Erquy Meeresbiologiekurs

Erquy Meeresbiologiekurs Exkursion zur Gezeitenbiologie der Uni Basel. Jedes Jahr Ende August/Anfang September in der Bretagne. Für private Gruppen oder Einzelpersonen auf Anfrage.

Gezeitenzone der Bretagne
An der Nordküste der Bretagne gibt es vor allem im Herbst und im Frühling enorme Gezeiten. Bei Voll- und Neumond betragen die täglichen Wasserstandsänderungen zehn, zwölf Meter und mehr. Die Wasser des Atlantiks schwappen im Schnitt alle 12 Stunden und 25 Minuten in den Ärmelkanal und schaukeln sich zu diesen unüblichen Höhen auf. Weltweit gibt es nur wenige Regionen, an

denen die Gezeiten ähnlich heftig ausfallen: In der kanadischen Bay of Fundy, an der Küste bei Ancorage in Alaska, in der Magellanstrasse oder der Baie du Mont-Saint-Michel zwischen Bretagne und Normandie. Die Gezeiten schaffen durch Überfluten und Freilegen des Meeresgrunds einen unglaublich artenreichen Lebensraum. Die Gezeitenzone ist ein wahres Experimentierlabor der Evolution, sie nötigt Organismen dazu, mit den widrigsten Umständen zurecht zu kommen. Das Umfeld ist für Meeresbewohner und für Landbewohner gleichermassen lebensfeindlich: Austrocknung, Sauerstoffknappheit, Hitze oder Kälte sind ebenso gefährlich wie Brandung, Überflutung, Regengüsse oder pH-Änderungen. Wer hier überleben will, muss ungewöhnliche Überlebensstrategien aufweisen. Die Evolution hat zwischen den Tiden eine Artenvielfalt geschaffen, die aussergewöhnlich ist: Auf einem Kilometer Küstenabschnitt können bis zu 500 Tier- und 600 Algenarten gefunden werden!

Adresse

Camping Street Pabu
Erquy
22430

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