20/05/2022
>>Großer "Bahnhof" zur Eröffnung desselben am Mittwoch, 18.05.2022:
Projekt Umbau ehemaliger Bahnhof zum Verwaltungszentrum der Gemeinde Großpostwitz- Obergurig:
Es ist für uns als Architekten immer ein ganz besonderer Moment, wenn man sein vollendetes Werk betritt und damit die vielen in der Theorie entstandenen Ideen, Vorstellungen und Planungen in Vollendung erleben darf und dem Nutzer übergibt.
Dieser Bahnhof hier in unserem Bautzener Oberland ist ein ganz besonderes Projekt für unser Büro gewesen. Nicht nur aufgrund der Größe- es ist eine besondere Freude, in der direkten Nachbarschaft einen der hier in der Region doch zahlreichen, alten Bahnhöfe planerisch anpacken zu dürfen und ihn zugleich sozusagen zum Herzstück einer Gemeinde – der Gemeinde Großpostwitz- Obergurig in seiner zukünftigen Bedeutung anzuheben. Diese Nutzung - die sich bereits in der ersten Konzeptstudie 2016 als optimaler Grundriss mit der vorhandenen Erschließung, den Raumgrößen und mit einem geringen Anteil an Veränderungen hierfür herauskristallisierte- kann man mit stolz als Alleinstellungsmerkmal in unserer Region benennen.
Deshalb haben wir uns nach Fertigstellung auch entschlossen, es zum diesjährigen Sächsischen Staatspreis für Baukultur unter dem trefflichen Motto: ORTE DES MITEINANDERS – LEBENDIG UND VERBINDEND. einzureichen. Die Entscheidung des Preisgerichtes wird jetzt am Freitag, 20.05. erfolgen. Wir sind gespannt.
Eine noch so detaillierte Planung kann jedoch nicht von Erfolg gekrönt sein, wenn es nicht gute ausführende Baufirmen gibt, die mit handwerklicher Fachkompetenz dies dann auch so umsetzen. Es ist uns gelungen, trotz dem starren Verfahren der öffentlichen Ausschreibungen, einen großen Anteil an regionalen und auch ortsansässigen Firmen binden zu können.
Mein Dank geht deshalb besonders an alle Bauschaffenden, für eine großartige Leistung in allen Gewerken, herzlichen Dank für Ihren Einsatz, eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Bauleitung und dem gemeinsam verfolgten Ziel der Fertigstellung.
Zum Betreten eines Gebäudes braucht es für den Hausherrn einen Hausschlüssel. Dieser wurde von unserem Bauleiter Herrn Mörbe mitsamt einer historischen Bahnnetzkarte sowie einem ersten Möbelstück: einer Garderobe auf Basis eines demontieren Balkenkopfes des Daches samt im Abbruch gesicherter geschmiedeter und markierter Stahlnägel der Gemeinde übergeben.
Beide Pfarrer - katholisch und evangelisch- weihten das Haus und stellten die Nutzung des Hauses unter den Segen Gottes.
Wir wünschen der Gemeinde allzeit viel Freude in Ihrer Tätigkeit in den neuen Räumen!