlich eine gute Betriebsanleitung?

Die meisten Menschen denken: Man schreibt auf, was das Produkt kann. Fertig.
In der Praxis ist es deutlich komplexer. Und wer das unterschätzt, merkt es spätestens bei der Markteinführung seines Produktes.
Hier folgt ein kurzer Blick hinter die Kulissen unserer Arbeit bei FORMAT.

Schritt 1: Recherche
Bevor der erste Satz geschrieben wird, steht die Recherche. Wir analysieren das Produkt, sprechen mit Konstrukteuren und Entwicklern, sichten vorhandene Unterlagen und klären die entscheidenden Fragen:
• Wer ist die Zielgruppe?
• In welchem Kontext wird das Produkt eingesetzt?
• Welche Normen und Richtlinien sind relevant?
• Welche Risiken bestehen und wie werden sie beherrscht?
Diese Phase bestimmt die Qualität dessen, was danach kommt. Eine gute Recherche bereitet das Fundament für das Dokument.

Schritt 2: Technische Redaktion
Jetzt wird geschrieben. Aber nicht einfach drauflos. Unsere Technischen Redakteure folgen einer definierten Struktur, einer konsistenten Terminologie und klaren Stilvorgaben.
Alle Informationen aus der Recherche sowie des vorhandenen Inputs, beispielsweise in Form von Entwicklerdokumentation, werden sinnvoll in Form gebracht.
Ziel ist es, komplexe technische Sachverhalte so zu formulieren, dass sie von der Zielgruppe sicher verstanden und angewendet werden können. Kein Fachwissen voraussetzen, das nicht vorhanden ist. Keine Information weglassen, die sicherheitsrelevant ist.

Schritt 3: Qualitätssicherung
Jedes Dokument durchläuft bei uns eine mehrstufige Prüfung:
• Inhaltliche Prüfung: Ist alles vollständig und korrekt?
• Formelle Prüfung: Entspricht die Struktur den Normanforderungen?
• Sprachliche Prüfung: Ist der Text verständlich, konsistent und frei von Rechtschreibfehlern?
• Gestalterische Prüfung: Ist das Layout übersichtlich und zielgruppengerecht unter Einhaltung des jeweiligen Corporate Designs?
Die Ergebnisse der Qualitätssicherung werden im Dokument umgesetzt. Erst wenn alle Punkte korrekt sind, geht das Dokument in den nächsten Schritt.

Schritt 4: Freigabeprozess
Die Freigabe durch den Kunden ist kein Formalakt. Wir begleiten diesen Schritt aktiv: Wir erklären Entscheidungen, klären Rückfragen und sorgen dafür, dass die freigebende Person weiß, was sie freigibt.
Denn eine Anleitung, die freigegeben wird, ohne verstanden zu werden, verdient keine Freigabe.
Dabei kann es im Freigabeprozess immer wieder zu neuen Herausforderungen kommen. Vielleicht tauchen Informationen auf, die vorher nicht verfügbar waren. Oder während der Erstellung des Dokuments gab es noch technische Änderungen am Produkt.
Der Freigabeprozess läuft Hand in Hand zwischen uns und unserem Kunden und kann sich über mehrere Versionen des Dokuments erstrecken.

Schritt 5: Übersetzung und Publikation
Steht nach der Freigabe das Originaldokument, beginnt das Übersetzungsmanagement. Muttersprachliche Fachübersetzer arbeiten auf Basis von Translation Memories, das Konsistenz sichert und Folgekosten reduziert.
Bei Bedarf wird hier auch die KI als Unterstützung eingesetzt, um Prozesse weiter zu automatisieren.
Jede Sprachvariante wird entsprechend der Vorgaben und Struktur des Originaldokuments in das finale Layout gebracht.
Am Ende steht ein druckfertiges oder digital publiziertes Dokument, das normkonform, zielgruppengerecht und in allen erforderlichen Sprachen verfügbar ist.

Was viele überrascht: Der größte Zeitfresser ist selten das Schreiben selbst. Es ist fehlende oder lückenhafte Information zu Beginn des Projekts. Fehlender Input oder eine ungenügende Recherche beeinflussen die Erstellung des Dokuments. Dadurch entstehende Ungereimtheiten ziehen sich durch den gesamten Prozess.
Je früher wir in den Entwicklungsprozess eingebunden werden, desto effizienter und kostengünstiger ist das Ergebnis.

5 Fehler in Betriebsanleitungen, die wir immer wieder sehen.Nach über 30 Jahren können wir eines sagen: Es gibt Fehler, ...
20/07/2026

5 Fehler in Betriebsanleitungen, die wir immer wieder sehen.

Nach über 30 Jahren können wir eines sagen: Es gibt Fehler, die tauchen immer wieder auf. Branchenunabhängig, produktunabhängig, unternehmensunabhängig. Nicht, weil die Hersteller nachlässig wären, sondern weil technische Dokumentation ein Fachgebiet ist, das oft unterschätzt wird.
Hier sind die fünf häufigsten Fehler und was sie in der Praxis bedeuten.

Fehler 1: Unklare Zielgruppendefinition
Für wen ist diese Anleitung eigentlich geschrieben? Wenn die Antwort "für alle" lautet, ist das meistens ein Problem. Eine Anleitung, die gleichzeitig den Monteur in der Fabrik und den Endverbraucher zu Hause ansprechen soll, überfordert beide.
Die Folge: zu viel Information für einen, zu wenig für den anderen. Sicherheitshinweise, die für Fachpersonal selbstverständlich sind, fehlen beim Laien. Detailtiefe und Sprache passen nicht zusammen.
Die Lösung: Vor dem Schreiben die Zielgruppe klar definieren. Vorkenntnisse, Ausbildung, Sprachniveau, Verwendungskontext.

Fehler 2: Fehlende oder falsch platzierte Sicherheitshinweise
Sicherheitshinweise gehören in ein Kapitel am Anfang der Anleitung. Warnhinweise hingegen gehören genau dorthin, wo die gefährliche Handlung beschrieben wird, direkt davor und nicht drei Seiten früher.
Häufiges Bild in der Praxis: Ein allgemeines Sicherheitskapitel mit allen Warnhinweisen, die dann in den Handlungsanweisungen nicht mehr auftauchen. Wer den Sicherheitsabschnitt überspringt, und das tun viele, erhält später keine Warnung mehr.
Normen wie die IEC/IEEE 82079-1 geben klare Vorgaben, wie und wo Warnhinweise einzubinden sind.

Fehler 3: Inkonsistente Terminologie
Wird ein Bauteil in Kapitel 2 "Hebel" genannt, in Kapitel 4 "Schalter" und in der Übersetzung "Kippschalter", entstehen Unsicherheiten. Der Nutzer fragt sich: Ist das dasselbe Teil? Habe ich etwas übersehen?

Inkonsistente Terminologie ist nicht nur ein stilistisches Problem. Sie kann zu Bedienfehlern führen und im schlimmsten Fall zu Unfällen. Einmal festgelegte Benennungen müssen konsequent durch das gesamte Dokument und alle Sprachversionen verwendet werden.
Ein Terminologie-Management-System oder zumindest ein einfaches Glossar schafft hier Abhilfe. Eine gepflegte Terminologie kann durch konsistente Bezeichnungen und Satzstrukturen dabei helfen, Übersetzungskosten einzusparen. Je mehr Sprachen benötigt werden, desto relevanter ist dies.

Fehler 4: Nicht normkonforme Struktur
Eine Betriebsanleitung ist kein Fließtext. Sie folgt einer definierten Struktur: Sicherheitshinweise, Produktbeschreibung, Inbetriebnahme, Betrieb, Wartung, Störungsbeseitigung, Entsorgung. Diese Reihenfolge ist nicht zufällig, sie entspricht dem Produktlebenszyklus und den normativen Anforderungen.
Hersteller, die Anleitungen nach eigenem Ermessen strukturieren, riskieren Abweichung von Normanforderungen. Das kann bei einer Konformitätsprüfung oder im Schadensfall problematisch werden.

Fehler 5: Kein Review durch Fachfremde
Der größte blinde Fleck in der technischen Dokumentation: Das Dokument wird ausschließlich von Menschen geprüft, die das Produkt bereits kennen. Natürlich finden sie keine Lücken. Sie füllen sie unbewusst selbst.
Ein Review durch jemanden, der das Produkt nicht kennt, zeigt sofort, wo Informationen fehlen, wo Schritte unklar sind und was ein Nutzer wissen muss, das hier nicht steht.
Diesen Außenblick bringen externe Technische Redakteure aus Erfahrung mit. Das ist einer der größten Vorteile einer externen Dokumentation.

Kennen Sie einen dieser Fehler aus Ihrem Alltag? Die meisten davon lassen sich mit der richtigen Struktur, einem klaren Prozess und etwas Abstand zum eigenen Produkt vermeiden.

Bei Ingenieurbüro FORMAT unterstützen wir Sie dabei, von der ersten Analyse bis zur fertigen, normkonformen Betriebsanleitung.

Herzlich Willkommen FORMATI!
20/07/2026

Herzlich Willkommen FORMATI!

Adresse

Ebertstraße 80
Wilhelmshaven
26382

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 13:00

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Ingenieurbüro Format GmbH erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen

Kategorie